Bremen räumt auf im grünen Bremer Westen: Lasst uns gemeinsam mit anfassen!

Lasst uns gemeinsam aktiv werden und den grünen Bremer Westen, das Projekt Green Urban Labs um die Projektleiterin Lisa Hübotter und die ansässigen Vereine bei Bremen räumt auf unterstützen! Am Samstag, 14. April 2018, von 9.00 bis 13.00 Uhr tragen wir dazu bei, dass einige Wege und Plätze in dem besonderen Parzellengebiet frühlingsfit werden. Der grüne Bremer Westen kann Unterstützung sehr gut gebrauchen. In dem abwechslungsreichen Parzellengebiet, das von der Waller und Gröpelinger Bevölkerung seit über 100 Jahren intensiv genutzt wird, gibt es eine vielfältige Parzellenkultur und auch einige verwaiste Gartenflächen, die leider als Müllablageflächen mißverstanden werden.

Sei dabei und melde dich bis zum 12.4. bei mir! kirsten.tiedemann@gmx.de

Unsere Anmeldung als eine Gruppe bei „Bremen räumt auf“ übernehme ich und besorge in dem Rahmen dann Handschuhe und Müllbeutel beim Recyclinghof. Das hat den Vorteil, dass nicht jede_r einzeln zum Recyclinghof fahren muss.

Wahlweise meldet ihr euch direkt selbst an.

Unser Treffpunkt ist am Samstag, 14.4., um 9:00 Uhr vor dem Landheim Walle in der Fleetstraße 61/63.

kirsten.tiedemann@gmx.de

***

 

***

Es ist eine tolle Gegend, wenn man von den Ecken mit Unrat und Müll absieht: Da wachsen knorrige Obstbäume in alten Gartenanlagen mit selbstgeschmiedeten Pforten. Dort entstehen neu angelegte Schrebergärten. Und dazwischen strecken Brombeeren ihre Tentakel in alle Richtungen und bilden eine dichte Hecke, hinter der ein Dornröschengarten aus dem Schlummer geweckt werden will. Ein hölzernes Kirchlein schmiegt sich in die Landschaft. Die Fleetkirche ist ein Überbleibsel aus der Nachkriegszeit und heute in Privatbesitz. Sie verweist auf die Wohnungsnot der Nachrkiegszeit, damals als viele Menschen kleine Wohnhäuser in einigen Gärten errichtet haben. Auch davon finden sich noch Gebäude, sogenannte Kaisenhäuser. WUPP, das Waller Umweltpädagogik Projekt, der Internationale Garten Walle, Imker und die Beschäftigungsinitiative Garten JEden – vielerlei Leben ist hier im grünen Bremer Westen. Wir wollen nahe des Wasserlaufs namens Waller Fleet aufräumen. Bei der Aktion lernen wir einen Ausschnitt der abwechslungsreichen Gegend kennen und arbeiten mit netten Menschen zusammen.

***

Infos zum Prinzip von Bremen räumt auf“:

„Einmal im Jahr wird gemeinschaftlich unsere Stadt aufgeräumt! Egal, ob allein, zu zweit oder mit dem ganzen Verein – alle Bremerinnen und Bremer sind vom Senator für Umwelt, Bau und Verkehr eingeladen, den großen Frühjahrsputz tatkräftig zu unterstützen.

Als Dankeschön für das Engagement werden nach Aktionsende viele attraktive Sachpreise unter allen registrierten TeilnehmerInnen verlost. Die Gewinner werden per Post benachrichtigt.

Übrigens: Alle fleißigen Sammler können die öffentlichen Verkehrsmittel der BSAG zum Aktionstag kostenlos nutzen. Die Fahrkarte erhalten Sie zusammen mit dem Sammelequipment. Gültig ist sie je für eine Person an den folgenden Tagen:

  • Samstag, 14. April 2018 – Tag der Erwachsenen
  • Samstag, 26. Mai 2018 – „Bremen räumt auf.“ sagt Danke
Wann und wo wird aufgeräumt?

Am Samstag, den 14.04.2018, zwischen 9 bis 13 Uhr.
Das Sammelgebiet kann jeder selbst bestimmen. Ob Grünanlage, Sportplatz oder Hauptverkehrsader – Hauptsache, wir putzen Bremen heraus! Bitte bringen Sie die vollen Müllsäcke anschließend zu unseren Müllabgabeplätzen, damit die Müllabfuhr den Abfall ordnungsgemäß entsorgen kann.

