Wunderbare Mohnblüte im Wonnemonat

Mein Garten überrascht mich wieder! Im Wonnemonat sind es diese wunderbar strahlenden Blüten des Mohns mit ihren hauchdünnen und sehr großen Blättern, die sich von dem frischen Grün anderer Stauden leuchtend abheben. Aus den Knospen in der Größe eines Tischtennisballs werden üppige Blüten, die mit zwei Händen kaum zu umfassen sind. Eine sorgfältige Faltung, von der später nichts mehr zu entdecken ist („knitterfrei“), ist dafür nötig. Es ist ein schönes Beispiel dafür, wie klug die Natur viele Dinge eingerichtet hat. Die Blütezeit ist nur von kurzer Dauer und will genossen werden. Das gelingt bei den sommerlich daherkommenden Tagen leicht. Sonnige Grüße sende ich aus dem Garten!

 

Fotos: Kirsten Tiedemann

 

Im Garten – Wochenserie bei buten un binnen [Tipp]

Die Gartensaison beginnt. Auch der letzte Nachtfrost hält die begeisterten Freizeitgärtner nicht davon ab, auf dem Balkon, im urbanen Gemeinschaftsgarten oder auf der Parzelle aktiv zu werden. Hier werden Böden für die kommende Saat aufbereitet und das letzte Laub von den Beeten gezupft und dort wird bereits die Grillsaison eröffnet. Prächtig blühende Tulpen, Magnolien und Kirschbäume geben eine prima Kulisse für das Treffen mit Freunden in einer geschützten sonnigen Ecke vor der Laube auf der Parzelle. Kleine Grüppchen von Kindern ziehen juchzend mit ein paar Erwachsenen durch die Wege – es ist eine Schnitzeljagd, die von einem Kindergeburtstag in einem Kleingarten ausgeht. Auch Bauaktivitäten, vom Ausbessern an der Lauben bis hin zum Neubau sind zu sehen. buten un binnen nimmt diesen Megatrend auf und porträtiert in der aktuellen Wochenserie „Im Garten“ verschiedene Gartenliebhaber und -liebhaberinnen in ihren variationsreichen grünen Oasen – jenseits abgegriffener Klischees und Vorurteile. Die erste Folge war vielversprechend.

Im Garten

Für die einen ist es bloß ein Hobby – für andere die Chance, sich mit eigenem Obst und Gemüse zu versorgen. Und manche chillen am liebsten in der Hängematte zwischen Bienen und Vogelgezwitscher. Der Kleingarten – eine Oase zum Entspannen. Wie haben in die Beete geschaut und uns von Experten beraten lassen.

b&b Wochenserie ab 18. April 2017

Den erste Beitrag gibt es auf der Homepage von Radio Bremen als Videoclip zum nachschauen, dafür hier klicken.

 

FINDORFF GLEICH NEBENAN. Im Parzellengebiet

Das neue Magazin FINDORFF liegt mit der aktuellen Sommerausgabe und dem Titelthema „Im Parzellengebiet“ an vielen Hotspots im Stadtteil aus. Viele Findorffer habe ihr Exemplar bereits im Briefkasten gefunden.

Die Kleingartengebiete Bremens sind untrennbar mit Kaisenhäusern verbunden, den kleinen Wohnhäusern auf Parzellen, die ihren Ursprung in der Wohnungsnot der Nachkriegszeit haben und von denen heute noch einige stehen. Mit Frage zur aktuellen Situation und der Zukunft dieser Häuser sind Ulf Jacob und Mathias Rätsch von Magazin FINDORFF auf mich zugekommen. Wie einige vielleicht wissen, habe ich zu dem Thema geforscht und die Ergebnisse mit Bildern, Dokumenten und Plänen im Buch „Mehr als ein Dach über dem Kopf – Bremens Kaisenhäuser“ festgehalten. Was soll ich sagen? Das Interview lest ihr in der aktuellen Ausgabe, und dann bin ich gemeinsam mit der engagierten Rike Fischer (Grafikerin, Wildblumenexpertin, Urban Gardening, Bremen im Wandel) auf dem Titel des Magazins gelandet. Die gelungenen Fotos sind auf einer Parzelle mit echtem Kaisenhaus (Danke Ute!) in Findorff von der versierten Fotografin Kerstin Rolfes gemacht worden.

Mathias Rätsch und Ulf Jacob haben wieder eine informative, lesenswerte und ansprechend gestaltete Ausgabe von FINDORFF GLEICH NEBENAN vorgelegt.

Buten-Findorffer können alle Ausgaben übrigens online lesen, dazu hier klicken.

