Frühsommerfest im Grünen Bremer Westen am 23. Juni

Am Sonntag geht es um 11.00 Uhr los – das zweite Frühsommerfest im Grünen Bremer Westen empfehle ich sehr gerne: Viele wunderbare Gärten können besichtigt werden, engagierte Projekte stellen sich vor, Kaisenhausmuseum und Fleetkirche öffnen ihre Türen … begleitete Radtouren bieten Interessierte bekannte und neue Eindrücke aus dem vielfältigen urbanen Naherholungsgebiet rechts und links vom Waller Fleet und diesseits und jenseits der Autobahn. Es gibt einen schönen Programmflyer mit Karte des Gebiets von Lisa Hübotter, Projektleitung Green Urban Labs des Senators für Umwelt, Bau und Verkehr, den ihr hier als pdf-Datei herunterladen könnt:

1. Frühsommerfest 2019 – Angebote   //     2. Frühsommerfest 2019 – Karte

Packt das Picknickkörbchen ein und lasst euch beeindrucken. See you!

GRÜNER BREMER WESTEN – KIRSTEN TIEDEMANN
Radtour durch den Grünen Bremer Westen, 13:00 – 14.30 Uhr
Treffpunkt: Waller Damm – Ecke Fahrwiesenweg (Walle)

Die etwa 7 km lange Tour führt uns auf verwunschenen Wegen durch den abwechslungsreichen Grünen Bremer Westen.
Wir starten in der Waller Feldmark (Kaisenhäuser), fahren am Waller Feldmarksee vorbei und erkunden das kunterbunte Leben im Kleingartenpark „In den Wischen“. Seerosen auf dem Maschinenfleet, das Vogelschutzgehölz mit traumhaften Buchen und idyllische Parzellen liegen auf dem Weg. An unserem Ziel, in der Gaststätte „Blüh‘ auf“, wartet eine Erfrischung auf uns und ein Klönschnack mit dem Vorsitzenden des Vereins.
Treffpunkt: Waller Damm – Ecke Fahrwiesenweg (Walle)
Ziel: Vereinheim „Blüh‘ auf“ am Mittelwischweg
Es ist keine Anmeldung erforderlich.

Zweites Frühsommerfest im Grünen Bremer Westen [Tipp/save the date]

Das Frühsommerfest im Grünen Bremer Westen bildet heuer den krönenden Abschluss der ersten Woche des Gartens in Bremen. Das Projekt Green Urban Labs beim Senator für Umwelt (Lisa Hübotter und Thomas Knode) ist Initiator und Organisator – in diesem Jahr gibt es die erfolgreiche Kooperation mit dem Landesverband der Gartenfreunde Bremen e.V.

Am Sonntag, 23. Juni 2019, von 11.00 bis 18.00 Uhr bieten Gartenprojekte, Freizeitgärtner*innen, Kleingärtnervereine und Initiativen ein wunderbares Programm von Walle bis Gröpelingen (und auf dem Peterswerder). Packt das Picknickkörbchen ein, die Badesachen und macht euch mit dem Rad auf den Weg in den Grünen Bremer Westen! Genießt die festliche Natur, René Paul Niemanns Fleetkirche und den Kleingartenpark „In den Wischen“. Vielfältige Vereine und Initiativen, das Kaisenhausmuseum sowie der Blocklandgarten in der ehemaligen Justizvollzugsanstalt und viele private Gärten erwarten euren Besuch.

Ich biete eine Radtour durch Parzellenwege mit Kaisenhäusern in der Waller Feldmark zu anziehenden, weitgehend unbekannten „Orten“ im Kleingartenpark In den Wischen, Gröpelingen an. Start 13.00 Uhr. Treffpunkt siehe unten. Ihr könnt gern spontan dazu kommen. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Unsere Fahrt führt schließlich zur Gaststätte des Kleingärtnervereins „Blüh‘ auf“, der grade sein 100-jähriges Gründungsjubiläum feiert. Dieses besondere Fest hat der Verein übrigens zum Anlass genommen, sich gemeinsam mit mir seiner Geschichte zu widmen. Das Ergebnis ist eine Festschrift mit 144 (!) prall gefüllten Seiten, genauer gesagt ist ein informatives, reich bebildertes Buch daraus geworden. Es handelt von den Gärtnerinnen und Gärtner von gestern, heute und morgen, die „den besonderen Biss“ dieses Vereins ausmachen. Das Buch haben der Vorsitzende, Jürgen Huss, und ich gemeinsam in sehr guter Zusammenarbeit innerhalb eines Jahres entwickelt und geschrieben.

