Gemeinschaftliches Gärtnern bei den BioSchrebern [Fundstück im Netz]

Es ist in Bewegung. Es ist aktuell. Die BioSchreber sind ganz neu.

Beim Surfen im Netz habe ich sie entdeckt. Sie sind nahe der Neustadt in Woltmershausen und beackern einen Garten von 800 qm, der vormals brach lag. Nun  ist er parzelliert und prima geeignet für Leute die biologisch Gemüse gärtnern wollen, aber keine Zeit für einen ganzen Garten haben. Leute, die die Vorteile eines Gemeinschaftsgartens schätzen, die solidarisch gärtnern wollen. Hier kann ein bereits zur Saat und Pflanzung vorbereitetes Gemüsebeet übers Jahr genutzt werden. Ein kleiner Verein trägt das Konzept. Gartenneulingen zur Seite stehen erfahrene Bio-Gärtner, so liest man auf der Homepage. Der Austausch mit anderen ist inbegriffen – er kann, muss aber nicht sein. Noch sind einzelne Beete frei.

Eine prima Initiative, wie ich finde! Zur Nachahmung empfohlen!

Nähere Infos findet ihr hier https://www.die-bioschreber.de/

 

 

 

Zukunft Kleingärten im Bremer Westen – Stadtgespräch in Findorff [Tipp]

Zukunft für Kleingärten im Bremer Westen (und Findorff, KT), diesem Thema nimmt sich das bewährte Veranstaltungsformat „Stadtgespräch“ im Klimacafé in der Münchner Straße 146 am Montag, 7. Mai, um 18:30 Uhr an. Ihr werdet von Projektleiterin Lisa Hübotter viele Informationen zum aktuell laufenden Modellprojekt „Green Urban Lab“ im grünen Bremer Westen (Waller Feldmark und Gröpelinger Parzellengebiet) erhalten – von dem in der Presse und auch hier auf meinem Blog mehrfach berichtet wird. Das Projekt des Bundes fördert 12 Modell-Vorhaben zur Pflege, Sicherung  und Entwicklung wichtiger grüner Freiräume in der Stadt – bei zunehmender urbaner Verdichtung ein zentraler Aspekt für unsere Lebensqualität. Auch angesichts des Klimawandels ein wesentlicher Aspekt für Städte. Als ökologische Nische für Vögel, Insekten, Pflanzen und Co kommt diesen Grünräumen eine immer größer werdende Bedeutung zu. Das umfangreichste dieser „Green Urban Labs“ ist der grünen Bremer Westen, dessen Entwicklung zu einem vielfältigen Naherholungsgebiet mit den vorhandenen Kleingärten, neuen Naschwiesen, Fahrradwegen, Laufparcours und vielem anderen mehr.

Im Anschluss an die Projektvorstellung wird mit der Umweltplanerin Lisa Hübotter, weiteren Gartenaktivisten aus Findorff und Walle und dem Publikum über Ideen zur Belebung freier Parzellen sowie Begehrlichkeiten der Bauwirtschaft an dem beliebten städtischem Grün diskutiert. Es wird auch gefragt, welche Vor- und Nachteile eine Umwidmung von Teilen der Kleingartengebiete in Wochenendhausgebiete haben würde. Moderiert wird der Abend von Ulf Jacob.

Eine Anmeldung ist erforderllich, da die Plätze begrenzt sind: info@klimazone-findorff.de

Stadtgespräch im Klimacafe – Zukunft Kleingärten im Bremer Westen

Im Bremer Westen entsteht ein Green Urban Lab! Auf rund 480 Hektar Fläche, 5 mal so groß wie die Innenstadt, liegt neben Findorff, Walle und Gröpelingen ein grünes Areal mit rund 4000 Kleingärten – viele davon sind verlassen und verwildert. Vielseitige Nutzungsformen sind gefragt, um den klassischen Kleingarten zu ergänzen und wieder Menschen in den Kleingarten zu locken. Doch die Kleingartenflächen wecken auch Begehrlichkeiten für eine Bebauung. Wie gelingt es, Kleingärten vor dem Hintergrund von Leerstand und Nutzungsaufgabe wieder attraktiver zu machen. Welche Chancen das Green Urban Lab bietet, welche Ideen oder Wünsche es in Findorff gibt und was möglich ist, darüber diskutieren wir mit Green Urban Lab-Projektleiterin Lisa Hübotter und weiteren Gartenaktivisten aus Findorff und umzu.

