Positive Nachricht – wir dürfen weiter gärtnern!

Gute Neuigkeiten aus dem FlorAtrium, dem Sitz des Landesverbands der Gartenfreunde Bremen e.V.! Ein tagesaktuelles Schreiben der neuen Geschäftsführerin des Landesverbands, Katharina Rosenbaum, kursierte am 23.3. in den Sozialen Medien, mit einem echten Lichtblick. Es geht um die Frage, ob wir uns gegenwärtig in unseren Gärten aufhalten dürfen. Nun gibt es Klarheit.

Wie sieht es im Moment aus? In Bremen darf vorerst auch in der aktuellen Situation in den Kleingärten geackert und entspannt werden.

Unbedingt zu beachten sind dabei die neuen Regeln! Zum Schutz der älteren Menschen und jenen mit bereits bestehenden Erkrankungen! Damit das Gesundheitssystem aufrecht erhalten werden kann! Einzuhalten sind folgende Regeln: Menschen, die zusammen wohnen (Familien und Lebensgemeinschaften) dürfen gemeinsam ihre Parzelle besuchen. Ansonsten dürfen sich höchstens zwei Menschen, die nicht gemeinsam wohnen, in einem Kleingarten treffen. Man sollte unbedingt den Abstand von 1,50 Meter, besser von 2 Meter zwischen einander einhalten.                                                                                Partys, größere Zusammenkünfte, Versammlungen oder Gemeinschaftsarbeiten sind nicht gestattet.

Das Wichtigste des Schreibens habe ich für euch fotografiert. Inzwischen findet Ihr das Schrieben auch auf der Homepage des Landesverbandes der Gartenfreunde Bremen in der Rubrik „Aktuelles“

Die Nachricht ist ein richtiger Lichtblick für mich! Ich werde so lange und so oft wie möglich in meinen Garten gehen, um beim Gärtnern aufzutanken.

[aktualisiert um 11:56 Uhr]

LV Gartenfreunde 23.3.2020

Foto eines Briefs vom Landesverband der Gartenfreunde Bremen, das in einer Gruppe auf Facebook am 23.3.2020 gegen 13.15 Uhr veröffentlicht wurde.

Kleingärten können Luftkurorte in dieser Zeit sein

Dürfen Pächter ihren Kleingarten kontrollieren oder ist es generell verboten? Darf ich in der aktuellen Situation vielleicht sogar in meinen Kleingarten gehen und dort gärtnern, Beete vorbereiten, Radieschen, Salat und Möhren säen, die Rosen beschneiden?

Diese Fragen stellt sich vielleicht der eine Gartenliebhaber oder die andere Gartenliebhaberin ebenso wie ich es tue. Genau bedacht gibt es dort gute Voraussetzungen, um alle neuen Regeln, die vor Ansteckung schützen können, einzuhalten. Es gibt viel freien Raum zum Abstand halten, man kommt dem Nachbarn nicht zu nahe.

Und es gibt viele gute Gründe für den Gang ins Parzellengebiet: Prima frische Luft und Bewegung, mal raus aus den vier Wänden, etwas wachsen und blühen sehen und sie bieten Platz für die Kinder zum Spielen mit dem nötigen Freiraum zum nächsten Garten. Da sind doch mindestens … genügend Meter Abstand zum Nachbarn. Ist die Parzelle jetzt nicht der Luftkurort? Genau in dieser ungewöhnlichen Situation könnten die Gärtchen all ihre Vorzüge zur Geltung bringen – so wie sie sich historisch in verschiedener Hinsicht bereits mehrfach bestens bewährt haben. Daran ließe sich jetzt leicht anknüpfen – solange wir uns mit maximal zwei Menschen dort aufhalten. Oder als Familie oder als Lebensgemeinschaft. Tabu sind natürlich Versammlungen, Partys und Treffen zur Gemeinschaftsarbeit.

