Wunderbare Mohnblüte im Wonnemonat

Mein Garten überrascht mich wieder! Im Wonnemonat sind es diese wunderbar strahlenden Blüten des Mohns mit ihren hauchdünnen und sehr großen Blättern, die sich von dem frischen Grün anderer Stauden leuchtend abheben. Aus den Knospen in der Größe eines Tischtennisballs werden üppige Blüten, die mit zwei Händen kaum zu umfassen sind. Eine sorgfältige Faltung, von der später nichts mehr zu entdecken ist („knitterfrei“), ist dafür nötig. Es ist ein schönes Beispiel dafür, wie klug die Natur viele Dinge eingerichtet hat. Die Blütezeit ist nur von kurzer Dauer und will genossen werden. Das gelingt bei den sommerlich daherkommenden Tagen leicht. Sonnige Grüße sende ich aus dem Garten!

 

Fotos: Kirsten Tiedemann

 

FINDORFF GLEICH NEBENAN. Im Parzellengebiet

Das neue Magazin FINDORFF liegt mit der aktuellen Sommerausgabe und dem Titelthema „Im Parzellengebiet“ an vielen Hotspots im Stadtteil aus. Viele Findorffer habe ihr Exemplar bereits im Briefkasten gefunden.

Die Kleingartengebiete Bremens sind untrennbar mit Kaisenhäusern verbunden, den kleinen Wohnhäusern auf Parzellen, die ihren Ursprung in der Wohnungsnot der Nachkriegszeit haben und von denen heute noch einige stehen. Mit Frage zur aktuellen Situation und der Zukunft dieser Häuser sind Ulf Jacob und Mathias Rätsch von Magazin FINDORFF auf mich zugekommen. Wie einige vielleicht wissen, habe ich zu dem Thema geforscht und die Ergebnisse mit Bildern, Dokumenten und Plänen im Buch „Mehr als ein Dach über dem Kopf – Bremens Kaisenhäuser“ festgehalten. Was soll ich sagen? Das Interview lest ihr in der aktuellen Ausgabe, und dann bin ich gemeinsam mit der engagierten Rike Fischer (Grafikerin, Wildblumenexpertin, Urban Gardening, Bremen im Wandel) auf dem Titel des Magazins gelandet. Die gelungenen Fotos sind auf einer Parzelle mit echtem Kaisenhaus (Danke Ute!) in Findorff von der versierten Fotografin Kerstin Rolfes gemacht worden.

Mathias Rätsch und Ulf Jacob haben wieder eine informative, lesenswerte und ansprechend gestaltete Ausgabe von FINDORFF GLEICH NEBENAN vorgelegt.

Buten-Findorffer können alle Ausgaben übrigens online lesen, dazu hier klicken.

Einbrecher auf Parzelle gefaßt

Am Montag meldete der Weser-Kurier, dass ein Einbrecher von der Polizei nachts noch während der Tat in einer Laube auf einer Parzelle in der Vahr festgenommen werden konnte. Ein aufmerksamer Zeitgenosse hatte Fensterglas klirren gehört, einen Einbruch vermutet und daraufhin die Polizei informiert.

Weser-Kurier am 27. März 2017

Offiziell verwüstete Parzellen – Montbretienweg/Walle

Zufällig geriet ich heute in der Waller Feldmark in den Montbretienweg links vom Fleet. Ich habe eine Abkürzung gesucht und bin ahnungslos in den Weg gefahren, der von Baufahrzeugen vollkommen aufgewühlt worden ist. Das ist aber noch nicht alles. Was ich dort sah, muss ich mit euch teilen.

Viele Meter lang steht der Weg unter Wasser. Können die Parzellisten den Weg mit einem Fahrrad oder Auto befahren, um zu ihrem Garten zu gelangen?

Links vom Weg bieten sich scheußliche Anblicke: Vier Parzellen sind planiert, aber wie. Breite Reifenspuren tief in das Erdreich gegraben stehen voller Wasser. Hier waren Baufahrzeuge am Werk.

Ein kleines Obstbäumchen steht verwaist im tief gefurchten Matsch.

Die Anzahl der Baumstümpfe, die kürzlich noch Stämme  waren, die stattliche Kronen trugen, müssen noch gezählt werden. Das hier ist nicht der Weserdeich mit den Platanen in der Neustadt und nicht der Bahndamm mit den schlanken Birken in Findorff, hier kommt kaum jemand vorbei. Es wird nicht so rasch bemerkt, wenn Bäume gefällt werden und erregt kaum Gemüter. Die grüne Lunge von Walle.

 

Eine Parzelle wurde planiert, ohne die Steinlaube abzureißen.

Die Flächen sehen so aus:

 

Was ist im Montbretienweg los?