Treffpunkt: KlimaCafé – Münchener Straße 146 – Teilnahme kostenlos – Plätze sind begrenzt.

Infos unter www.lebeninfindorff.de

Anmeldung unter info@klimazone-findorff.de

Leserbrief zur Entwicklung einer neuen Gartenordnung

Es ist eindeutig entschieden worden: Auf ihrer Jahreshauptversammlung haben die organisierten Bremischen Gartenfreunde beschlossen, dass der Entwurf zur Gartenordnung für Bremen überarbeitet werden wird. Viele gute Leute mit umfangreicher Sachkenntnis werden daran mitwirken. Ein Leserbrief erreicht mich, der einen Beitrag zur anstehenden Diskussion an der neuen Gartenordnung darstellen kann und grundsätzliche Fragen aufwirft.

„Liebe Gartenfreunde
Die rege Diskussion über unsere Gartenordnung erfüllt mich mit Hoffnung. Selbst bin ich seit einigen Jahren Vorsitzender eines KV und hatte bis jetzt die Befürchtung, dass gewisse Leute beim Landesverband machen können was sie gerne wollen und die Kleingärtnergemeinde stimmt ohnmächtig und ohne großen Widerstand zu.
Das breite Interesse und vor allem die Ablehnung des Entwurfes des LV haben mich eines Besseren belehrt. Darüber bin ich sehr froh, zeigt es doch, dass sich die Kleingärtner nicht so einfach übergehen lassen und, wenn es darauf ankommt, immer noch mit Herz und Verstand bei der Sache sind. Nun sollten wir daraus aber auch eine kleine Verpflichtung ableiten. Auf breiter Basis sollten nun möglichst viele unserer Gartenfreunde an der Neugestaltung einer modernen Landesgartenordnung mitarbeiten. Denkt darüber nach was für Euch wichtig ist, redet und diskutiert in der Familie und mit Freunden darüber und tragt euren Vorständen wichtige Dinge vor. Es könnten daraus Eingaben an die einzusetzende Arbeitsgruppe entstehen, die dann letztlich von der Delegierten-Versammlung beschlossen werden könnten. Ich bin überzeugt, auf diese Weise können und sollten wir alle an der neuen Gartenordnung mitgestalten. Letztlich muss aber klar sein, dass auch eine neue, gewissenhaft ausgearbeitete Gartenordnung immer einen Mehrheitsbeschluss darstellen wird, der nicht jedem von uns zu 100% gerecht werden kann.
Persönlich bin ich deshalb der Meinung, dass eine Landesgartenordnung sich natürlich zuallererst an bestehende gesetzliche Vorschriften halten muss. Genauso wichtig (das verlangt auch das Bundeskleingartengesetz ausdrücklich) ist dann, dass in ihr regionale Unterschiede in den einzelnen Kleingartengebieten Berücksichtigung finden. Außerdem sollten gesellschaftliche „Kernentwicklungen“ in eine neue Gartenordnung einfließen.
Die jüngere Entwicklung unserer Gesellschaft in Bremen (und um die geht es uns doch hier) war, ist und wird auch noch lange Zeit vom allgemeinen demographischem Wandel, der radikalen Veränderung in der Arbeitswelt (Jobs die vielfach eben nicht von 8 bis 16 Uhr stattfinden, sondern teilweise weit davor oder danach anliegen), der signifikanten und sehr begrüßenswerten Zunahme von Geburten in Bremen und dem Zuzug von tausenden von Flüchtlingen geprägt sein. Das sind die Eckpunkte und diese müssen – wollen wir eine zukunftsfähige Gartenordnung entwickeln – unbedingt mit einfließen.
Wir wissen doch alle, tausende von Flüchtlingen werden auf Dauer hier bei uns bleiben. Nun was tun diese lieben Leute? Als erstes suchen sie eine Wohnung. Als zweites suchen Sie einen Job und als drittes – da bin ich mir ziemlich sicher – werden sie sich einen Garten suchen, um aus ihren Mietskasernen in die Natur zu kommen und um das zu tun, was in ihren Heimatländern für die Mehrzahl von ihnen selbstverständlich war – nämlich zu gärtnern!