Das umfangreiche Programm von Sommerfest und Gartenwoche kann auf folgender Website des Senators für Umwelt, Bau und Verkehr als pdf-Datei herunter geladen werden.

See you!

Nr. 65//GRÜNER BREMER WESTEN – KIRSTEN TIEDEMANN
Radtour durch den Grünen Bremer Westen, 13:00 Uhr
Treffpunkt: Waller Damm – Ecke Fahrwiesenweg (Walle)

Die 7 km lange Tour führt uns auf verwunschenen Wegen durch den abwechslungsreichen Grünen Bremer Westen.
Wir starten in der Waller Feldmark (Kaisenhäuser), fahren am Waller Feldmarksee vorbei und erkunden das kunterbunte Leben im Kleingartenpark „In den Wischen“. Seerosen auf dem Maschinenfleet, das Vogelschutzgehölz mit traumhaften Buchen und idyllische Parzellen liegen auf dem Weg. An unserem Ziel, in der Gaststätte Blüh‘ auf, wartet eine Erfrischung auf uns.
Treffpunkt: Waller Damm – Ecke Fahrwiesenweg (Walle)
Ziel: Vereinheim „Blüh‘ auf“ am Mittelwischweg
Es ist keine Anmeldung erforderlich.

Programmheft S. 38, Angebot Nr. 65

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Gelungener Auftakt macht Lust auf mehr – Nachlese zum Frühsommerfest

Es war ein gelungener Auftakt und eine große Freude, dabei zu sein: Bei herrlichem Wetter kamen viele interessierte Menschen und feierten am 3. Juno mit Vereinen, Initiativen, Künstlern, engagierten Leuten und Freizeitgärtnern das erste Frühsommerfest im Grünen Bremer Westen. 15 Veranstaltungsorte boten ein vielfältiges Programm inmitten des abwechslungsreichen Gebiets mit 4.000 Parzellen, freien Grünflächen, Wasserläufen und dem Waller Feldmarksee.