In Bonn und Dresden scheint das bereits klar zu sein.
Der „Bonner Kleingärtnerverein“ postet heute (23.3.2020), dass die Gärten betreten und bewirtschaftet werden dürfen. Selbstverständlich dürfen keine Grillpartys und auch keine Versammlungen und keine Gemeinschaftsarbeiten stattfinden.
Bonner Kleingärtner Aktuell am 23.3.2020

Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) erklärte zum Frühlingsbeginn 21.3.2020 im MDR:
„Wenn der Garten nicht direkt am Haus oder an der Wohnung liegt, kann man während der Ausgangsbeschränkung den Garten aufsuchen. Versammlungen sind jedoch dort verboten.“ Und Hilbert weiter:
„Wir haben in dem Sinne keine Ausgangssperre, dass jeder in seiner Wohnung bleiben muss. Sondern wir sagen: Frische Luft tut gut, aber einzeln, nicht in Gruppen … Wer das beherzigt, darf auch seinen Garten umpflügen gehen.“ Quelle hier MDR.de

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Eine Gartenfreundin postet am 22.3.2020 um 17:15 Uhr auf Facebook einen Auszug aus einer sächsischen oder Dresdner Verfügung, die ich mit Vorbehalt wiedergeben, denn leider war sie ohne Angabe eines Fundorts und Rückfragen und eigene Recherchen blieben leider ohne Ergebnis. Folgendes war dort zu lesen ist: [gestattet werden]
“ … 2.13. Sport und Bewegung an der frischen Luft im Umfeld des Wohnbereichs sowie Besuch des eigenen Kleingartens im Sinne des Bundeskleingartengesetzes, allerdings ausschließlich allein oder in Begleitung des Lebenspartners bzw. mit Angehörigen des eigenen Hausstandes und ohne jede sonstige Gruppenbildung .. ..“

Wäre das nicht eine vorzüglich Vorlage für eine Regelung in Bremen?

Es gibt viele gute Gründe und weitreichende positive Wirkungen, die die im Garten verbrachte Zeit dem Einzelnen mental und für Herz, Seele und Gesundheit bringt, aber auch gesellschaftlich und für das Aushalten der Gesamtsituation bedeutsam sein kann.

Lieber Landesverband der Gartenfreunde Bremen, was halten Sie davon? Ich glaube, so eine Regelung wäre für viele Gartenfreunde eine bedeutsame Erleichterung. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie sich in diesem Sinne unserer gemeinsamen Sache annehmen würden.

Liebe Bürgermeisterin Dr. Maike Schaefer, Sie besitzen große Kenntnisse um die vielfältige positive ökologische und soziale Bedeutung der Bremischen Parzellenkultur! Vielleicht prüfen Sie die Vorteile, die der Kleingarten in vielerlei Hinsicht haben kann – selbstverständlich unter Einhaltung aller dringend gebotener und notwendiger Regelungen durch die Gartenliebhaber*innen.

Herzlichen Dank, dass sie sich Zeit für diesen Vorschlag nehmen.

Facebook-Screenshot:

Facebook 22.3.2020 Kleinga

Frühsommerfest und Woche des Gartens 2020 – jetzt anmelden!

Liebe Freundinnen und Freunde großer und kleiner Gärten,

Veränderungen, Entwicklungen und Stillstand in Sachen Kleingärten, Urban Gardening und Kaisenhäusern in Bremen – es gibt vieles zu berichten. Herausgreifen will ich heute die schöne Einladung von Lisa Hübotter, Projektleitung Green Urban Labs – Grüner Bremer Westen / Senatorin für Umwelt und Klimaschutz, an Interessierte, in der sie dazu aufruft, die Pforte zum eigenen grünen Paradies im Rahmen der Woche des Gartens für Besucherinnnen und Besucher zu öffnen.

Ich freue mich schon jetzt auf eure Gärten! Vielleicht ist dieses Mal sogar eine Parzelle mit Kaisenhaus als Gartenhaus dabei?! Darüber werde ich mich besonders freuen. Ich mache auch 2020 wieder mit und denke an eine Lesung. Wo das sein wird? Das wird noch nicht verraten. Laßt euch überraschen.

Alle Modalitäten und die Kontaktdaten findet ihr in der Einladung von Lisa Hübotter, die ich euch hier gerne wiedergebe:

Nach dem schönen Erfolg in diesem Jahr, wird es im kommenden Jahr eine zweite Auflage der Bremer Woche des Gartens geben. Anfang Juni, vom 07. bis 14. Juni 2020, feiern wir Bremens Gärten.

