Wunderbare Mohnblüte im Wonnemonat

Mein Garten überrascht mich wieder! Im Wonnemonat sind es diese wunderbar strahlenden Blüten des Mohns mit ihren hauchdünnen und sehr großen Blättern, die sich von dem frischen Grün anderer Stauden leuchtend abheben. Aus den Knospen in der Größe eines Tischtennisballs werden üppige Blüten, die mit zwei Händen kaum zu umfassen sind. Eine sorgfältige Faltung, von der später nichts mehr zu entdecken ist („knitterfrei“), ist dafür nötig. Es ist ein schönes Beispiel dafür, wie klug die Natur viele Dinge eingerichtet hat. Die Blütezeit ist nur von kurzer Dauer und will genossen werden. Das gelingt bei den sommerlich daherkommenden Tagen leicht. Sonnige Grüße sende ich aus dem Garten!

 

Fotos: Kirsten Tiedemann

 

Ein Frühlingsfest für Bienen

Hach, die erste Frühlingssonne mit ihren wärmen Strahlen ist mir willkommen! Nicht nur mir geht es so. Bienen und Hummeln treten ihre ersten Flüge im Jahr an und suchen nach nahrhaftem Futter. Mit Blütenpollen füllen sich die summenden Tierchen ihre Beutelchen an den zarten Hinterbeinchen. Bald schon sind sie so schwer beladen, dass sie kaum noch abheben können. Krokusse, Winterlinge und Schneeglöckchen bieten uns Menschen eine Augenweide. Und: Wir verhelfen den wichtigen Insekten mit diesen Blüten auch noch zu einem guten Start ins Jahr. Die schöne Krokuswiese auf dem Foto ist für Bienen ein Frühlingsfest vom Feinsten. Zur Nachahmung empfohlen!

Welche Frühblüher habt ihr als Nahrung für die Biene in eurem Garten oder auf dem Balkon?

 

Fotos: Kirsten Tiedemann

Frühlingsblüher wirkungsvoll vor Kaninchen schützen

Hach, es liegt Frühling in der Luft. Schneeglöckchen, Krokusse und Tulpen zeigen das erste Grün. Bald schon kann es herrlich bunt blühen. Wenn, ja wenn da nicht die flauschigen Kaninchen wären. Wie wir lieben sie das zarte und frische Grün. Auch Blütenblätter gehören zu ihrer Leibspeise. Besonders die gelben Krokusse und manch eine Tulpe haben es ihnen angetan – oder heißt es Kroküsse? Was tun? Auf dem Stadtwerder wird neuerdings die abgebildete Methode genutzt, um das erste grün vor dem Hunger von Kaninchen zu schützen.

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Es ist sicherlich recht praktisch und wirkungsvoll, die Plastikkistchen, die auf jedem Wochenmarkt kostenfrei erhältlich sind, über die erwarteten Blumen zu stülpen. Leider kann dieser effektive Weg nicht der Weisheit letzter Schluss sein, denn so werden ja auch die hübschen Frühlingsblüten unserem Anblick entzogen.

Habt ihr einen Tipp zum Schutz der ersehnten Blumen vor Wildverbiss? Teilt eure Tipps in einem Kommentar mit mir und anderen! Ich freue mich auf eure Nachricht.

Fotos: Kirsten Tiedemann

Blumige Bienenweide duftet fein und bringt dem Boden Nahrung

Diese vielseitige Pflanze ist eine, wie die Freizeitgärtnerin sie sich wünscht. Sie blüht dezent und lange, duftet fein, lockt Hummeln und Bienen an, denen sie reichlich Nektar bietet, wächst lange in den Herbst hinein und anschließend schützen die abgestorbenen Pflanzenteile die Erde im Winter vor Austrockung und düngen den Boden auch noch mit wichtigen Nährstoffen. Einfach so, indem sie im Frühjahr in den Boden eingearbeitet werden. Hach, du duftende Bienenweide, du empfehlenswerte Phacelia!

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Foto: Kirsten Tiedemann

… dem Glück einen Stuhl hinstellen.

