Neuer Naturkindergarten auf dem Stadtwerder

Eine ganz feine Idee wird offenbar im Sommer 2017 verwirklicht: An der Fußgängerbrücke über die kleine Weser am Werdersee entdeckte ich gestern diesen kunterbunten Aushang der Wildzwerge, die noch Plätze in ihrem Naturkindergarten auf dem Stadtwerder zu vergeben haben. Auf diese spannende Initiative mache ich hier gerne aufmerksam.

 

 

Foto: Kirsten Tiedemann

Im Garten – Wochenserie bei buten un binnen [Tipp]

Die Gartensaison beginnt. Auch der letzte Nachtfrost hält die begeisterten Freizeitgärtner nicht davon ab, auf dem Balkon, im urbanen Gemeinschaftsgarten oder auf der Parzelle aktiv zu werden. Hier werden Böden für die kommende Saat aufbereitet und das letzte Laub von den Beeten gezupft und dort wird bereits die Grillsaison eröffnet. Prächtig blühende Tulpen, Magnolien und Kirschbäume geben eine prima Kulisse für das Treffen mit Freunden in einer geschützten sonnigen Ecke vor der Laube auf der Parzelle. Kleine Grüppchen von Kindern ziehen juchzend mit ein paar Erwachsenen durch die Wege – es ist eine Schnitzeljagd, die von einem Kindergeburtstag in einem Kleingarten ausgeht. Auch Bauaktivitäten, vom Ausbessern an der Lauben bis hin zum Neubau sind zu sehen. buten un binnen nimmt diesen Megatrend auf und porträtiert in der aktuellen Wochenserie „Im Garten“ verschiedene Gartenliebhaber und -liebhaberinnen in ihren variationsreichen grünen Oasen – jenseits abgegriffener Klischees und Vorurteile. Die erste Folge war vielversprechend.

Im Garten

Für die einen ist es bloß ein Hobby – für andere die Chance, sich mit eigenem Obst und Gemüse zu versorgen. Und manche chillen am liebsten in der Hängematte zwischen Bienen und Vogelgezwitscher. Der Kleingarten – eine Oase zum Entspannen. Wie haben in die Beete geschaut und uns von Experten beraten lassen.

b&b Wochenserie ab 18. April 2017

Den erste Beitrag gibt es auf der Homepage von Radio Bremen als Videoclip zum nachschauen, dafür hier klicken.

 

Antworten von Staatsrat Meyer zu planierten Parzellen im Montbretienweg/Walle

Ronny Meyer, der als Staatsrat beim Senator für Umwelt, Bau und Verkehr unter anderem für die Kleingartengebiete Bremens zuständig ist, hat meine Fragen nach den verwüsteten Parzellen im Montretienweg freundlicherweise in einem Kommentar zum Beitrag beantwortet. Hier gebe ich seine umfänglichen und informativen Antworten vom 30. März d.J. im Originaltext gerne weiter, da der Zustand der Parzellen im Montbretienweg viele Leserinnen und Lesern interessiert.

Hallo Frau Tiedmann,
sie machen sich Sorgen um das Grün in der Stadt und speziell um das Kleingartengebiet im Montbretienweg. Ihnen ist dort etwas aufgefallen, das bei Ihnen Fragen aufwirft.

Lassen sich mich kurz erklären, was dort passiert und geplant ist: Im Montbretienweg im Kleingartengebiet westlich des Waller Fleetes ist mit der Durchführung der letzten Kompensationsmaßnahme für den Ausbau des Zubringers Überseestadt (B 6) begonnen worden. Auf 8 brachliegenden Flurstücken südlich des Montbretienweges werden Obstwiesen angelegt werden. Mit der Ausführungsplanung, Ausschreibung, Vergabe und Bauüberwachung der Arbeiten hat das ASV den UBB beauftragt.

Das ASV hat vom Kampfmittelräumdienst der Polizei die Auflage erhalten, dass die 8 Grundstücke zunächst nach Kampfmitteln abzusuchen seien. Hierfür mussten die zum Großteil völlig zugewachsenen und stellenweise vermüllten Kleingärten zunächst abgeräumt werden. Das Fällen der Gehölze geschah bis zum 28. Februar 2017, also während des nach § 39 Abs. 5 Nr.2 BNatSchG zulässigen Zeitraums. Anschließend wurde das Material – bis auf Reste auf einem Flurstück – geschreddert und abgefahren.

Die Firma zur Kampfmittelbergung hat begonnen, nach Kampfmitteln zu suchen. Die Suche musste aufgrund der Nässe abgebrochen werden, nachdem ein Bagger im Boden versackt ist. Die Firma schiebt auf den Parzellen jeweils den Oberboden mit dem ganzen, darin noch befindlichen kleinen Müll zur Seite. So hat sich auf dem Grundstück, auf dem zuletzt gearbeitet wurde, ein kleines „Wasserbassin“ gebildet. Sobald der Untergrund und die Witterung es zulassen, wird die Kampfmittelsuche fortgesetzt. Anschließend werden die abgesuchten Grundstücke angesät, die Obstbäume werden im Herbst gepflanzt.

Der Weg wird von der Firma immer wieder glatt gezogen, damit die Kleingärtner zu ihren Parzellen gelangen können. Gestern war die Bauleitung UBB vor Ort. Mir wurde mitgeteilt, dass der Weg in Ordnung sei und ist – bis auf einen kleinen matschigen Abschnitt – ohne weiteres nutzbar.

Ich hoffe, das beantwortet Ihre Fragen.

Mit freundlichen Grüßen,
Ronny Meyer
– Staatsrat –

 

Meine Fragen findet ihr hier: Offiziell verwüstete Parzellen – Montbretienweg/Walle.