In Bremen sind alle Kleingartengebiete frei zugänglich – sie bieten eine besondere Qualität und das unterscheidet sie von eingezäunten Anlagen in velen anderen Städten. Diese urbanen Grüngebiete sind nicht nur für die Nutzung weniger Menschen gedacht, sondern auch für ausgedehnte Spaziergänge und Radfahrten zur Freude aller. Ich biete eine Radtour durchs Gebiet vom Hohweg/Walle zum Blocklandgarten/Oslebshausen an. 20 Interessierte aus Walle, Findorff, der Neustadt, Schwachhausen und dem Ostertorviertel mit und ohne Gartenerfahrung schließen sich mir an. Unsere Route führt uns vorbei an der sehr gut besuchten Beschäftigungsinititive Garten jEden (Bremer Werkgemeinschaft) zur Fleetkirche, wo uns der Schriftsteller und neue Besitzer der Kirche, René Paul Niemann, begrüßt und zur Besichtigung einlädt. Viele der Frauen und Männer unserer Gruppe erfahren erstmals von diesem besonderen Gebäude (Baujahr 1958), das vollständig aus Holz besteht. Eine Kirchlein mit Standort in einem Kleingartengebiet dürfte in der Bundesrepublik einmalig sein. Weiter geht es durch ausgewählte Seitenwege der Vereine Union e.V. und Walle e.V. mit belebten und auch verlassenen Gärten. Letzere sind oft auch wertvolle ökologische Habitate, merkt eine Mitfahrerin an. Diese Gebiete sind keine „geleckten“ Kleingartenanlagen, es ist auch Natur pur, woran sich ein Bekannter besonders freut. Hätte er noch keinen Garten, hier würde er sich gerne eine Parzelle pachten. Unterschiedliche Lauben, intakte und verfallene Kaisenhausgärten mit knorrigen alten Obstbäumen, verrumpelte Flächen sowie Vogelschuztgebiete säumen unseren Weg. Es sind einige Radfahrer unterwegs. Jemand fragt: Seid ihr die Radtour, kann ich noch mitkommen? Na klar! Wir überqueren den Wasserlauf Waller Fleet und später die Autobahn, baden nicht im Waller Feldmarksee, sondern halten am Kleingartenpark „In den Wischen“, wo es einiges über den gelingenden Zusammenschluss dreier Kleingartenvereine namens Blüh auf e.V., Mittelwischweg e.V. und Morgenland e.V. zu berichten gibt. An unserem Ziel im Blocklandgarten, dem Beschäftigungsprojekt des Förderwerks Bremen in der ehemaligen JVA Oslebshausen, erwartet uns eine gute Tasse Kaffee, Gegrilltes, Führungen durch Gewächshäuser und Gemüsegärten. Bänke unter einer alten Eiche laden zur Entspannung im Schatten ein. Kinder spielen auf dem Rasen mit bereit gestellten Spielzeug. Informationen zum Projekt Green Urban Labs, von der Interessengemeinschaft der Parzellenbewohner und anderen Initiativen können eingeholt werden, auf einer kleinen Bühne gab es verschiedene Vorstellungen, man kann sein Fahrrad registrieren lassen und vieles mehr. Ganz herzlich bedanken möchte ich mich bei allen Interessierten. Es war ein Vergnügen mit euch!

Der Ort ist beeindruckend, hat ein großes Potential und bietet Space für viele kreative Köpfe und handwerklich geschickte Menschen, die Lust haben gemeinsam etwas zu entwickeln. Man müsste mal fragen, was Immobilien Bremen dort plant.

Von der guten Atmosphäre und den anregenden, informativen Austausch bei meinem zweiten Angebot des Tages „Laube-Liebe-Hoffnung“ und dem Film zu den Anfängen der Kaisenhäuser sowie dem anschließenden Gespräch mit Marianne Berger, die ihre Kindheit im Kaisenhaus mit ihren Eltern verbracht hat, werdet ihr hier bald Näheres von mir lesen.

Persönlich danken möchte ich besonders der Umweltplanerin Lisa Hübotter, die gemeinsam mit Thomas Knode beim Senator für Umwelt das Projekt Green Urban Labs / Grüner Bremer Westen leitet. Sie hat dieses Fest gleich nach Antritt ihres Jobs initiiert und sich neben ihrer Kerntätigkeit kompetent für dessen Realisierung engagiert. Merci.

* Wer eine Parzelle sucht findet hier eine Karten und Kontaktdaten zu (fast) allen Kleingärtnervereine in Bremen.

Foto: Kirsten Tiedemann

Ausflugstipp aus dem WESER-KURIER – Frühsommerfest im Grünen Bremer Westen

Prädestiniert für einen Ausflug

Foto Roland Scheitz

Bremen-West. Wer hätte es gedacht, dass der Frühsommer in diesem Jahr dermaßen hochsommerlich ausfallen würde? Viele Bremer zieht es nun so oft wie möglich hinaus ins Freie, da kommt das Frühsommerfest im Grünen Bremer Westen am Sonntag, 3. Juni, von 10 bis 18 Uhr wie gerufen für einen Ausflug in Bremens größtes Parzellengebiet, das sich vom Hohweg bis zum ehemaligen Jugendknast an der Carl-Krohne-Straße erstreckt und einige versteckte Schätze zu bieten hat. Diese wollen Lisa Hübotter und Thomas Knode, die dieses erste Frühsommerfest im Rahmen des Projekts „Green Urban Labs“ des Fachbereichs Grünordnung in der Umweltbehörde organisiert haben, den Bremern nun näher bringen.

