CDU – Pläne der Politik für Kleingärten in Bremen [abgeordnetenwatch.de]

Hier lest ihr/lesen Sie die Antwort von Thomas Röwekamp CDU auf die Frage nach Kleingärten und Kaisenhäusern. Im Original ist sie zu finden auf abgeordnetenwatch.de

 

Antwort von Thomas Röwekamp (CDU) 23. Apr. 2019 – 11:53 Dauer bis zur Antwort: 1 Woche 2 Tage

 

Die Zukunft der Kaisenhäuser hat in der Tat eine lange politische Geschichte. Seit 2002 gibt es ja den sogenannten Kudella-Erlass, der besagt, dass Bewohner ein Auswohnrecht auf Lebenszeit in ihrem Kaisenhaus haben. An diesem halten wir fest. Ein dauerhaftes wohnen in Kleingärten lehnen wir ab. Wir können uns aber durchaus Wohnungsbau in brachliegenden Kleingartengebieten, wie es sie zum Beispiel im Bremer Westen gibt, vorstellen. Dies geht aus unserer Sicht aber nur mit dem Landesverband der Kleingärtner. Die Kleingärtner in Bremen tragen viel zum Gemeinwohl bei. Sie leisten z.B. eine hervorragende Jugendumweltbildung, tragen zur Integration sowie dem Erhalt der Artenvielfalt bei. Ein Alleingang der Politik oder der Verwaltung wäre deshalb fehl am Platze.
Lassen Sie uns gerne hierzu in Kontakt bleiben.

Viele Grüße
Thomas Röwekamp

Brandserie in Kleingartengebieten – Feuerwehr rückte 3 x aus

Es gibt schlechte Nachrichten: Nachdem vor cirka 10 Tagen bereits mehrere Lauben in Kleingärten im Gröpelinger Parzellengebiet in Brand geraten waren, folgte nun eine Brandserie in Findorff mit 5 Bränden und in Oslebshausen mit 3 Bränden. Die Brandursachen sind unklar. Die Polizei ermittelt.

„In einem Kleingartengebiet in Findorff haben Donnerstagnachmittag mehrere Parzellen gebrannt. Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot zum Einsatzort am Hoffnungsweg aus.

Den Einsatzkräften zufolge brannten fünf Parzellen lichterloh, drei wurden komplett zerstört. Personen seien nicht zu Schaden gekommen, heißt es.

Um 14 Uhr war der Notruf eingegangen, die Feuerwehr rückte mit 60 Einsatzkräften und 21 Fahrzeugen aus. Die Lage der Parzellen erschwerte den Einsatz allerdings: Zum Löschen musste ein Schlauch mehrere hundert Meter durch das Kleingartengebiet gelegt werden.

Um 18 Uhr war der Brand gelöscht. „Wir konnten verhindern, dass sich das Feuer auf weitere Parzellen ausbreitet“, sagte ein Feuerwehrsprecher buten un binnen. Warum das Feuer ausgebrochen war, ist noch unklar. Den Sachschaden schätzt der Einsatzleiter auf etwa 40.000 Euro.

Gegen 19 Uhr wurde die Feuerwehr erneut alarmiert. Diesmal brannte eine Parzelle am Rotdornweg in Oslebshausen. Wenige Stunden später brach in zwei weiteren Parzellen am Gartenweg in Oslebshausen Feuer aus. Auch hier gestalteten sich die Löscharbeiten schwierig. Die Feuerwehr musste Tanklöschfahrzeuge einsetzen, die mit ihren großen Wassertanks das Löschwasser zum Brandort brachten.

Die Brandursache ist in allen Fällen noch unklar.“

Quelle: Radio Bremen 25.1.2019

Den Beitrag mit Film findet ihr hier.

Näheres zu den Bränden in Oslebshausen auf dem Presseportal hier.

Die Kreiszeitung berichtet darüber hier.