In diesem Zusammenhang möchte ich noch einmal auf den immer wieder eingebrachten Hinweis auf brachliegende und angeblich nicht verpachtbare Kleingärten eingehen:
Die Aussage, es gäbe zu viele Parzellen in Bremen und deswegen könnten wir beruhigt Flächen für irgendwelche anderen Nutzungen freigeben ist schlichtweg falsch und berücksichtigt das eben gesagte nicht. Es gibt nicht zu viele Parzellen. Sondern es gibt lediglich Verpachtungs-Hindernisse!! Bei uns im Verein ist die Nachfrage nach Gärten so groß, dass wir sie nicht befriedigen können. Auch bei uns gab es […] vermüllte oder brachliegende Parzellen. Dass solche natürlich keiner so ohne Weiteres freiwillig übernehmen will, ist doch völlig klar. Nun was haben wir getan um das zu ändern. Wir haben die Situation den Mitgliedern ausführlich dargestellt, diskutiert und ihnen auch vorgerechnet, wohin das auf Dauer führt – nämlich letztlich in die Insolvenz und damit der Auflösung des Vereins, weil Pachten vom Verein an die Landbesitzer gezahlt werden müssen. Der Verein aber weder Pacht noch Mitgliedsbeiträge einnimmt. Das führt zu einer Schere von Unterdeckungen in der Vereinskasse, die ständig und immer schneller am Bestehen des Vereins nagt. Danach gab es eine breite Zustimmung diese Situation zu ändern. Mit großer Mehrheit haben wir beschlossen, dass der zu leistende Gemeinschaftsdienst bis von jährlich 3 auf aktuell 6 Stunden (!) erhöht wurde. Die dadurch verfügbar gewordenen Ressourcen wurden eingesetzt, um alle diese Parzellen aufzuräumen und verpachtbar zu machen. Heute hat unser Verein alle diese Parzellen wieder verpachtet. Das bedeutet mehr Einnahmen für den Verein (und natürlich auch für den LV).
[…]

Nun hilft alle Kritik wenig – es muss nach vorn geschaut und klug darüber nachgedacht werden, wie wir es besser machen können. Nur meckern geht sowieso gar nicht – anpacken ist angesagt!
Grundsätzlich trete ich für eine weitestgehende Beibehaltung der Autonomie der Vereinsvorstände ein. Der LV hat mit seinem Entwurf versucht, dies heimlich still und leise zu ändern. Diesen „Machtstreben“ […] muss entschieden entgegen getreten werden. Der LV ist nicht die disziplinarisch vorgesetzte Dienststelle der KV und deren Vorstände. Der LV wird von uns am Leben gehalten, finanziert und gewählt. Er soll uns [gemeint sind die Kleingartenvereine, KT] und unsere Mitglieder unterstützen und beraten, unsere Interessen gegenüber der Politik und Gesellschaft wahrnehmen und sich ansonsten um die in seiner Satzung genau festgelegten und beschriebenen Aufgaben kümmern. Nicht mehr aber auch nicht weniger.

