Libellen „schlüpfen“ im Gartenteich

Mein Gartenteich zeigt sich einmal wieder als geeigneter Geburtsort für Libellen. So eine Larvenhülle („Exuvie“) lässt eine Libelle an dem Blatt der Krebsschere nach ihrer Häutung zurück.

LibelleExuvie

In der Mitte schlüpfte sie heraus.

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Zurück bleibt eine faszinierende Chitinhülle.

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Die sehenswerte Website Libellen.TV gibt viele Fotos von Libellen und Infos zu Leben, Bestimmung und Verbreitung der faszinierenden Insektengruppe.

Das untere Bild zeigt eine Libellenlarve, die abhängig von der Libellenart unterschiedlich viel Zeit im Teich verbringt, bis sie die nötige Reife zum „Schlüpfen“ erreicht hat (eigentlich heißt es, sie häuten sich). Bei manchen Arten braucht es mehrere Jahre bis zur Reife.

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Fotos: Kirsten Tiedemann

Dachgarten – Offene Gartengruppe bei der VHS

DachgartenVHS

Die offene Gartengruppe trifft sich morgen wieder im wohl höchsten Garten der Stadt. Von 17.00 bis 19.00 Uhr wollen wir am Mittwoch im Dachgarten des Bamberger Hauses schauen, wie sich Kartoffeln, Hopfen und Co sich entwickelt haben, Ringelblumen pikieren und Ideen für die weitere Gestaltung sammeln. Einen simplen DIY-Windschutz, wie er auch auf Balkon oder Terasse nützlich sein kann, werden wir gemeinsam aus Weidenruten und anderem Material bauen.

Der Dachgarten ist eine Gemeinschaftsaktion der Volkshochschule Bremen mit der Gemüsewerft. Nähere Infos hier.

Die Gruppe trifft sich regelmäßig alle 14 Tage am Mittwoch von 17.00 bis 19.00 Uhr.

Das Programm zum VHS-Bremen Dachgarten gibt es hier als pdf-Datei.

Verlassenes Kaisenhaus als Kindergartenparzelle?!

VerlassenesKaisenhaus

Ist dieses Kaisenhaus noch bewohnt oder ist es bereits verlassen worden, fragte ich mich, als ich an diesem Haus auf einer Parzelle in einem Kleingartenverein in Woltmershausen vorbei kommen. Vielleicht sind die Bewohner im Urlaub und haben daher die Rolläden herunter gelassen? Der Rasen wird offenbar regelmäßig gemäht, der Garten ist nicht der Natur überlassen. Diese Gartenpflege könnte auch vom Kleingärtnerverein organisiert werden. Blumenbeete scheint es nicht mehr zu geben. Hm. So ein kleines Wohnhaus mit Garten bietet nach dem Ende des Wohnrechts (Kaisenauswohner/ Kudelallauswohner) vielfältige Möglichkeiten für eine weitere Nutzung – auch ohne hier zu wohnen. Die neue Dienstanweisung gibt seit März 2015 die rechtliche Möglichkeit dafür her. Nähere Infos dazu hier. Solch ein Kaisenhaus eignet sich neben der Nutzung durch Individualisten auch prima als Gartenhaus für einen Gemeinschaftsgarten. Es kann als Gartenatelier für eine bildendende Künstlerin der ideale Rückzugsort sein. Sehr gut vorstellbar ist eine Kindergartenparzelle in Vollzeit – vergleichbar mit einem Waldkindergarten. Das sind nur einige Nutzungskonzepte für die ein intaktes Haus langfristig attraktiv ist.

Auch für den Kleingartenverein ergeben sich viele Vorteile durch eine genutzte Parzelle: Der Garten ist belebt, wird genutzt und Pacht wird dafür gezahlt. Neue Menschen lernen den Verein kennen und entwickeln vielleicht Interesse an einer eigenen Parzelle. Die primäre Aufgabe eines Kleingärtnervereins ist schließlich, Parzellen zu verpachten.

Für diesen Garten stelle ich mir eine Kindergartenparzelle in Vollzeit vor. Von montags bis freitags bietet sie bis in den frühen Nachmittag einen geschützter Platz zum Spielen, Toben und Klettern. Naturerfahrungen mit Pflanzen und Tieren sind täglich zu machen und Wettererlebnisse hautnah erfahrbar. In dem kleinen Haus mit Küche und WC ist Platz für die vielen Bedürfnisse einer Kindergruppe. Jedes Kind kann Platz für seine Garderobe, Klamotten zum Wechseln und die Gummistiefel bekommen. Mahlzeiten können erhitzt oder sogar zubereitet werden. Es sind sogar Räume für den Mittagsschlaf vorhanden. Im Winter findet sich eine Möglichkeit zu heizen, sodass die Gruppe sich zwischendurch mal aufwärmen kann. Am Wochenende könnte die Parzelle bei Bedarf von den Familien und/oder Erzieherinnen genutzt werden. Es kann ein Sommerfest geben oder eine Wochenendübernachtung im Zelt als Abenteuer. Ein großer Vorteil ist der kurze Weg in den Stadtteil.