Den Auftakt für die bunte Gartenwoche bildet das 3. Frühsommerfest im Grünen Bremer Westen, am Sonntag, 7. Juni 2020, in Bremens großem Naherholungsgebiet mit über 4.000 Kleingartenparzellen. Der Tag des Gartens beendet die grüne Woche im FlorAtrium des Landesverbands der Gartenfreunde. In den Tagen zwischen diesen beiden Höhepunkten werden zahlreiche Hausgärten, Parks, Urban-Gardening-Projekte, Dachgärten und Kleingärten ihre Pforten für Interessierte öffnen und zum Staunen und Austauschen einladen. Darüber hinaus sind erneut Führungen, Workshops, Lesungen und andere Angebote rund um das Thema Garten in der Hansestadt geplant.

Bis zum 31. Januar 2020 haben Sie die Möglichkeit Ihren Garten oder einen Programmpunkt für die Bremer Woche des Gartens anzumelden.

Senden Sie hierzu eine E-Mail oder einen Brief an die Projektleiterin Lisa Hübotter bei der Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau. Wichtig ist, dass Ihre Nachricht folgende Informationen für die Erstellung des Programmheftes enthält:

  • Ihre Kontaktdaten (Name, Vorname, Adresse und Telefonnummer)
  • Die Anschrift Ihres Gartens oder des Angebots sofern diese von der obigen Adresse abweicht
  • Eine kurze Beschreibung des Gartens oder des Angebots (max. drei Sätze)
  • Das Datum und die Uhrzeit Ihrer offenen Pforte oder Ihres Angebots
  • Nach Möglichkeit die nächstgelegene Haltestelle des ÖPNV
  • Ein oder zwei aussagekräftige Fotos (digital) mit Angabe des/der Fotografen/in

Mit der Anmeldung erklären Sie sich mit der Veröffentlichung der oben genannten Daten mit Ausnahme der Telefonnummer und der Privatadresse, sofern diese von dem Veranstaltungsort abweicht, einverstanden. Unter www.bauumwelt.bremen.de/info/gartenwoche können Sie das Programm von 2019 einsehen.

Beste Grüße

Kontakt: lisa.huebotter@umwelt.bremen.de  I  An der Reeperbahn 2, 28217 Bremen

Internet: www.bauumwelt.bremen.de/info/gruenerbremerwesten

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aktualisierter Beitrag

Podiumsdiskussion: Zukunft der Kleingärten in Bremen [Veranstaltung/save the Date]

Nicht weniger als die „Zukunft der Kleingärten in Bremen“ steht am Mittwoch, 19. Juni, von 17.00 bis 19.00 Uhr im Wallsaal der Stadtbibliothek im Rahmen der ersten Woche des Gartens in Bremen zur Diskussion. Die Leiter des Projekts Green Urban Labs beim Senator für Umwelt, Thomas Knode und Lisa Hübotter, laden ein zu dieser Podiumsdiskussion. Wir dürfen uns überraschen lassen, welche Fachleute, Politiker und Verbandsfunktionäre aus welchen Fachbereichen und Institutionen uns ihre Positionen vorstellen werden. Es sollen Mitarbeiter des Kleingartenentwicklungsplanes 2025 (KEP 2025) sein, an dem hinter verschlossenen Türen im Landesverbands der Gartenfreunde Bremen e.V. gearbeitet wird. Die Woche des Gartens Bremen 2019 bietet sich an, um „potentielle Zukunftsvisionen“ zu thematisieren. Es ist ein gutes Zeichen nach den Disputen im Kleingartenwesen, die im vergangenen Jahr mit dem Konflikt um den Entwurf einer neuen Kleingartenordnung ihren Höhepunkt fanden, dass nun öffentlich über die zukünftige Entwicklung der vielfältigen Parzellen gesprochen werden wird. Solch eine Initiative hat man sich vom Landesverband der Gartenfreunde Bremen e.V. gewünscht.