Hierzu nur eine Kernfrage: Warum betreibt der LV keine Lösungsfindung in Sachen nicht verpachteter/verpachtbarer Parzellen und warum betreibt der LV keinerlei Marketing zur Förderung von Verpachtungen?? Viele Mitbürger wissen schlicht gar nicht, wie günstig man an einen schönenGarten kommen kann.
Um eine moderne, zukunftsfähige bremische LGO [Landesgartenordnung, KT] zu entwickeln, ist, meiner bescheidenen Ansicht nach, eine zwingende Voraussetzung noch nicht erfüllt: Es gibt keine „Vision“! Eine Vision davon, wie das Kleingartenwesen der Zukunft (Kaisenhäuser u.v.a.) aussehen soll.
Der LV hat dazu keine Ideen, man hört sogar, dass Vertreter des LV einer Sitzung der Politiker zu diesem Thema trotz Einladung ferngeblieben sind. Diese Vision sollten wir gemeinsam entwickeln, dann wird das auch was mit den „…blühenden Gärten“!
Macht Euch bitte Gedanken und helft alle mit – ich bin sicher, dann wird das was!
Herzliche Grüße an alle Gartenfreunde und die die es noch werden wollen.
Euer U. Stuckenbrock“

„Gartenordnung wird überarbeitet“ – Beitrag im Weser-Kurier und Kommentare dazu

Neue Gartenordnung wird überarbeitet„, ist ein Bericht von Silke Hellwig im Weser-Kurier von der Hauptversammlung des Landesverbands der Gartenfreunde Bremen e.V., die am 14.4.2018 stattfand. Nachdem die Presse durchaus einmal von der Teilnahme ausgeschlossen wurde, durfte die Vertreterin dieses Mal dabei sein.

Der Landesvorsitzende bemängelt in Presse und TV (buten und binnen), dass es ein Mangel an ehrenamtlichen Engagement und Nachfrage gäbe und er niemals gesagt habe, dass man in bestimmten Kleingartengebieten bauen solle. Vielleicht sollte er mal einen Blick in alte Ausgaben der Kleingartenzeitung „Gartenfreund“ und des Weser-Kuriers werfen!?!

Zu dem Artikel, der heute im Kurier am Sonntag zu finden ist, gibt es online einige Kommentare. Eine wunderbare Geschichte erzählt Linde 79 dort und kommt zu folgendem, sehr treffenden Schluss: „M.E. sollte der Verband Werbung für den Erwerb eines Kleingartens“