Gibt es für so eine Idee Interessierte?! Weitersagen! Meldet Euch bei mir, dann kann man im Kleingärtnerverein mal nachfragen.

Foto: Kirsten Tiedemann

Holunderblüten-Gelee

Galerie

Diese Galerie enthält 5 Fotos.

Ursprünglich veröffentlicht auf StadtLandfrau:
Jetzt musste ich wirklich erstmal überlegen, wo in meinem Menü ich Holunder unterbringe. Ich entschied mich für Obst, schließlich liefert der auch Holler genannte Strauch später im Jahr Beeren, aus denen sich ebenfalls wundervolle Säfte,…

Bewohntes Kaisenhaus mit Nutzgarten

Kaisenhaus_Nutzgarten

Nach wie vor werden in diesem Kaisenhausgarten Gemüse angebaut und bunte Blumen gezogen und gepflegt. Buchsbaumhecken flankieren die Wege. Regenwasser wird zum Gießen gesammelt. Die regulären Kaisenauswohner leben seit über 60 Jahren sehr gerne in ihrem kleinen Haus, wo sie nun ihren Lebensabend verbringen. Haus und Garten stellen dabei je nach Jahreszeit ihre Ansprüche an die Bewohner.

Kürzlich fragte mich eine Frau auf meinem Rundgang in der Waller Feldmark, warum jemand im Alter nicht „in die Stadt“ ziehen und so „allein“ im Parzellengebiet leben würde. Ich frage zurück: Warum soll jemand sein Eigenheim mit Garten und das vertraute Umfeld, in dem er oder sie seit vielen Jahrzehnten gerne lebt, aufgeben, um in eine Wohnung in ein Mehrparteienhaus zu ziehen? Hier fordert der Garten Aufmerksamkeit und Arbeit ein und gibt auch etwas zurück, wie blühende Blumen und frisches Gemüse. Das Haus hält bestimmte Aufgaben bereit. Über die Nachbarschaften, die Wassergemeinschaften und den Kleingärtnerverein bestehen vielfältige, oftmals über Jahrzehnte gewachsene soziale Kontakte. Es wird gesagt, dass diese Faktoren positiv auf Gesundheit und Wohlbefinden im Alter wirken. Schließlich ist es eine persönliche Entscheidung, ob jemand seine vertraute Umgebung verlassen will und ein anderes Wohnen in hohem Lebensalter nötig werden sollte, die evt. gemeinsam mit Kindern, Verwandten oder Freunden getroffen wird, und an Kritieren wie der gesundheitlichen Situation und dem persönlichen Wohlbefinden orientiert ist – wie überall.

Foto: Kirsten Tiedemann

Kleine grüne Archen [Buchtipp]

978393689665Alte Fenster sollen zu einem neuen Gewächshaus in meinem Kleingarten werden. Das für den Bau notwendige Hintergrundwissen finde ich in dem Buch „Kleine grüne Archen“ von Claudia Lorenz-Ladener. Sie schreibt konkret, kompakt und kompetent:

„Mit einem Gewächshaus im Garten ist es möglich, auf kleiner Fläche viel Gemüse und Obst anzubauen, da die Wachstumsperiode im Vergleich zum Freiland viel länger ist.
Passivsolare [Erd-]Gewächshäuser sind eine gute Alternative zum transparenten Standardgewächshaus, dessen Innentemperaturen im Sommer für die Pflanzen meist viel zu hoch und in der kalten Jahreszeit wiederum viel zu niedrig sind.
In diesem Buch wird ausführlich und praxisnah beschrieben, wie Solargewächshäuser freistehend, angelehnt oder teilweise in die Erde versenkt für den Hausgarten selbst gebaut werden können, in denen es möglich ist, (fast) ganzjährig Gemüse, Salat und Obst zu ernten – ohne zusätzliche Heizung. Auch wenn die zahlreichen Beispiele selbstgebauter Gewächshäuser auf den ersten Blick recht unterschiedlich erscheinen, haben sie doch alle bestimmte bauliche Merkmale gemeinsam. Davon handelt dieses Buch.
Die gute Botschaft: Auch die transparenten Gewächshäuser von der Stange lassen sich ohne allzu großen Aufwand so umrüsten, dass die Strahlungsenergie der Sonne für die Pflanzen besser verfügbar ist.“

Claudia Lorenz-Ladener, Kleine grüne Archen, Passivsolare [Erd-]Gewächshäuser im Garten, 3. Auflage 2014 ökobuch Verlag GmbH
142 Seiten, mit vielen farb. Abb.
ISBN 978-3-936896-65-7
22,90 €

Das Buch ist auch in der Stadtbibliothek Bremen ausleihbar.