Den Waller Feldmarksee zum Beispiel, aber auch verschiedene Projekte und Initiativen. Etwa einen kleinen  Ableger des 30 000 Quadratmeter großen Sebaldsbrücker Nabu-Vogelparadieses, der sich in einem 600 Quadratmeter großen Kleingarten am Fliederweg 5 befindet. Dort können Kinder an diesem Tag gemeinsam mit dem Team von Umweltpädagogik-Projektleiterin Annette Siegert Nistkästen bauen, Vogelschnäbel ausprobieren oder bei einem Vogelquiz mitmachen. „Wir sind außerdem mit zwei Eseln vor Ort, mit denen wir zwischen der Parzelle und Wupp – dem Waller Umweltpädagogik-Projekt am Hagenweg – hin- und herpendeln werden. Ganz kleine Kinder können auf den Eseln reiten und Kinder können sie führen, dann ist der Weg nicht so lang“, sagt Siegert. Auf dem Wupp-Wildnisgelände wiederum gibt es ein Baumhaus, einen „Fühlpfad“, Wasser und Matsch zu entdecken. Von 12 bis 15 Uhr wird mit den Kindern gekeschert und der Kleingartenverein Walle lädt zum Grillen ein.

Auch die alte Fleetkirche beim Fleetkirchenweg am Waller Damm, die 1958 als Notkirche für Ausgebombte und Vertriebene errichtet wurde und einst das Wahrzeichen der Waller Feldmark war, kann an diesem Tag besichtigt werden. Die hübsche kleine Holzkirche ist von 11 bis 19 Uhr geöffnet, der Waller Künstler Horst Ehlert zeigt dort eine Skulpturen-Ausstellung und es gibt auch Führungen. Um 15 Uhr tritt dort der Singer/Songwriter Robby Ballhause aus Hannover mit „Greengrass Music“ unplugged auf und um 18 Uhr lädt Autor René Paul Niemann zu einer Lesung aus seinen Texten ein.

Insbesondere lohnt der „Blocklandgarten“ auf dem Gelände der ehemaligen JVA an der Carl-Krohne-Straße einen Besuch, der an diesem Tag Hauptfestplatz ist: Durch ein imposantes Rolltor geht es auf das verwunschene Gelände, auf dem das Frühsommerfest um 11.30 Uhr offiziell eröffnet wird und wo verschiedene Informations- und Mitmachstände aufgebaut werden. Um 15 Uhr tritt dort die achtköpfige Bremer Ska- und Reggae-Band „Brennholzverleih“ auf, um 16 Uhr stellen Ines und Alexey Cordero López Zumba und Kutara-Fitness vor. Wer möchte, kann direkt mitmachen.

Am Kampfhuhnweg 9 öffnet ein Imker seine Gartenpforte und am Kampfhuhnweg 8 geht es bei der Transition Town Initiative „Bremen im Wandel“ den ganzen Tag lang um Ideen für naturnahes Gärtnern. Ab 11 Uhr wird zum Beispiel gezeigt, wie man mit alten Gehwegplatten eine Kräuterspirale baut. Ab 13 Uhr können Interessierte erfahren, wie man ganz ohne Strom Kartoffeln kochen kann: Mit einem Solarkocher nämlich, wie er unter anderem in afrikanischen Dörfern ohne Stromversorgung zum Einsatz kommt. Ab 15 Uhr gibt es Tipps zum Thema biologischer Pflanzenschutz; erklärt wird dann, wie Pflanzen mit Jauche, Tee oder Brühe gestärkt werden können, um einem Schädlingsbefall vorzubeugen. Ab 17 Uhr wiederum steht der Bau einer Kräuterpalette auf dem Programm. Parzellist Carsten Siemering zeigt dann allen Neugierigen, wie eine Palette platzsparend für den Kräuter-Anbau in der Senkrechten genutzt werden kann.