„Meine Frau und ich haben uns im Kleingartengebiet „Hastedter Bulten“ vor 60 Jahren kennengelernt. Unsere Eltern hatten dort jeder eine Parzelle. Wir sagten: Wir gehen zum Lande. Wir haben unsere gesamte Kindheit dort an der Weser verbracht. Später auch unsere Urlaube. Weil es Reisen noch nicht gab und wir auch dafür kein Geld gehabt hätten. Zum Baden an die Weser waren ja nur ein paar Schritte. Ich habe viel gefischt und Aale, Rotaugen und Alander zusammen mit Freunden in der Landbude auf einem kleinen Herd gebraten. Natürlich selbst abgeschuppt und ausgenommen. Dazu wurden ein paar Kartoffeln im Garten ausgegraben, unter der Pumpe gewaschen, abgeschrubbt und mit der Schale gebraten. Ein Freund von mir spielte Harmonika. Wir haben viel gesungen. Schlager und Volkslieder mit deutschen Texten. Natürlich war auch mal ein Mädchen dabei. Es ging aber Immer keusch zu. Alle Mädchen waren von ihren Müttern so eingestellt, daß die Jungs immer dasselbe wollen und mach‘ das ja nicht, wenn Du ein Kind kriegst ist es mit der Schule oder Lehre vorbei. Dann gehst Du als Fabrikmädchen arbeiten und Geld verdienen. Ich kann dein Keind nicht großziehen und Platz in der Wohnung haben wir auch nicht. Uns Jungs schmerzten die Leisten aber da kamen wir nicht ran. Das Landheim war nebenan und wenn wir mal Geld hatten, dann kauften wir uns dort eine Flasche Bier. Manchmal fanden dort auch ein Sommerfest statt. Weil wir lange durchielten schliefen wir in einem Doppelstockfeldbett in der Landbude. Morgens waschen unter der Pumpe. Weil wir hunger hatten und kein Frühstück,  gingen wir durch den Garten und suchten Eßbares. Vielleicht war eine Wurzel schon dick genug zum Essen oder ein Kohlrabi, vielleicht taten es auch Radieschen. Viel war es ja nicht. Aber dann schwangen wir uns auf unsere Räder und ab ging es dann über die Wehrbrücke nach Hause in Hastedt.
Es ist jammerschade, daß es so viel Querelen in und über die Gartenvereine gibt. M.E. sollte der Verband Werbung machen für den Erwerb eines Kleingartens. Die jungen Leute wissen doch garnicht welche Freude ein Kleingarten macht. Und die Kinder lenen mal wieder einen Regenwurm kennen. Überhaupt ist ein Garten für das Aufwachsen der Kinder nicht hoch genug einzuschätzen. Also, jede Woche eine Anzeige im WK und der WK gewährt einen Preisnachlaß.“

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Werden Trampoline in Bremer Kleingärten verboten? Heute wird über die geplante Gartenordnung abgestimmt

Liebe Interessierte,

heute ist es soweit, der Tag der Abstimmung. Heute findet die Landesdelegiertenversammlung des Landesverbands der Gartenfreunde Bremen e.V. statt. Auf der Tagesordnung steht die Abstimmung über die geplante neue Gartenordnung, die die einzelnen Vereine kurzfristig erhielten. Dieser Entwurf rief bei vielen Mitgliedern und seit Mitte Februar auch in der Öffentlichkeit große Fragen auf und wird kontrovers diskutiert. Sind darin wirklich nur Notwendigkeiten zu finden? Ist es nicht vielmehr eine Verschärfung mit massiven Eingriffen des Landesvorstand in die privaten Vorstellungen von Gartenpächtern (Verbot von Trampolinen für Kinder) und in die Geschäfte der souveränen, eigenständigen, unabhängigen Kleingartenvereine? Jahrelang wurde hinter verschlossenen Türen an dem Entwurf gearbeitet und dann erhalten die Vereine den Entwurf kurzfristig vor der jährlichen Delegiertenversammlung, um ihn ohne Begründung zu den einzelnen Veränderungen zu erhalten und ohne weitere Diskussion abzusegnen. Ist das ein modernes Konzept? Geht so Demokratie? Geht man so mit den Finanziers des Landesverbands und der Geschäftsstelle um? Zur Erinnerung: Jeder Kleingartenpächter ist automatisch Mitglied im Landesverband der Gartenfreunde Bremen und zahlt jährlich entsprechende Beiträge. Und: der Landesverband der Gartenfreunde Bremen e.V. ist der Zusammenschluss der überwiegenden Anzahl der Kleingärtnervereine des Landes Bremens, der u.a. beauftragt ist die Interessen gegenüber Politik und Verwaltung zu vertreten, Bildungsaufgaben zu übernehmen und interne Organisation. Ist das die demokratische Kultur des Landesverbands der Gartenfreunde Bremen e.V.?

Viele Argumente sind in den vergangenen Wochen im Weser-Kurier in Beiträgen von Frank Hethey und Reaktionen darauf als Leserbriefe in der Papierausgaben und in im WK-online ausgetauscht worden. Sogar in Hamburg wurde auf den Konflikt aufmerksam gemacht von den SchreberRebellen e.V. In Jahreshauptversammlungen einiger Kleingartenvereine war der Entwurf Thema – unter „Verschiedenes“. Durch die Kurzfristigkeit konnte kein eigener Tagesordnungspunkt mehr eingebracht werden. Viele der öffentlich vorgetragenen Argumente sind hier auf dem Blog gesammelt.