Zukunft Kleingärten im Bremer Westen – Stadtgespräch in Findorff [Tipp]

Zukunft für Kleingärten im Bremer Westen (und Findorff, KT), diesem Thema nimmt sich das bewährte Veranstaltungsformat „Stadtgespräch“ im Klimacafé in der Münchner Straße 146 am Montag, 7. Mai, um 18:30 Uhr an. Ihr werdet von Projektleiterin Lisa Hübotter viele Informationen zum aktuell laufenden Modellprojekt „Green Urban Lab“ im grünen Bremer Westen (Waller Feldmark und Gröpelinger Parzellengebiet) erhalten – von dem in der Presse und auch hier auf meinem Blog mehrfach berichtet wird. Das Projekt des Bundes fördert 12 Modell-Vorhaben zur Pflege, Sicherung  und Entwicklung wichtiger grüner Freiräume in der Stadt – bei zunehmender urbaner Verdichtung ein zentraler Aspekt für unsere Lebensqualität. Auch angesichts des Klimawandels ein wesentlicher Aspekt für Städte. Als ökologische Nische für Vögel, Insekten, Pflanzen und Co kommt diesen Grünräumen eine immer größer werdende Bedeutung zu. Das umfangreichste dieser „Green Urban Labs“ ist der grünen Bremer Westen, dessen Entwicklung zu einem vielfältigen Naherholungsgebiet mit den vorhandenen Kleingärten, neuen Naschwiesen, Fahrradwegen, Laufparcours und vielem anderen mehr.

Im Anschluss an die Projektvorstellung wird mit der Umweltplanerin Lisa Hübotter, weiteren Gartenaktivisten aus Findorff und Walle und dem Publikum über Ideen zur Belebung freier Parzellen sowie Begehrlichkeiten der Bauwirtschaft an dem beliebten städtischem Grün diskutiert. Es wird auch gefragt, welche Vor- und Nachteile eine Umwidmung von Teilen der Kleingartengebiete in Wochenendhausgebiete haben würde. Moderiert wird der Abend von Ulf Jacob.

Eine Anmeldung ist erforderllich, da die Plätze begrenzt sind: info@klimazone-findorff.de

Stadtgespräch im Klimacafe – Zukunft Kleingärten im Bremer Westen

Im Bremer Westen entsteht ein Green Urban Lab! Auf rund 480 Hektar Fläche, 5 mal so groß wie die Innenstadt, liegt neben Findorff, Walle und Gröpelingen ein grünes Areal mit rund 4000 Kleingärten – viele davon sind verlassen und verwildert. Vielseitige Nutzungsformen sind gefragt, um den klassischen Kleingarten zu ergänzen und wieder Menschen in den Kleingarten zu locken. Doch die Kleingartenflächen wecken auch Begehrlichkeiten für eine Bebauung. Wie gelingt es, Kleingärten vor dem Hintergrund von Leerstand und Nutzungsaufgabe wieder attraktiver zu machen. Welche Chancen das Green Urban Lab bietet, welche Ideen oder Wünsche es in Findorff gibt und was möglich ist, darüber diskutieren wir mit Green Urban Lab-Projektleiterin Lisa Hübotter und weiteren Gartenaktivisten aus Findorff und umzu.

Treffpunkt: KlimaCafé – Münchener Straße 146 – Teilnahme kostenlos – Plätze sind begrenzt.

Infos unter www.lebeninfindorff.de

Anmeldung unter info@klimazone-findorff.de

Trampolin im Kleingarten – Kommentar eines Familienvaters im Weser-Kurier

 Das geplante Verbot von Trampolinen in Kleingärten ist für viele junge Familien nicht nachvollziehbar. Im Weser-Kurier online gibt es einen weiteren durchdachten Kommentar eines Familienvaters, der zentrale Aspekte der kleinen Gärten einbezieht.