Auch angesichts der Aussagen verschiedener Kandidaten der SPD zur just vonstatten gegangenen Bürgerschaftswahl auf abgeordnetenwatch.de ist der Besuch dieser Veranstaltung dringend notwendig. Von Björn Tschöpe, Andreas Bovenschulte und Carsten Sieling SPD sind weitreichende Vorhaben für den Kleingartenplan 2025 genannt worden – besonders für den Grünen Bremer Westens mit Umwidmung des Gebietes in eine eigene Stiftung, dortige Ansiedlung von tiny houses, Ausgleichsflächen und andere Punkte (siehe unten). Ist das ein gangbarer Weg? Was würde so ein Konzept bedeuten? Für die Vereine? Für Eigenlandparzellisten? Welche Vorteile hat es für die Zukunft der Kleingärten, ein so großes Gebiet im Bebauungsplan nicht mehr als Dauerkleingartengebiet auszuweisen? Weiterlesen

CDU – Pläne der Politik für Kleingärten in Bremen [abgeordnetenwatch.de]

Hier lest ihr/lesen Sie die Antwort von Thomas Röwekamp CDU auf die Frage nach Kleingärten und Kaisenhäusern. Im Original ist sie zu finden auf abgeordnetenwatch.de

 

Antwort von Thomas Röwekamp (CDU) 23. Apr. 2019 – 11:53 Dauer bis zur Antwort: 1 Woche 2 Tage

 

Die Zukunft der Kaisenhäuser hat in der Tat eine lange politische Geschichte. Seit 2002 gibt es ja den sogenannten Kudella-Erlass, der besagt, dass Bewohner ein Auswohnrecht auf Lebenszeit in ihrem Kaisenhaus haben. An diesem halten wir fest. Ein dauerhaftes wohnen in Kleingärten lehnen wir ab. Wir können uns aber durchaus Wohnungsbau in brachliegenden Kleingartengebieten, wie es sie zum Beispiel im Bremer Westen gibt, vorstellen. Dies geht aus unserer Sicht aber nur mit dem Landesverband der Kleingärtner. Die Kleingärtner in Bremen tragen viel zum Gemeinwohl bei. Sie leisten z.B. eine hervorragende Jugendumweltbildung, tragen zur Integration sowie dem Erhalt der Artenvielfalt bei. Ein Alleingang der Politik oder der Verwaltung wäre deshalb fehl am Platze.
Lassen Sie uns gerne hierzu in Kontakt bleiben.

Viele Grüße
Thomas Röwekamp

Die Frage zu Plänen der Parteien für Bremens Kleingartengebiete – gestellt von Norbert Wicha [abgeordnetenwatch]

Hier die vollständige Frage, die Norbert Wicha, Sprecher der Wegegemeinschaft Karl-Beckhusen-Weg/Findorff, auf http://www.abgeordnetenwatch.de an viele Kanidat*innen zur Bürgerschaftswahl 2019 gerichtet hat im Wortlaut: (Vgl. www.abgeordnetenwatch.de)

Seit genau 4 Jahren wird über den Kleingartenplan 2025 und damit verbunden (DA 422) über die Zukunft der Kaisenhäuser geredet. Abgesehen davon, daß Bremen kein Geld für den Abriss aller Häuser hat und die Wohnungsnot es geradezu verbietet, intakten Wohnraum zu vernichten (echte Schrottparzellen natürlich ausgenommen), frage ich Sie, warum Sie jetzt nicht zeitnah Rechtssicherheit schaffen für den Fortbestand der Kaisenhäuser? Diese Häuser sind damals mit einer S.-H.-Lizenz (Baugenehmigung) errichtet worden und haben nach ca. 70 Jahren der Duldung und nach neuester Rechtsprechung Bestandsschutz. Die Listen mit dieser Baugenehmigung befinden sich bei der Bauverwaltung. Sowohl das neueste Bundeskleingartengesetz als auch ein höchstrichterliches Urteil (BVerwG 4 CN 7.12 vom 11.07.2013) lassen Wohngebäude als Einsprengsel in Kleingartengebieten zu. Mit der Einführung der zertifizierten Sammelgrube gibt es auch keine Abwasserproblematik! Die Vereine könnten die leerstehenden Parzellen wieder verpachten und ohne dem Damoklesschwert eines teuren Rückbaus würden viele Menschen wieder Geld und Arbeit in solche Grundstücke investieren. Die Kleingartengebiete würden wieder belebt, sauber und sicherer! Also für alle Parteien eine Win-Win-Win-Situation! Auch müßte man sich über die Ansichten des Landesverbandes der Kleingärtner hinwegsetzen. Es gibt Vereine und viele Eigentümerparzellen, die mit diesem Landesverband keine Schnittstellen haben! Warum werden die neuesten Urteile und Möglichkeiten von der Politik und von der Verwaltung nicht öffentlich kommuniziert? Warum blockt die Verwaltung alles ab? Genau wie das Thema Wochenendgebiete in Kleingartengebieten, wo die Anträge seit 10 Jahren auf deren Tisch liegen! Können Sie zu diesem Thema belastbare Aussagen machen, ohne die üblichen Hinhalte-Floskeln?