Es ging sogar eine neue Website mit kritischen Anmerkungen zum Entwurf der geplanten Gartenordnung online: Die Kleinartenrebellen Bremen.

Liebe Delegierte! Ihr habt es heute in der Hand, wie mit euren Geldern umgegangen wird und mit eurer Eigenständigkeit in den Kleingärtnervereinen.

 

Farbenfrohes Frühsommerfest – Jetzt anmelden zum Mitmachen

Gute Neuigkeiten gibt es vom Projekt Green Urban Labs: Das Frühsommerfest am 3.6.2018 im grünen Bremer Westen nimmt kunterbunte Gestalt an, wie die engagierte Projektleiterin und Initiatorin des Festes, Lisa Hübotte,r der Journalistin Anne Gerling für den Weser-Kurier kürzlich berichtete (siehe Artikel). Künstler, Kräuterkundige, Clowns, Vereine, Feuerspucker, Imker, Stelzenläufer und alle anderen – gerne können sich weitere Akteure, die ihre Künste darbieten wollen, bei Lisa Hübotter melden!

Anmeldeschluss ist der 5. April 2018. lisa.huebotter@umwelt.bremen.de

Öffnet eure Pforte!  Jeder Freizeitgärtner, jede Freizeitgärtnerin, deren individuelle Parzelle im Projektgebiet liegt, kann die Gelegenheit des Frühsommerfests nutzen und ihre Gartenpforte an diesem Tag für Interessierte öffnen. Gartenneulinge erhalten so die Gelegenheit, die Vielfalt der Parzellenkultur zu erleben und erfahrene Parzellisten zu treffen. Auch für versierte Kleingärtnerinnen und -gärtner kann der Austausch bereichernd sein. In den grünen Oasen finden sich häufig Anregungen und sie sind einfach schön anzusehen. Ich empfehle diese Aktion sehr, auch aus dem eigenen Erleben. Bei dem von mir organisierten Sommerfest „Gärtners Glück“ im Kleingärtnerverein Juliushöhe, wo ich meinen Garten habe, waren Parzellisten und Gäste von Aktion der offenen Gartenpforte gleichermaßen begeistert.

Zum Projektgebiet gehören die Vereine Bockland e.V., Blüh auf e.V., Gute Gemeinschaft e.V.,  Min Land e.V., Mittelwischweg e.V., Morgenland e.V., türkisch-sozialer KGV e.V., Union e.V., Walle e.V. und Waller Marsch e.V.

Anmeldeschluss ist der 5. April 2018 bei Lisa Hübotter. lisa.huebotter@umwelt.bremen.de

 

 

Effektiver Widerspruch: Großer Erfolg für Hamburgs Kleingärtner

Das macht Mut! Massiver und stetiger Widerspruch gegen rigides Vorgehen des Landesbundes der Kleingärtner in Hamburg gegen die eigenen Verbandsmitglieder hat Erfolg. Hamburgs Kleingärtnervereine müssen die Mustersatzung nicht übernehmen, die weitreichende Eingriffe des Landesbundes in die einzelnen Vereinsgeschäfte ermöglicht hätte. Im Vorfeld gab zahlreiche Widersprüche. Der dortige Dachverband ging dann soweit, den Vereinen, die die Mustersatzung nicht übernehmen wollten, eine Abmahnung zuzusenden, wie die SchreberRebellen e.V. berichten. Ich frage mich, warum der Hamburger Verbund seine zahlenden Mitglieder ausschließen will, statt gemeinsam auf eine für alle Vereine tragbare, demokratische Lösung hinzuarbeiten und die Souveränität der einzelnen Vereine beizubehalten. Gedroht wurde den Kritikern, d.h. ganzen Kleingärtnervereinen, implizit sogar mit Kündigung von Pacht aller Gärten und Mitgliedschaft im Verbund. Das ist rechtlich überhaupt nicht möglich – wie sich herausstellte. Der Hamburger Landesbund musste zurückrudern.