Seemann166 am 20.02.2018 um 15:31 Uhr

„Ich habe einen 9-jährigen Sohn und bin Pächter eines Kleingartens in Bremen und kenne sehr viele Familien, die in ganz Bremen Kleingärten besitzen/pachten.
Da ich weder am Haus einen Garten, noch in direkter Nähe sichere Grünflächen vorhanden sind, ist für mich der Kleingarten ein wichtiger Rückzugsort. Ich habe dort mit mäßigem Erfolg auch einen „Versuchsgemüsegarten“ angelegt, der allerdings den Schnecken zum Opfer gefallen ist. Als berufstätiger Familienvater ist es leider nicht immer möglich, täglich in den Garten zu fahren, um sich mit der gebotenen Liebe um das Gemüse zu kümmern und gleichzeitig den Rasen auf Nagelscheren-Niveau zu halten. Für meinen Sohn ist ein Trampolin im Garten auch eine höhere Motivation mit mir in den Garten zu kommen als Kartoffeln zu ernten. Der Garten bedeutet für mich aber nicht nur Erholung vom Berufsalltag, sondern auch Flucht vor dem überfüllten Stadtverkehr und nicht mehr zumutbaren Abgas- und Feinstaub-Emissionen. Zudem sind immer mehr Flächen versiegelt und zugeparkt, es gibt kaum Spielmöglichkeiten für Kinder, selbst in Tempo 30 Zonen.
Der Landesverband der Gartenfreunde und die örtlichen Vereine sollten vermeiden, jetzt auch noch die Familien aus den Kleingärten zu vertreiben, indem sie ihnen das Leben mit strengeren Regeln unnötig schwer machen. Die Familien sind diejenigen, die das Gartengebiet mit Leben erfüllen und tragen zum Nebeneinander von Jung und Alt bei, was in dieser Gesellschaft ohnehin immer mehr verloren geht. Wir sind ohnehin immer mehr eine Gesellschaft auf dem EGO Trip! Zudem investieren die Familien mit Arbeit und Geld in den Erhalt der Gärten. Es gibt viele Gärten, die verwildern und brach liegen. Statt die meist kleinen Trampoline, die niemanden stören, zu verbieten, sollte man das Parken von Autos auf und vor den Parzellen und ausufernde Schwimmbäder als auch überdimensionale Gartenhäuser untersagen, sofern das nicht eh schon verboten ist. Es ist sicher wichtig, gewisse Regeln aufzustellen und einzuhalten, aber nicht einseitig zu Lasten von Familien. Ein Rentner setzt andere Prioritäten als ein Familienvater – ich glaube nicht, dass ein englischer Garten mit Reihen von Zierpflanzen besser als ein naturbelassener Garten mit Insekten- und Pflanzenvielfalt ist. Ganz nebenbei bringt es auch Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammen, vielleicht nicht immer konfliktfrei, aber beim Grillen mit dem türkischen Nachbarn lernt man sich eben ganz anders kennen. Leben und Leben lassen.
Ich kann zudem die Politik nur davor warnen, den Bedarf an sozialem Wohnraum gegen die Pächter und Besitzer von Kleingärten – die oft aus der bürgerlichen Mitte (aber nicht nur) kommen -, gegeneinander auszuspielen. Ich glaube, dass derzeit die Begehrlichkeiten der Stadt so oder so vorhanden sind und daran auch keine strengere Gartenordnung etwas ändert. Allerdings tragen die Kleingärten nicht nur im Sinne des „Kleingartentums“ (was immer der Begriff bedeutet) zur städtischen gärtnerischen und ökologischen Vielfalt bei, sondern sind auch soziale Notwendigkeit im Leben der Einwohner der Stadt. Nicht nur die Kleingärtner tragen dazu bei, sondern die Kleingärten selbst prägen die Stadt. In den Kleingärten gibt es z.T. mehr ökologische Vielfalt als auf dem Lande, da keine Pestizide verwendet werden, es steigert die Lebensqualität in den Städten, es hilft Familien Abstand von Job und Verkehr zu bekommen. Deswegen sollte man insbesondere den Familien weder seitens der Verbänden, noch der Politik das Leben schwer machen. Das fördert auch die Politikverdrossenheit. Wenn die Politik nicht mal in der Lage ist, den gesetzlichen Verpflichtungen zur Reduzierung der Emissionen innerhalb der Städte einzuhalten, sollten sie die Finger von den Kleingartengebieten lassen, denn nur diese sind neben öffentlichen Parks die grüne Lunge der Städte. Andernfalls ersticken die Städte und alles Leben an sich selbst.
Es mag sich auf den ersten Blick um ein nicht so offensichtliches öffentlichkeitswirksames Thema zu handeln, aber es birgt sozialen Sprengstoff, den man politisch nicht unterschätzen sollte. Es betrifft die bürgerliche Mitte und das s.g. Kleinbürgertum, die aber einen wesentlichen Beitrag zur wirtschaftlichen (Steuereinnahmen) und sozialen Entwicklung in der Stadt beitragen.“
Henning Sauer, Bremen-Findorff

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Mehr zur Thematik im Weser-Kurier:

Es gibt eine Basta-Mentalität im Landesverband

Von  Frank Hethey 16.02.2018 2 Kommentare

sowie

buten und binnen & Radio Bremen Nachrichten zum Parzellenbrand

Näheres zum Brand auf zwei Parzellen brachte Radio Bremen und auch buten und binnen (hier klicken ab Minute 8:40) heute am 24.10.17. Die Polizei geht von Brandstiftung aus.