Kurios: Pfau in Kleingarten gefunden

Graziös schreitet der große Vogel auf der Parzelle von Bodo über den Rasen. Er hat seinen Garten für heute längst verlassen. Garnicht so scheu posiert das Tier mit dem feinen Krönchen auf dem Kopf vor meiner Kamera. Zu Fasan, Kaninchen, Schnecken und Fuchs gesellt sich nun eine Pfauendame. Die Tierwelt in unserem Kleingartengebiet ist zumindest vorübergehend um eine Art reicher. Aber woher kommt dieses imposante Tier, das hier einen kurzen Gastauftritt hat? Bodo hat es sicherlich nicht angeschafft. buten und binnen meldete im vergangenen Jahr doch eine ähnliche Situation. War da nicht was gewesen? Aus dem Tiergehe im Bürgerpark entfleucht immer mal wieder eines dieser Vögel, höre ich. Es scheint mir etwas weit entfernt von meinem jetzigen Standort auf dem Stadtwerder. Vielleicht stammt diese stattliche Pfauenhenne aus privater Haltung? Kennt ihr jemanden, der einen Pfau vermißt? Bitte meldet euch bei mir.

Fotos: Kirsten Tiedemann

Heute: Saatgut tauschen im kukoon! [Tipp]

Gleich geht`s los! Packt eure überschüssigen Sämereien in Tütchen und tauscht sie gegen andere, die ihr für euer Gärtchen brauchen könnt.

Im kukoon/Neustadt wird heute Saatgut getauscht! Dazu gibt es einen Workshop für die Praxis und wichtige Hintergrundinfos über Sinn und Bedeutung samenfesten Saatgutes von Anja Banzhaf ab 15.00 Uhr. Die Referentin ist Aktivistin, Wissenschaftlerin und Autorin des Buches „Saatgut – Wer die Saat hat, hat das Sagen“.

Aus der Ankündigung:

Die „Bremer Gemeinschaftsgärten“ treffen auch in diesem Jahr wieder zusammen, um untereinander und mit Gästen Saatgut zu tauschen und uns unabhängiger zu machen von undurchschaubaren Konzernstrukturen.

Durch unseren Austausch machen wir uns stark für Artenvielfalt in der Stadt. Regionale Gemüsesorten und wertvolle Wildblumen machen die Runde. Ein Vortrag macht deutlich, wie wertvoll es ist, eigenes keimfähiges Saatgut in Händen zu haben. Ein Workshop bietet Einblick in die Samengärtnerei.

Die Initiative „Ab geht die Lucie“, Bremen im Wandel, der Tafelobstgarten des BUND und andere Urban Gardening Projekte bieten Saatgut zum tauschen an. Dazu werden Informationen weitergegeben, welche Erfahrungen gemacht wurden. Alle sind eingeladen eigenes Saatgut mitzubringen (gerne samenfest und ökologisch) und kleine Gefäße zum Tauschen.
Um 15 Uhr startet ein Vortrag über die Bedeutung von eigenem Saatgut. Die Autorin des Buches „Saatgut – Wer die Saat hat, hat das Sagen“ Anja Banzhaf kommt aus Witzenhausen.

Am Samstag, 25. Februar 2017, 14 bis 18 Uhr im kukoon, Buntentorsteinweg 29, 28201 Bremen, Haltestelle Rotes-Kreuz-Krankenhaus der Linie 4.
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Frühlingsblüher wirkungsvoll vor Kaninchen schützen

Hach, es liegt Frühling in der Luft. Schneeglöckchen, Krokusse und Tulpen zeigen das erste Grün. Bald schon kann es herrlich bunt blühen. Wenn, ja wenn da nicht die flauschigen Kaninchen wären. Wie wir lieben sie das zarte und frische Grün. Auch Blütenblätter gehören zu ihrer Leibspeise. Besonders die gelben Krokusse und manch eine Tulpe haben es ihnen angetan – oder heißt es Kroküsse? Was tun? Auf dem Stadtwerder wird neuerdings die abgebildete Methode genutzt, um das erste grün vor dem Hunger von Kaninchen zu schützen.

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Es ist sicherlich recht praktisch und wirkungsvoll, die Plastikkistchen, die auf jedem Wochenmarkt kostenfrei erhältlich sind, über die erwarteten Blumen zu stülpen. Leider kann dieser effektive Weg nicht der Weisheit letzter Schluss sein, denn so werden ja auch die hübschen Frühlingsblüten unserem Anblick entzogen.

Habt ihr einen Tipp zum Schutz der ersehnten Blumen vor Wildverbiss? Teilt eure Tipps in einem Kommentar mit mir und anderen! Ich freue mich auf eure Nachricht.

Fotos: Kirsten Tiedemann

Grünes Laubendach gut bei Starkregen

Dieses Dach ist eine prima Klimaanlage und eine ebenso gute Dämmung für die Laube im Garten. Passend zur kontroversen Diskussion in der bremischen Politik um eine zukünftige Dachbegrünung bei Neubauten entdeckte ich dieses kleine Beispiel in einem Gartengebiet mitten in der Stadt. Hier nimmt das Laubendach bei jedem Regen das Wasser auf. Überhaupt wirken ja alle Kleingärten mit ihren offenen Böden bei Starkregen positiv. Schon haben wir ein weiteres Argument für den Erhalt der kleinen Gärten, die bis in die Stadtmitte zu finden sind.

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Das Dach wurde mit einem besonderen Detail versehen. Der Schornstein scheint eine Krone zu tragen.

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Zur aktuellen politischen Diskussion gibt es einen Beitrag bei buten und binnen vom 8.1.2017 hier klicken.

Fotos: Kirsten Tiedemann