In Bremen ist es eine angestrebte Änderung der Gartenordnung, die dem Landesverband der Gartenfreunde Bremen e.V. (LVB) weitreichende Eingriffe in die Vereine ermöglichen würde. Es gibt nicht wenige Stimmen, die sich dagegen aussprechen – auch in den Kommentaren hier auf dem Blog. Ein erster Verein hat den aktuellen Entwurf auf seiner Jahreshauptversammlung mit 100% der Stimmen der anwesenden Mitglieder abgelehnt, so berichten die Kleingartenrebellen Bremen. Ich hörte selbst von mehreren Änderungsanträgen, die dem LVB in der Sache inzwischen zugegangen sind. Der Entwurf ist also noch lange nicht verabschiedet!

Hier gibt es genauere Informationen aus Hamburg:

„Nach Abmahnung tausender Mitglieder. Landesbund muss zurückrudern.

Den Mitgliedern drohen, so einfach geht es dann doch nicht. Das ist dem Vorstand des „Landesbundes der Kleingärtner in Hamburg“ (LGH) wohl klar geworden, nachdem zahlreiche der 311 Hamburger Kleingartenvereine sehr erbost auf die „Abmahnung“ reagiert haben, die der LGH ihnen im Februar hatte zukommen lassen. In dem Schreiben fordert der Dachverband, dass alle 311 Hamburger Gartenvereine bis zum 31.05.2018 die von ihm vorgelegte Mustersatzung übernehmen – andernfalls würden sie, so klingt es in dem Schreiben, aus dem Verband geworfen und würden ihre Gärten verlieren. Dass das aber gar nicht möglich ist, zeigt nun eine Drucksache des Hamburger Senats.

Der entscheidende Satz: „Nach § 10 Absatz 3 BKleingG tritt der Verpächter (hier LGH) in die Verträge des Zwischenpächters (KGV) mit den Kleingärtnern ein, wenn ein Zwischenpachtvertrag durch eine Kündigung des Verpächters beendet wird.“

Eine Kündigung der Flächen wegen „Ungehorsam“ gegenüber dem Dachverband gibt das Bundeskleingartengesetz (auf das sich nicht zuletzt der LGH sehr gerne zu berufen pflegt), nämlich nicht her. In diesem Bundesgesetz aus dem Jahr 1983 sind die möglichen Kündigungsgründe für Kleingärten abschließend geregelt. Einfach Kündigungsgründe hinzuerfinden – das geht nicht.

Kein Kleingärtner muss also deswegen um seine Parzelle bangen.

Diese Nachricht wird vor allem jene der 43.000 Hamburger Kleingärtner beruhigen, in deren Vereinen die Mustersatzung des Verbands aus nachvollziehbaren Gründen nicht die satzungsändernde Mehrheit von drei Vierteln der Mitglieder erlangt hat – und die mit aus den Fingern gesogenen Horroszenarien in Angst und Schrecken versetzt werden.

Reale Sorgen sollte den Schrebern eher die „Nachverdichtung“ machen, die in der Einheitssatzung steht! Denn aufgrund der Nachverdichtung haben allein in 2017 schon viele Hundert Kleingärtner ihre Gärten verloren.

… „

Den vollständigen Beitrag findet ihr hier 

 

Ganz allgemein möchte ich auf den Verein der Grundstücksnutzer aufmerksam machen, der sich seit vielen Jahren in neuen und alten Bundesländern überregional für die Rechte von Kleingärtnern und anderen Grundstücksnutzern einsetzt. VDGN