 

Bläserchor ist mit dabei

Auch die Kleingartenvereine Blüh‘ Auf, Am Mittelwischweg, Morgenland, Union und Walle beteiligen sich an dem großen Fest und öffnen ihre Vereinsheime für alle Besucher. Mehrere von ihnen zeigen Fotos rund um die Themen Natur, Gärtnern und Wildtiere. Bei den Gartenfreunden am Mittelwischweg kann ab 10 Uhr auf der Festwiese beim Vereinsheim ein Freiluft-Gottesdienst der evangelischen Gemeinde Gröpelingen und Oslebshausen besucht werden, der mit einem Bläserchor besonders stimmungsvoll zu werden verspricht. Im Anschluss lädt der Verein zum Frühschoppen  ein. „Bei Interesse gibt es dann kleine Führungen in unserem Schnuppergarten oder zu unserem Gewächshaus“, sagt der Vereinsvorsitzende Rolf Heide.

Eine Radtour durch das vielen Bremern unbekannte Naherholungsgebiet bis zum Hauptfestplatz im Blocklandgarten bietet die Waller Historikerin und Kleingarten-Bloggerin Kirsten Tiedemann an, die intensiv die Geschichte der Bremer Kaisenhäuser erforscht hat. Start ist um 14 Uhr an der Bushaltestelle am Hohweg 50, die Teilnahme an der etwa sechs Kilometer langen Tour ist kostenlos. Raimund Kesel vom Naturwissenschaftlichen Verein zu Bremen lädt von 14 bis 17 Uhr zu einem botanischen Streifzug unter dem Motto „Wildkräuter im grünen Bremer Westen“ ein. Treffpunkt ist beim Kleingartenverein Walle an der Fleetstraße 61/63.Der Verein Kultur vor Ort bietet eine zweistündige Radtour zum Thema Gemüse- und Obstanbau an, die um 11 Uhr am Oslebshauser Bahnhof beginnt.

Weitere Informationen

Das Veranstaltungsprogramm ist unter www.blocklandgarten.de zu finden.

 

Hier der Link direkt zum Beitrag im Weser-Kurier https://www.weser-kurier.de/bremen/stadtteile/stadtteile-bremen-west_artikel,-praedestiniert-fuer-einen-ausflug-_arid,1734784.html

Frühsommerfest im Grünen Bremer Westen [Veranstaltungstipp]

Das größte Bremer Kleingartengebiet, das zu Walle und Gröpelingen gehört, feiert sich am Sonntag, 3. Juno, und lädt alle Bremerinnen und Bremer ein, mitzufeiern. Es gibt ein abwechslungsreiches Programm mit Live-Music, Film, Vorführungen, besonderen Aktionen für Kinder, Köstliches vom Grill und aus dem Backofen, Besichtigungen und und und mehr an vielen Orten im Gebiet.

Eine Vielzahl engagierter Menschen, unterschiedlichste Bremer Initiativen und Kleingartenvereine aus dem Grünen Bremer Westen sowie aus Walle, Gröpelingen und weiteren Stadtteilen sind für dieses Fest erstmals in dieser außergewöhnlichen Konstellation zusammengekommen. Das Konzept stammt von Lisa Hübotter, Projektleiterin Green Urban Labs beim Senator für Umwelt, Bau und Verkehr. Sie setzte den Impuls gemeinsam miit Thomas Knode und hält die Organisation in ihren Händen. Mehr dazu hier.

Für die Hosentasche gibt es hier das Frühsommerfest Programm und den Frühsommerfest Lageplan als pdf-Datei zum Herunterladen und Ausdrucken.

