Was wird aus der Fleetkirche? Ein Beitrag im Weser-Kurier

„Was wird aus der Fleetkirche?“ titelt ein unbedingt lesenswerter Artikel von Anne Gerling im Stadtteil-Kurier (West) des Weser-Kuriers am 18. Juli 2016. Darin gibt Gerling einen informativen Überblick zu Entstehung und Geschichte dieses besonderen Bauwerks in der Waller Feldmark, dessen Ursprung im massenhaften Wohnen auf der Parzelle in Kaisenhäusern* in der Nachkriegszeit zu finden ist. Die Bedeutung, die die Kirche in früheren Zeiten für die Kaisenhausbewohner hatte, schildert der Architekt Uwe Siemann eindrücklich. Erfreulich ist die Nachricht aus der Bremischen Evangelischen Kirche (BEK) zur Zukunft des einmaligen Gebäudes. Von Frau Sabine Hatscher, Sprecherin der BEK, ist zu erfahren, dass die BEK die Fleetkirche zwar nicht weiter selbst unterhalten werde, aber offen für Ideen einer Weiternutzung sei. Hatscher erklärt außerdem, dass auch die Abgabe des Gebäudes für einen symbolischen Preis möglich sei. Ich meine, mit einer „Stiftung Fleetkirche“ kann das Gebäude langfristig als kultureller Treffpunkt mit Sommercafé und angeschlossenem ganzjährigem „Draußen-Kindergarten“ erhalten werden und das Naherholungsgebiet Waller Feldmark bereichern.

* Die im Artikel genannte Zahl von bis zu 4.000 Parzellenbewohnern in den 1960er Jahren in der Waller Feldmark kann Seit der Vorlage meines Buches „MEHR ALS EIN DACH ÜBER DEM KOPF – BREMENS KAISENHÄUSER“ mindestens auf das vierfache nach oben korrigiert werden.

Weser-Kurier, Stadtteil Kurier West 18.7.2016

Weser-Kurier, Stadtteil-Kurier (West) 18.7.2016

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Köstliche Erdbeeren vom Balkon

In diesem Jahr überraschten mich die Erdbeerpflanzen, die im Blumenkasten auf der Fensterbank zur Südseite gedeihen, mit einer zweiten Blüte. Nun kann ich köstlich süße Früchte naschen. Warum die Kleingärtnerin auf dem Balkon Erdbeeren zieht, mag sich der eine oder die andere fragen. In der Tat gibt es viele gute Gründe, dieser fruchtigen Süßigkeit ein schönes Beet im Garten einzuräumen, aber auch der Balkon bietet einen gewissen Vorzug, den ich euch nicht vorenthalten will. Auf der Sonnenseite meines Balkons können die roten Früchte überhaupt zur vollen Reife kommen, denn anders als im Garten gibt es hier keine Nacktschnecken und keine Wühlmäuse, zu deren Lieblinsspeise blassrosa Erdbeeren zu gehören scheinen. Auf dem Balkon kann ich ohne das lästige tägliche Absammeln der glitschigen Weichtiere und der Frage nach dem „Wohin mit ihnen?“ oder die Verwendung von kostspieligem Schneckenkorn auskommen. Auf einem kleinen Balkon kann man die Pflanzen in ein vertikales Beet  einsetzen, wie ich es hier einmal in DieGlucke beschrieben habe.

So, jetzt mache ich eine kleine Pause vom Schreibtisch und gehe auf den Balkon, um eine dieser roten Köstlichkeiten zu naschen.

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Foto: Kirsten Tiedemann

 

Verwunschenes Waldhaus

Märchenwaldhaus Bei einem Waldspaziergang am Rand von Darmstadt steht man unvermittel vor diesem knuffigen Waldhaus, das ein Kunstwerk von vielen auf dem Waldkunstpfad ist. Es gehört zur Session mit dem Motto „Freiheit und Wildnis“ und ist eines der temporären Objekte aus vergänglichen Materialien, die zum Teil äußerst kurzlebig sind, zum Teil durchaus Jahre erhalten bleiben. Die Ergebnisse sind sehr spannend, das Konzept interessant und wäre auch für Bremen wünschenswert. Mich erinnert dieses Installation an ein Wirklichkeit gewordenes, verwunschenes Häuschen aus einem Märchen; es gäbe eine prima Kulisse für einen Film, könnte aber genauso gut als Modell für ein Gartenhaus auf einer Parzelle dienen.

Foto: Kirsten Tiedemann