Mit freundlichem Gruß, Norbert Wicha

Gerettet! Einmalige Fleetkirche in Waller Parzellengebiet hat neuen Besitzer

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„Jetzt ist ein Schriftsteller in der Fleetkirche“, das hörte ich jüngst beiläufig auf dem Planungstreffen für das Frühsommerfest im grünen Bremer Westen und war ganz aus dem Häuschen. „Klasse!“, rufe ich aus, hatte ich doch 2016 durch eine Nachricht von einem Kaisenhaus-Bewohner aus der Nachbarschaft der Kirche erfahren, dass der damalige Pächter, die serbisch-orthodoxe Gemeinde für Weser und Ems in Bremen e.V., das Gebäude verlassen hatte und Strom- und Wasserleitung bereits endgültig abgekniffen worden waren. Renoviert worden war dort schon lange nichts mehr, wie ich durch meine Spaziergänge und Führungen im Gebiet wußte. Alles deutete darauf hin, dass die einmalige charmante Notkirche aus Holz vom Bremer Architekt Hermann Gildemeister, die 1958 mitten im Parzellengebiet für die Bewohner von Kaisenhäusern in den Kleingärten errichtet worden war, jetzt abgerissen werden sollte. Das wollte ich nicht glauben. Sollte es denn wirklich keine andere Möglichkeit geben? Das Gebäude schien Renovierung zu benötigen, man wird investieren müssen, aber es war doch keineswegs ruinös! Durch einen Beitrag hier auf dem Blog (hier lesen) kam Bewegung in die Sache, der Weser-Kurier griff das Thema auf, die Bremische Evangelische Kirche (BEK) nahm Konzepte entgegen und erklärte, das Gebäude verkaufen zu wollen.

Nun hörte ich zufällig vom Krimi-Autoren René Paul Niemann, dessen Konzept die BEK überzeugt und der den Zuschlag erhalten hatte. Bei Recherchen war Niemann auf meinen Blog gestoßen und hatte von dem drohenden Abriss und der Ausschreibung erfahren. Bereits Anfang 2017 hat er das Gebäude im Herzen des größten Bremer Kleingartengebiets übernommen. Der Findorffer plant eine „Kulturkirche und Atelier am Fleet“ und erzählt von seinen gärtnerischen Aktivitäten als ich ihn besuche. Durch den Sturm seien Äste aus Bäumen gebrochen, die beseitigt werden müssen. Im seinem ersten Jahr mit der Kirche habe er neben notwendigen Anträgen und Gesprächen, erst einmal die vernachlässigten Abzugsgräben gangbar gemacht, um den Boden zu entwässern. Besonders wichtig sei das für die Sicherung des hölzernen Fundaments des Gebäudes, erkärt der Autor, der auch mit grünem Daumen und handwerklichem Geschick ausgestattet ist.

Herzlichen Glückwunsch und viel Freude mit der Fleetkirche!

In seinem jüngst erschienenen Büchlein widmet sich René Paul Niemann übrigens Geschichten aus dem Bremer Westen. Es ist kürzlich in der Edition Temmen erschienen.

Anne Gerling: Krimiautor rettet ehemalige Fleetkirche. Mit Fotos von Roland Scheitz (Weser-Kurier, Stadtteil-Kurier West 28.8.2017)