Was gibt es konkret? Dance4Kids, Walk-Act Maskenspiel, Konzerte beispielsweise mit Robby Ballhouse (Folk, Country, Pop), Fahrradwerkstadt, Kräuterführung, Besichtigung bei Imkers, Upcycling für eine Kräuterspirale, Pflanzentauschbörse, Fotoshows, Fahrrad registrieren – Reparatur, Gemüseführung, Ausstellungen von Künstlern, Radtouren im Gebiet, Film „Laube,Liebe, Hoffnung – Bremer Kleingärten heute“ und zur Geschichte der Kaisenhäuser sowie Gespräch mit Zeitzeugin, Lesung & Ausstellung in der Fleetkirche, Konzert im Vereinsheim KGV MorgenlandWasabi Kisses“ (Jazz, Soul, Blues), offene Gartenpforte bei verschiedenen Initiativen (Garten JEden, Internationaler Garten Walle, WUPP mit Eseltaxi u.a.), ökumenischer Gartengottesdienst unter freiem Himmel im Kleingärtnerverein Am Mittelwischweg  – das alles und noch viel viel mehr bietet das prall gefüllte Programm des Frühsommerfests. Am Sonntag den 3.6. lockt ein echtes  Festivalprogramm von 10:00 bis 18:00 Uhr zum Tagesausflug in das Parzellengebiet, in den Grünen Bremer Westen. Die Suppenengel sorgen im Blocklandgarten mit Gegrilltem und Gemüsesuppe für das leibliche Wohl. Eine Vielzahl von Kleingartenvereinen des Gebiets, das 4.000 Parzellen umfasst, bieten in ihren Vereinsheimen abwechslungsreiche, sehenswerte und informative Programme an und auch herzhafte Speisen und Kuchen. Und zur Abkühlung kann man in den Waller Feldmarksee springen. Die Natur schmückt das Gebiet, das viele Kleingärtner zu schätzen wissen.

Alle Bremerinnen und Bremer sind eingeladen, das abwechslungsreiche grüne Gebiet auf diese einmalige und ganz neue Art kennen zu lernen. Es ist ein außergewöhnliches Gartenfestival, das ich meinen Leserinnen und Lesern aus allen Stadtteilen unbedingt empfehle. Es lohnt sich. See you!

Übrigens: viele Angebote können auch bei bedecktem Himmel genutzt werden!

 

Gerettet! Einmalige Fleetkirche in Waller Parzellengebiet hat neuen Besitzer

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„Jetzt ist ein Schriftsteller in der Fleetkirche“, das hörte ich jüngst beiläufig auf dem Planungstreffen für das Frühsommerfest im grünen Bremer Westen und war ganz aus dem Häuschen. „Klasse!“, rufe ich aus, hatte ich doch 2016 durch eine Nachricht von einem Kaisenhaus-Bewohner aus der Nachbarschaft der Kirche erfahren, dass der damalige Pächter, die serbisch-orthodoxe Gemeinde für Weser und Ems in Bremen e.V., das Gebäude verlassen hatte und Strom- und Wasserleitung bereits endgültig abgekniffen worden waren. Renoviert worden war dort schon lange nichts mehr, wie ich durch meine Spaziergänge und Führungen im Gebiet wußte. Alles deutete darauf hin, dass die einmalige charmante Notkirche aus Holz vom Bremer Architekt Hermann Gildemeister, die 1958 mitten im Parzellengebiet für die Bewohner von Kaisenhäusern in den Kleingärten errichtet worden war, jetzt abgerissen werden sollte. Das wollte ich nicht glauben. Sollte es denn wirklich keine andere Möglichkeit geben? Das Gebäude schien Renovierung zu benötigen, man wird investieren müssen, aber es war doch keineswegs ruinös! Durch einen Beitrag hier auf dem Blog (hier lesen) kam Bewegung in die Sache, der Weser-Kurier griff das Thema auf, die Bremische Evangelische Kirche (BEK) nahm Konzepte entgegen und erklärte, das Gebäude verkaufen zu wollen.