Im Moment habe ich viele Fragen:

A. Gehört diese Räumungsaktion zum Kleingartenplan 2025? Dazu gibt es seit einem Jahr Verhandlungen, die von Öffentlichtkeit weitgehend unbemerkt laufen. Auch der Landesverband der Gartenfreunde Bremen bezieht seine Gremien nicht in die Verhandlungen ein, wie dem folgenden Bericht zu entnehmen ist. Mit dem Bericht der Verwaltung für die Sitzung der Deputation für Umwelt, Bau, Verkehr, Stadtentwicklung, Energie und Landwirtschaft (S) am 19. Mai 2016 zum Kleingartenplan 2025 wird man sich in vielerlei Hinsicht ausführlich beschäftigen müssen! Er ist unter dem oben unterlegtem Link zu finden oder als .pdf-Datei aufzurufen: BdV_S_Kleingartenplan_Endf

B. Gehört diese Aktion zur Schaffung eines Naherholungspark Bremer Westen? Da empfiehlt es sich doch, alte Bäume und vorhandene Obstbäume stehen zu lassen! In dem Naherholungspark soll übrigens u.a. ein breiter Streifen mit einer Fläche von insgesamt von 420 Hektar rechts und links der Autobahn kleingartenfrei werden, wie in den Unterlagen beschrieben wird. Dort gibt es gut funktionierende Kleingartenvereine. Der Plan für das Naherholungsgebiets wird hier offiziell dargestellt. Dazu gehört der Montbretienweg soweit ersichtlich nicht.

C. Warum dürfen dort stehende Bäume gefällt werden und das während der Brutzeit der Vögel?

 

Der Montbretienweg findet sich auf google maps als namenlose Sackgasse vor dem Tulpenweg. Google earth zeigt dort einen üppigen Baumbestand.

Bitte teilen!

Fotos: Kirsten Tiedemann

 

Ein Frühlingsfest für Bienen

Hach, die erste Frühlingssonne mit ihren wärmen Strahlen ist mir willkommen! Nicht nur mir geht es so. Bienen und Hummeln treten ihre ersten Flüge im Jahr an und suchen nach nahrhaftem Futter. Mit Blütenpollen füllen sich die summenden Tierchen ihre Beutelchen an den zarten Hinterbeinchen. Bald schon sind sie so schwer beladen, dass sie kaum noch abheben können. Krokusse, Winterlinge und Schneeglöckchen bieten uns Menschen eine Augenweide. Und: Wir verhelfen den wichtigen Insekten mit diesen Blüten auch noch zu einem guten Start ins Jahr. Die schöne Krokuswiese auf dem Foto ist für Bienen ein Frühlingsfest vom Feinsten. Zur Nachahmung empfohlen!

Welche Frühblüher habt ihr als Nahrung für die Biene in eurem Garten oder auf dem Balkon?

 

Fotos: Kirsten Tiedemann

Kurios: Pfau in Kleingarten gefunden

Graziös schreitet der große Vogel auf der Parzelle von Bodo über den Rasen. Er hat seinen Garten für heute längst verlassen. Garnicht so scheu posiert das Tier mit dem feinen Krönchen auf dem Kopf vor meiner Kamera. Zu Fasan, Kaninchen, Schnecken und Fuchs gesellt sich nun eine Pfauendame. Die Tierwelt in unserem Kleingartengebiet ist zumindest vorübergehend um eine Art reicher. Aber woher kommt dieses imposante Tier, das hier einen kurzen Gastauftritt hat? Bodo hat es sicherlich nicht angeschafft. buten und binnen meldete im vergangenen Jahr doch eine ähnliche Situation. War da nicht was gewesen? Aus dem Tiergehe im Bürgerpark entfleucht immer mal wieder eines dieser Vögel, höre ich. Es scheint mir etwas weit entfernt von meinem jetzigen Standort auf dem Stadtwerder. Vielleicht stammt diese stattliche Pfauenhenne aus privater Haltung? Kennt ihr jemanden, der einen Pfau vermißt? Bitte meldet euch bei mir.

Fotos: Kirsten Tiedemann

Frühlingsblüher wirkungsvoll vor Kaninchen schützen

Hach, es liegt Frühling in der Luft. Schneeglöckchen, Krokusse und Tulpen zeigen das erste Grün. Bald schon kann es herrlich bunt blühen. Wenn, ja wenn da nicht die flauschigen Kaninchen wären. Wie wir lieben sie das zarte und frische Grün. Auch Blütenblätter gehören zu ihrer Leibspeise. Besonders die gelben Krokusse und manch eine Tulpe haben es ihnen angetan – oder heißt es Kroküsse? Was tun? Auf dem Stadtwerder wird neuerdings die abgebildete Methode genutzt, um das erste grün vor dem Hunger von Kaninchen zu schützen.

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Es ist sicherlich recht praktisch und wirkungsvoll, die Plastikkistchen, die auf jedem Wochenmarkt kostenfrei erhältlich sind, über die erwarteten Blumen zu stülpen. Leider kann dieser effektive Weg nicht der Weisheit letzter Schluss sein, denn so werden ja auch die hübschen Frühlingsblüten unserem Anblick entzogen.

Habt ihr einen Tipp zum Schutz der ersehnten Blumen vor Wildverbiss? Teilt eure Tipps in einem Kommentar mit mir und anderen! Ich freue mich auf eure Nachricht.

Fotos: Kirsten Tiedemann