Es ist eine der schönen Alltagsweisheiten, die Mirjam Pressler als Titel für eines ihrer Kinderbücher ausgewählt hat: „Wenn das Glück kommt, muß man ihm einen Stuhl hinstellen„. … und manchmal kann es auch eine alte Bank im herbstlichen Garten sein, wie ich finde.

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Foto: Kirsten Tiedemann

 

Die Zapfstelle als Quelle erfrischenden Trinkwassers

Wer dem Gespräch von Parzellisten lauscht, wird irgendwann den Begriff Zapfstelle hören und sich vielleicht fragen, worum es dabei geht. Rasch ausgeschlossen werden kann eine Zapfanlage für Bierfässer. Manch ein Hobbygärtner mit Benzinmäher wünscht sich vielleicht eine Zapfsäule für Treibstoff, aber auch diese ist nicht mit der Bezeichnung gemeint. Im Zusammenhang mit Kleingärten verwendet bezeichnet die Zapfstelle einen Wasserhahn zum Zapfen von Trinkwasser, der meist in einer unscheinbaren gemauerten Box mit Pultdach hinter einer abschließbarer Tür verborgen ist. Jeder Pächter einer Parzelle erhält hierfür einen Schlüssel ausgehändigt, um sich während der Saison mit dem kostbaren Nass versorgen zu können. Es erinnert ein wenig an das Prinzip auf einem Campingplatz, wo die Gäste sich das Wasser von einer zentralen Stelle holen können. Die Abrechnung des verbrauchten Wassers erfolgt einmal jährlich per Umlage. Je nach Größe des jeweiligen Vereinsgebietes befinden sich eine oder mehrere solcher Zapfstelle verteilt an zentral gelegenen Wegkreuzungen. Die für die Versorgung notwendigen Wasserleitungen werden keineswegs von öffentlicher Hand bereitgestellt, sondern von den Kleingartenvereinen gemeinschaftlich in Eigenarbeit der Mitglieder verlegt, gewartet und aus vereinseigenen Mitteln finanziert. Organisiert wird diese Arbeit vom Vorstand des Vereins oder von einer eigens hierfür gegründeten Wassergemeinschaft mit Wasserwart (Vgl. Platzwart eines Sportvereins). Grund hierfür ist der Sachverhalt, dass sich die Freizeitgärten überwiegend auf gepachtetem Land befinden und es sich nicht um öffentliche Einrichtungen handelt. Für die Gartengebiete mit sogenannten Eigenlandparzellen, von denen jede Parzelle in Privatbesitz ist, gilt selbstredend dasselbe Prinzip. Es gibt Kleingartengebiete, in denen das Trinkwasser ausschließlich von Zapfstellen zu beziehen ist, in anderen verfügt jede Parzelle über einen Trinkwasseranschluss und in wieder anderen existiert eine Mischform, einige Parzellen verfügen über einen Trinkwasseranschluss und andere nicht, weshalb es auch Zapfstellen gibt.

Kürzlich konnte ich in einem Findorffer Kleingartengebiet einen Blick in das Innere einer Zapfstelle werfen und habe für euch dieses Foto mitgebracht.

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Foto: Kirsten Tiedemann

Erntezeit ist Schenkezeit

„Liebe Leute, besser heute …“. Freundlich und in Geberlaune zeigt sich eine Kleingärtnerin auf dem Stadtwerder den aufmerksamen Spaziergängern. Sie lädt Vorbeikommende mit Interesse an reifen Mirabellen in ihren Garten ein, wo der Baum in diesem Jahr so reich trägt, dass sie selbst, Freunde und auch die Nachbarn bereits mit den süßen Früchten versorgt sind. Und noch immer hängt eine Fülle der kleinen Kugeln am Baum. Was tun mit dem von der Natur geschenkten gelben Glück? Sie verschenkt es kurzerhand weiter. So darf jeder, der mag, ganz gleich ob Freund oder Fremde, durch das unverschlossene Tor in ihren Garten kommen, um sich mit Mirabellen einzudecken – auch in ihrer Abwesenheit. Für diejenigen, die nicht in den Baum klettern mögen, stellt sie sogar eine Leiter zur Verfügung. So großzügig, freigiebig und mit Vertrauen geht Kleingärtnern heute auch. Mirabellen_selber_ernten_Parzelle

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Fotos: Kirsten Tiedemann