Nun hörte ich zufällig vom Krimi-Autoren René Paul Niemann, dessen Konzept die BEK überzeugt und der den Zuschlag erhalten hatte. Bei Recherchen war Niemann auf meinen Blog gestoßen und hatte von dem drohenden Abriss und der Ausschreibung erfahren. Bereits Anfang 2017 hat er das Gebäude im Herzen des größten Bremer Kleingartengebiets übernommen. Der Findorffer plant eine „Kulturkirche und Atelier am Fleet“ und erzählt von seinen gärtnerischen Aktivitäten als ich ihn besuche. Durch den Sturm seien Äste aus Bäumen gebrochen, die beseitigt werden müssen. Im seinem ersten Jahr mit der Kirche habe er neben notwendigen Anträgen und Gesprächen, erst einmal die vernachlässigten Abzugsgräben gangbar gemacht, um den Boden zu entwässern. Besonders wichtig sei das für die Sicherung des hölzernen Fundaments des Gebäudes, erkärt der Autor, der auch mit grünem Daumen und handwerklichem Geschick ausgestattet ist.

Herzlichen Glückwunsch und viel Freude mit der Fleetkirche!

In seinem jüngst erschienenen Büchlein widmet sich René Paul Niemann übrigens Geschichten aus dem Bremer Westen. Es ist kürzlich in der Edition Temmen erschienen.

Anne Gerling: Krimiautor rettet ehemalige Fleetkirche. Mit Fotos von Roland Scheitz (Weser-Kurier, Stadtteil-Kurier West 28.8.2017)

Rechtliche Grundlage zur Bebauung von Walles „grüner Lunge“ fehlt – Hintergrundinfos

dieser Post ist eine leicht üerarbeitete Fassung meines Beitrags, der seit anfang auf dem Blog findorff aktuell von Mathias Rätsch zu lesen ist.


Im „Streit“ um die Idee der SPD, Teile der Waller Feldmark, die „grüne Lunge“ Walles, mit Einfamilien zu bebauen, ist es sinnvoll, sich die Situation vor Ort genauer anzusehen. Hier habe ich einige allgemeine Hintergrundinformationen zusammen getragen, die ihr gerne ergänzen könnt. Schreibt mit einfach einen Kommentar.

Von den 16.000 Kleingärten in Bremen (Stadt) befinden sich etwa 4.000 im Bremer Westen rechts und links vom Waller Fleet. Die Gartengrundstücke sind überwiegend im Besitz der Stadtgemeinde Bremen, ein kleiner Teil gehört privaten Eigentümern (»Bauernland«) und der Evangelischen Kirchengemeinde. Sie alle verpachten ihre Flächen teilweise seit 100 Jahren an Kleingartenvereine. Geschaffen wurden viele der Gärten auch in Walle in der Zeit des Mangels und des Hungers während des Ersten Weltkrieges. Die Stadt Bremen legte sehr viele der Kleingärten systematisch und in sehr großer Zahl zur Selbsthilfe der Stadtbevölkerung an. Daneben befindet sich eine unbekannte Anzahl von sogenannten »Eigenlandparzellen« in Privatbesitz. Es gibt mehr als zehn Kleingärtnervereine, in denen sich die Kleingärtner zur Verwaltung (Pachtzahlung/ gemeinsame Wasserversorgung/ Wegepflege usw.) und zur Vertretung ihrer Interessen nach außen zusammengeschlossen haben. Sie gehören dem Dachverband Landesverband der Gartenfreunde Bremen e.V. an. Zur tatsächlichen Ausnutzung der Kleingärten in der Waller Feldmark gibt es unterschiedliche Angaben. Ein Bündel von Gründen führte dazu, dass insgesamt etwa 350 Kleingärten in Bremen ungenutzt brach liegen – viele davon befinden sich im Bremer Westen. (Zahlen nach Landesverbands der Gartenfreunde Bremen e.V.) Es liegen also nicht 30 Prozent, sondern weniger als 10 Prozent der Gärten in der Feldmark brach.