Einbrecher auf Parzelle gefaßt

Am Montag meldete der Weser-Kurier, dass ein Einbrecher von der Polizei nachts noch während der Tat in einer Laube auf einer Parzelle in der Vahr festgenommen werden konnte. Ein aufmerksamer Zeitgenosse hatte Fensterglas klirren gehört, einen Einbruch vermutet und daraufhin die Polizei informiert.

Weser-Kurier am 27. März 2017

Offiziell verwüstete Parzellen – Montbretienweg/Walle

Zufällig geriet ich heute in der Waller Feldmark in den Montbretienweg links vom Fleet. Ich habe eine Abkürzung gesucht und bin ahnungslos in den Weg gefahren, der von Baufahrzeugen vollkommen aufgewühlt worden ist. Das ist aber noch nicht alles. Was ich dort sah, muss ich mit euch teilen.

Viele Meter lang steht der Weg unter Wasser. Können die Parzellisten den Weg mit einem Fahrrad oder Auto befahren, um zu ihrem Garten zu gelangen?

Links vom Weg bieten sich scheußliche Anblicke: Vier Parzellen sind planiert, aber wie. Breite Reifenspuren tief in das Erdreich gegraben stehen voller Wasser. Hier waren Baufahrzeuge am Werk.

Ein kleines Obstbäumchen steht verwaist im tief gefurchten Matsch.

Die Anzahl der Baumstümpfe, die kürzlich noch Stämme  waren, die stattliche Kronen trugen, müssen noch gezählt werden. Das hier ist nicht der Weserdeich mit den Platanen in der Neustadt und nicht der Bahndamm mit den schlanken Birken in Findorff, hier kommt kaum jemand vorbei. Es wird nicht so rasch bemerkt, wenn Bäume gefällt werden und erregt kaum Gemüter. Die grüne Lunge von Walle.

 

Eine Parzelle wurde planiert, ohne die Steinlaube abzureißen.

Die Flächen sehen so aus:

 

Was ist im Montbretienweg los?

Im Moment habe ich viele Fragen:

A. Gehört diese Räumungsaktion zum Kleingartenplan 2025? Dazu gibt es seit einem Jahr Verhandlungen, die von Öffentlichtkeit weitgehend unbemerkt laufen. Auch der Landesverband der Gartenfreunde Bremen bezieht seine Gremien nicht in die Verhandlungen ein, wie dem folgenden Bericht zu entnehmen ist. Mit dem Bericht der Verwaltung für die Sitzung der Deputation für Umwelt, Bau, Verkehr, Stadtentwicklung, Energie und Landwirtschaft (S) am 19. Mai 2016 zum Kleingartenplan 2025 wird man sich in vielerlei Hinsicht ausführlich beschäftigen müssen! Er ist unter dem oben unterlegtem Link zu finden oder als .pdf-Datei aufzurufen: BdV_S_Kleingartenplan_Endf

B. Gehört diese Aktion zur Schaffung eines Naherholungspark Bremer Westen? Da empfiehlt es sich doch, alte Bäume und vorhandene Obstbäume stehen zu lassen! In dem Naherholungspark soll übrigens u.a. ein breiter Streifen mit einer Fläche von insgesamt von 420 Hektar rechts und links der Autobahn kleingartenfrei werden, wie in den Unterlagen beschrieben wird. Dort gibt es gut funktionierende Kleingartenvereine. Der Plan für das Naherholungsgebiets wird hier offiziell dargestellt. Dazu gehört der Montbretienweg soweit ersichtlich nicht.

C. Warum dürfen dort stehende Bäume gefällt werden und das während der Brutzeit der Vögel?

 

Der Montbretienweg findet sich auf google maps als namenlose Sackgasse vor dem Tulpenweg. Google earth zeigt dort einen üppigen Baumbestand.

Bitte teilen!

Fotos: Kirsten Tiedemann

 

Yeah! Frühlingsanfang [update]

Das Wetter spielt auch bald mit: Und dann blühen überall bunte Tulpen, Narzissen und die prächtigen japanischen Kirschbäume ganz zauberhaft in Parks und Gärten. Ich kann es kaum erwarten. Und im Schnoor kündigen jetzt schon leuchtende Primeln den Frühling an.

Und in der Neustadt zeigen sich heute in Vorgärten und an Hauswänden diese farbigen Frühlingsboten.


Fotos: Kirsten Tiedemann

Wilder Bärlauch zeigt sich in Bremen

Hm, jetzt ist eine Köstlichkeit in greifbarer Nähe und bald schon auf dem Teller. Der windgeschützte Hang (!) auf dem Foto liegt mitten in Bremen. Dort zeigen sich bereits die ersten zarten Blätter des Bärlauchs. In meinem Garten sind sie dagegen noch Winzlinge. Und auch im Naturschutzgebiet Teutoburger Wald wird es sicherlich noch ein paar Tage dauern bis der Waldboden mit dem wohlschmeckenden Lauch bedeckt sein wird. Ich empfehle euch einen schönen Ausflug aufs Land mit langem Spaziergang durch den Frühlingswald. Dort duftet es dann ganz besonders. Die Vorfreude auf das Bärlauchpesto und einige Blättchen aus dem Garten als Würze im Salat läßt mir das Wasser im Munde zusammenlaufen. Sehr schmackhaft ist übrigens ein Pfannkuchen mit Schafskäse und 3-4 Blättchen Bärlauch. Hmm.

Und wie verwendet ihr das vitaminreiche „Kraut“?  Schreibt mir euer Rezept gerne als Kommentar.

Fotos: Kirsten Tiedemann