„In der Nacht zu Dienstag musste die Feuerwehr einen Brand im Kleingartengebiet „In den Hufen“ in Bremen-Findorff löschen. Auf einer Fläche von 20 mal 25 Metern brannten insgesamt zwei Parzellen und ein Schuppen ab.

Schwierige Löscharbeiten

Da die Parzellen weit vom nächsten Wasseranschluss entfernt lagen, hatte die Feuerwehr Mühe, mit den Löscharbeiten zu beginnen: „Wir mussten erst viele Schläuche über lange Strecken legen“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Der Brand konnte schließlich gegen 3 Uhr gelöscht werden.

Verdacht auf Asbest

Mit dem gelöschten Feuer war der Einsatz jedoch nicht beendet: Da der Verdacht bestand, dass in den Dächern der Parzellen Asbest-Platten verbaut worden waren …“

[hier weiter zum Beitrag … ]

FINDORFF GLEICH NEBENAN. Im Parzellengebiet

Das neue Magazin FINDORFF liegt mit der aktuellen Sommerausgabe und dem Titelthema „Im Parzellengebiet“ an vielen Hotspots im Stadtteil aus. Viele Findorffer habe ihr Exemplar bereits im Briefkasten gefunden.

Die Kleingartengebiete Bremens sind untrennbar mit Kaisenhäusern verbunden, den kleinen Wohnhäusern auf Parzellen, die ihren Ursprung in der Wohnungsnot der Nachkriegszeit haben und von denen heute noch einige stehen. Mit Frage zur aktuellen Situation und der Zukunft dieser Häuser sind Ulf Jacob und Mathias Rätsch von Magazin FINDORFF auf mich zugekommen. Wie einige vielleicht wissen, habe ich zu dem Thema geforscht und die Ergebnisse mit Bildern, Dokumenten und Plänen im Buch „Mehr als ein Dach über dem Kopf – Bremens Kaisenhäuser“ festgehalten. Was soll ich sagen? Das Interview lest ihr in der aktuellen Ausgabe, und dann bin ich gemeinsam mit der engagierten Rike Fischer (Grafikerin, Wildblumenexpertin, Urban Gardening, Bremen im Wandel) auf dem Titel des Magazins gelandet. Die gelungenen Fotos sind auf einer Parzelle mit echtem Kaisenhaus (Danke Ute!) in Findorff von der versierten Fotografin Kerstin Rolfes gemacht worden.

Mathias Rätsch und Ulf Jacob haben wieder eine informative, lesenswerte und ansprechend gestaltete Ausgabe von FINDORFF GLEICH NEBENAN vorgelegt.

Buten-Findorffer können alle Ausgaben übrigens online lesen, dazu hier klicken.

Heute 14.00 Uhr Pflanzfest in der Münchener Straße

Auf diese feine Mitmachaktion in der Münchner Straße in Findorff mache ich euch gerne aufmerksam. Am Samstag, 1. April, kannst du gemeinsam mit anderen die Straße für den Frühling und Sommer gestalten. Von 14.00 bis 16.00 Uhr werden auf Baumscheiben und Beeten am Straßenrand blühende Stauden gepflanzt und bunte Blumen ausgesät. Das freut das Auge der vorübergehenden Menschen und die Bienchen. Habt ihr auf der Parzelle Stauden geteilt, weil sie eine Verjüngung brauchen? Bringt die andere Hälfte mit nach Findorff zum Pflanzfest und gebt ihr einen guten Platz! Dort wird sie das Straßenbild beleben. Nähere Infos findet ihr auf dem Blog „Bremen im Wandel.

Schnapp‘ dir den kleinen Grubber, die Gießkanne und deine Stauden und dann nix wie hin!

Bremen im Wandel

Wir freuen uns auf folgende Veranstaltung, die auch auf unserem Mist gewachsen ist:

Sa., 01.4.17, 14 – 16 Uhr, Münchener Straße, Treffpunkt: Ecke Augsburger Straße

Pflanzfest

Samstag, den 1. April 2017, 14 – 16 Uhr · Start: Münchener Straße / Ecke Augsburger Straße

Jetzt einfach mitmachen!
Bienenfreundliche Pflanzen und Blumen für die Münchener Straße: Freie Beetflächen in der Münchener Straße sollen sich in ein buntes Blumenmeer verwandeln und so den öffentlichen Raum dauerhaft aufwerten. Wir möchten gemeinsam mit Euch mehr Blüten und Grün in die Stadt bringen. Bringt gerne Pflanzen, Erde, Eimer, Geräte und Wasser mit.Pflanzfest Münchener Straße Bremen

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