Die Fleetkirche am Storchenweg steht leider seit Sommer 2016 ungenutzt da. Foto: Kirsten Tiedemann

Das Grüngebiet ist vielfältig

Im Herzen des weitläufigen Parzellengebietes befindet sich eine Kirche – die Fleetkirche am Storchenweg. Sie dürfte bundesweit einmalig sein, wird aber leider seit letztem Sommer nicht mehr genutzt. [by the way: Haben sich inzwischen eigentlich Interessenten oder Käufer für die einmalige Immobilie gefunden?]  In der Waller Feldmark sind neben den einer vielfalt „gewöhnlicher“ Kleingärten ganz unterschiedliche Initiativen etabliert und willkommen: Der Internationale Garten Walle unterstützt beispielsweise Menschen verschiedener Kulturen sich miteinander zu verbinden. In direkter Nachbarschaft dazu befindet sich WUPP, das Waller Umweltpädagogik Projekt. Im Milanweg ist der »Garten jEden« eine gut funktionierende Beschäftigungsinitiative. Im hinteren Bereich gelegen ist eine kleiner landwirtschaftlicher Betrieb und noch weiter zur Autobahn hin befindet sich ein Ponyhof. Der Waller Wassersportverein e.V. hat sein Bootshaus am Fleet. Obstbaumwiesen sind hier und da angelegt worden. In diesem weitläufigen grünen Gebiet sind in einigen Kleingärten die letzten Kaisenhäuser zu entdecken. Einige dieser kleinen Wohnhäuser sind (legal) bewohnt, andere werden als Gartenlauben und wieder andere stehen leer. Sie alle haben ihren Ursprung in der massiven Wohnungsnot nach dem Zweiten Weltkrieg. An die Geschichte dieser ungewöhnlichen Gartenwohnkultur und ihre tatkräftigen Bauherren und deren Familien erinnert das Kaisenhausmuseum im Behrensweg. Umfangreiche Informationen findet ihr außerdem in meinem Buch „Mehr als ein Dach über dem Kopf – Bremens Kaisenhäuser„, das im Weser-Kueire erhältlich ist. Hier klicken zur online Ansicht und Bestellung.

Die Besitzerin dieses intakten Kaisenhauses in der Waller Feldmark schenkte mir zum Abschied einen wunderbaren Blumenstrauß aus ihrem Garten. Foto: Kirsten Tiedemann

 

Naherholungspark Bremer Westen – Der Plan für das Gebiet ab 2016

Für die gesamte Fläche liegt ein Plan vor, der vorsieht, das neue »Naherholungspark Bremer Westen« zu entwickeln: Bereiche mit Kleingärten, Wochenendhausgebieten, Biotope mit Obstbaumwiesen, Radwege und Flächenangebote zum Grillen u. ä. und auch Ausgleichsflächen für Baumaßnahmen sollen hier ihren Platz erhalten. In die partizipative Entwicklung dieses Plans waren auch Kleingartenvereine und weitere Akteure aus dem Gebiet und dem Stadtteil einbezogen worden. Das Ergebnis wurde im Oktober 2016 öffentlich vorgestellt. Mit der Umsetzung ist bereits begonnen worden, beispielsweise kauft die Stadt seit Jahren leer gefallen Parzellen auf, um einen Radweg anzulegen und eine zusätzliche, von manchen als überflüssig angesehene, außerordentlich tragfähige Brücke über das Fleet wurde bereits fertig gestellt. Der Weser-Kurier zum Naherholungspark Bremer Westen hier klicken.

Was sieht der Flächennutzungsplan vor?

Im gültigen Flächennutzungsplan von 2014 findet die seit langem angekündigte Entwicklung ihre rechtliche Grundlage. Der Waller Feldmark ist der Status »Dauerkleingartengebiet« aberkannt worden und wird nun als »Gestaltungsraum Kleingärten, Freizeit und Natur Bremer Westen« ausgewiesen. Der gültige Bebauungsplan weist keine Baufläche aus. So oder so gibt es aktuell keine Rechtsgrundlage, um in der Waller Feldmark zu bauen. Um das zu ändern bedürfte es einer politischen Mehrheit, die es in der Bremischen Bürgerschaft zurzeit nicht gibt. Mehr Details im Flächennutzungsplan Bremen.

Aus diesem verlassenes Kaisenhaus in der Waller Feldmark ließe sich sicherlich ein feines Gartenhaus machen. Foto: Kirsten Tiedemann