Für die Teilnahme ist eine Anmeldung vor Aktionsbeginn erforderlich.

Das benötigte Equipment kann an 16 Recycling-Stationen abgeholt werden. Schulen und Kitas werden auf Wunsch mit dem Aufräummaterial kostenlos beliefert.

http://www.bremen-raeumt-auf.de“

Es war viel los: Ideensammlung in der KlimaWerkStadt zur Belebung freier Parzellen

Kleingärtnern ist politisch!?! Zu unserer sehr gut besuchten „Ideensammlung zur Belebung von Parzellen im grünen Bremer Westen“ kamen 40 Menschen aus der Neustadt, aus Walle und aus Gröpelingen in die KlimaWerkStadt, wo sie von Eva Kirschenmann herzlich begrüßt und durch den Abend geführt wurden. Der eingangs gezeigte Film „Schrebergarten – Die neue Lust am urbanen Grün“ (BR) machte deutlich, dass das urbanen Gärtnern auch im Schrebergarten politisch ist. Offene Grünflächen sind für das Stadtklima, gesellschaftlich und individuell relevant und wecken stadtplanerische Begehrlichkeiten. Der grüne Bremer Westen ist ein abwechslungsreiches, etwas anderes Kleingartengebiet mit besonderem Charme und Schwierigkeiten, das außerhalb von Walle wenig bekannt ist. Mit einer Fülle von Fotos dortiger Parzellekultur machte ich einige Facetten sichtbar. Der fundierte Input unseres Gastes, Projektleiterin Lisa Hübotter (Senator für Umwelt, Bau und Verkehr), über das Modellprojekt Green Urban Labs für den grünen Bremer Westen, zu den Situationen vor Ort und über die konkreten Pläne für das Naherholungsgebiet Bremer Westen interessierten das Publikum sehr.

40 Menschen mit und ohne Gartenerfahrung diskutierten ebenso wie engagierte Mitglieder aus drei Kleingartenvereinen im grünen Bremer Westen und vom Internationalen Garten Walle. Die praktizierenden Akteure konnten das Gespräch mit konstruktiven Informationen, Fragen und Hinweisen aus ihrem Erfahrungsschatz flankieren. Projektleiterin Lisa Hübotter hat mit ihrem profundem Wissen bereits einiges auf den Weg gebracht, neben anderem ein Frühsommerfest im gesamten Gebiet mit Angeboten an verschiedenen Orten im Gebiet. Hierfür hat sie viele engagierte Menschen aus Vereinen, Projekten, Institutionen und einzelne Akteure gewinnen können. Den Termin, Sonntag  3.6., sollte man sich durchaus vormerken. Wer eine eigene Aktion zum Sommerfest einbringen möchte, hat die Möglichkeit sich bis zum 5. April bei Lisa Hübotter zu melden. (Näheres zum Frühsommerfest hier lesen.)

Unsere Ideensammlung war erfrischend vielfältig: Ein Begegnungszentrum – Seminarhaus mit Garten zu Sammlung und Erhalt alten Gartenwissens und Kursen wie Obstbaumschnitt usw., könnte in einem Kaisenhaus mit Garten angesiedelt werden / der Bedarf an sehr kleine Gärten für Menschen, die nicht soviel Zeit haben, wird angemeldet / Gemeinschaftsgärten, z.B. in denen Gartenneulinge einzelne Beete begärtnern können, um sich auszuprobieren und in Kontakt mit anderen zu kommen, sind gefragt – vergleichbar mit dem Prinzip des Internationalen Gartens Walle / das Verwunschene des Gebiets solle erhalten bleiben / mehr Orientierung in den Wegen sei nötig (Beschilderung) / keine Eventisierung des Gebiets / nicht zuviel Struktur / das Vertrauen, dass keine Wohnbebauung kommt, ist für einige wichtige Voraussetzung, um in einen Garten zu investieren und ihn wieder urbar zu machen / waldähnlichen Abschnitte in dem großen Kleingartengebiet seien wünschenswert (Wir erfuhren, dass eine Fläche von 4 Hektar bereits mit Bäumen bepflanzt wurde) / ein Waldgarten – Permakultur interessant. Einige Bedürfnisse und Wünsche für das Gebiet der Generation um 40 Jahre wurden deutlich.

Das allgemeine Gespräch riss viele Themen des Kleingärtnerns an und war konzentriert und konstruktiv. (Z.B. erfuhren wir, dass eine sehr gute Broschüre des Deichverbands Bremen über die konkret erforderliche Gabenpflege informiert.)

25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung haben Interesse an weiteren Gesprächen zur Entwicklung des grünen Bremer Westens und 18 wollen an einer Erkundungstour mit dem Rad durchs Gebiet, um die Gegend und freie Parzellen kennenzulernen.

Für April plant die KlimaWerkStadt gemeinsam mit Kirsten Tiedemann, die sich vor Ort gut auskennt, eine geführte Radtour durch den grünen Bremer Westen. Anmeldung erbeten. Hier auf dem Blog wird es eine Ankündigung geben.

Klar vermittelte Lisa Hübotter, dass belebte Parzellen und der engagierte, aktive Einsatz der Gärtner für ihre Kleingärten der beste Schutz gegen eine Wohnbebauung ist.

Wir bleiben am Ball!

Podium mit Kirsten Tiedemann und Lisa Hübotter (SUBV /rechts im Bild)

Foto: Eva Kirschenmann/KlimaWerkStadt

„Beteiligte Akteure sprühen vor Einfällen – Green Urban Labs plant großes Frühsommerfest im grünen Bremer Westen“ [Beitrag Nr. 400]

Es ist ein großes Vergnügen für mich, dass von Beitrag Nr. 400 dieses Blogs ein positives Signal für den grünen Bremer Westen ausgeht!

30 Akteure der verschiedensten Initiativen, Vereine, Institutionen und Projekten sprühten vor Ideen für das Gebietssommerfest, mit dem die Projektverantwortliche das Kleingarten- und Naherholungsgebiet von Walle und Gröpelingen am 3. Juni bremenweit bekannter machen wird. Es war eine kraftvolle, positive Stimmung im Tagungsraum – wir rückten zusammen, denn es waren mehr Akteure gekommen als geladen worden waren. In der vorgesehenen Zeit haben wir unter souveräner Leitung fast 40 abwechslungsreiche & realisierbare Vorschläge zusammengetragen.

Die Umweltplanerin Lisa Hübotter leitet das Projekt Green Urban Labs des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumplanung, dass zum Ziel hat städtisches Grün in 12 unterschiedlichen Städten zu erhalten. Bremens Konzept für das Naherholungsgebiet Bremer Westen ist dafür neben Hamburg, Berlin, Leipzig und weiteren als Modellprojekt ausgewählt worden. Näheres lest Ihr in dem prima Artikel von Anne Gerling. Die passenden Fotos machte der versierte Fotograf Roland Scheitz.

Bis zum 5. April können sich weitere interessierte Aktivisten für das große Frühsommerfest im grünen Bremer Westwird bei der Projektleiterin, Lisa Hübotter, melden. lisa.hübotter@umwelt.bremen.de

Die Details hat der Weser-Kurier hier:  

Anne Gerling/ Fotos: Roland Scheitz – Weser-Kurier, Stadtteil-Kurier West 29.1.2018

Von Anne Gerling/ Fotos: Roland Scheitz – Weser-Kurier, Stadtteil-Kurier West 29.1.2018  

 

Es ist was los! Ideensammlung zur Belebung von Parzellen im grünen Westen [Veranstaltung]

Am kommenden Dienstag, 30.1. um 19:00 Uhr, starten wir in unabhängiger Kooperation die erste gemeinsame Veranstaltung in der KlimaWerkStadt: Eva Kirschenmann, KlimaWerkStadt und Kirsten Tiedemann, freie Historikerin suchen eure Ideen und eure Tatkraft für freie Parzellen in Bremens grünem Westen! Unser Gast ist Lisa Hübotter, Projektleiterin Green Urban Labs. Sie wird uns das grüne Projekt näher bringen, das ein vom Bund ausgewähltes Modellvorhaben ist und daher Förderung vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung  BBSR erhält.

Die Veranstaltung findet ihr auf Facebook hier.

Flyergestaltung: Eva Kirschenmann