Frühsommerfest im Grünen Bremer Westen am 23. Juni

Am Sonntag geht es um 11.00 Uhr los – das zweite Frühsommerfest im Grünen Bremer Westen empfehle ich sehr gerne: Viele wunderbare Gärten können besichtigt werden, engagierte Projekte stellen sich vor, Kaisenhausmuseum und Fleetkirche öffnen ihre Türen … begleitete Radtouren bieten Interessierte bekannte und neue Eindrücke aus dem vielfältigen urbanen Naherholungsgebiet rechts und links vom Waller Fleet und diesseits und jenseits der Autobahn. Es gibt einen schönen Programmflyer mit Karte des Gebiets von Lisa Hübotter, Projektleitung Green Urban Labs des Senators für Umwelt, Bau und Verkehr, den ihr hier als pdf-Datei herunterladen könnt:

1. Frühsommerfest 2019 – Angebote   //     2. Frühsommerfest 2019 – Karte

Packt das Picknickkörbchen ein und lasst euch beeindrucken. See you!

GRÜNER BREMER WESTEN – KIRSTEN TIEDEMANN
Radtour durch den Grünen Bremer Westen, 13:00 – 14.30 Uhr
Treffpunkt: Waller Damm – Ecke Fahrwiesenweg (Walle)

Die etwa 7 km lange Tour führt uns auf verwunschenen Wegen durch den abwechslungsreichen Grünen Bremer Westen.
Wir starten in der Waller Feldmark (Kaisenhäuser), fahren am Waller Feldmarksee vorbei und erkunden das kunterbunte Leben im Kleingartenpark „In den Wischen“. Seerosen auf dem Maschinenfleet, das Vogelschutzgehölz mit traumhaften Buchen und idyllische Parzellen liegen auf dem Weg. An unserem Ziel, in der Gaststätte „Blüh‘ auf“, wartet eine Erfrischung auf uns und ein Klönschnack mit dem Vorsitzenden des Vereins.
Treffpunkt: Waller Damm – Ecke Fahrwiesenweg (Walle)
Ziel: Vereinheim „Blüh‘ auf“ am Mittelwischweg
Es ist keine Anmeldung erforderlich.

„In den Wischen“ – Radtour im Kleingartenpark in Gröpelingen

Erfrischende Grüße von einer empfehlenswerten Radtour entlang des Rad-/Wanderwegs am Maschinenfleet im Kleingartenpark „In den Wischen“. Ein weiter Blick ins Blockland eröffnet sich, Vögel zwitschern, zum Feierabend sind viele Leute in ihren Gärten und vergnügen sich. Mehrere Kleingartenvereine aus Gröpelingen und Walle begründen diesen lebendigen Kleingartenpark. Es sind die Vereine Blüh`auf und Mittelwischweg gemeinsam mit den Vereinen Morgenland und Waller Marsch. Sie bilden eine starke Gemeinschaft und ziehen an einem Strang.                                                                                                                          Ich biege ins „Vogelschutzgehölz“ ein. Es ist ein zauberhafter Weg der seinem Namen alle Ehre macht. Unter vielen hohen Bäumen führt er mich ins abwechslungsreiche Kleingartengebiet hinein. Meine Fahrt geht vorbei an vielen belebten Parzellen und Wasserläufen zum Waller Feldmarksee, wo ein erfrischendes Bad lockt. So lässt sich das Sommerwetter prima genießen.

Blick vom Radweg über den Maschinenfleet ins Blockland.

Dieser Graben verdient es Filmkulisse zu werden.

Eine idyllisch gelegene Laube mit üppig blühenden Rosenbögen im Kleingärtnerverein ‚Blüh`auf‘.

 

Diese kreative Gestaltung eines gemauerten Pfortenpfeilers mit einem Mosaik aus Fliesen, Muscheln und zerbrochenen Porzellantassen fiel mir auf.

 

 

Ein Detail aus alten Zeiten ragt in die Gegenwart. Die Mauerleute hatten vermutlich ihren Spaß.

 

Fotos: Kirsten Tiedemann

 

Gelungener Auftakt macht Lust auf mehr – Nachlese zum Frühsommerfest

Es war ein gelungener Auftakt und eine große Freude, dabei zu sein: Bei herrlichem Wetter kamen viele interessierte Menschen und feierten am 3. Juno mit Vereinen, Initiativen, Künstlern, engagierten Leuten und Freizeitgärtnern das erste Frühsommerfest im Grünen Bremer Westen. 15 Veranstaltungsorte boten ein vielfältiges Programm inmitten des abwechslungsreichen Gebiets mit 4.000 Parzellen, freien Grünflächen, Wasserläufen und dem Waller Feldmarksee.

In Bremen sind alle Kleingartengebiete frei zugänglich – sie bieten eine besondere Qualität und das unterscheidet sie von eingezäunten Anlagen in velen anderen Städten. Diese urbanen Grüngebiete sind nicht nur für die Nutzung weniger Menschen gedacht, sondern auch für ausgedehnte Spaziergänge und Radfahrten zur Freude aller. Ich biete eine Radtour durchs Gebiet vom Hohweg/Walle zum Blocklandgarten/Oslebshausen an. 20 Interessierte aus Walle, Findorff, der Neustadt, Schwachhausen und dem Ostertorviertel mit und ohne Gartenerfahrung schließen sich mir an. Unsere Route führt uns vorbei an der sehr gut besuchten Beschäftigungsinititive Garten jEden (Bremer Werkgemeinschaft) zur Fleetkirche, wo uns der Schriftsteller und neue Besitzer der Kirche, René Paul Niemann, begrüßt und zur Besichtigung einlädt. Viele der Frauen und Männer unserer Gruppe erfahren erstmals von diesem besonderen Gebäude (Baujahr 1958), das vollständig aus Holz besteht. Eine Kirchlein mit Standort in einem Kleingartengebiet dürfte in der Bundesrepublik einmalig sein. Weiter geht es durch ausgewählte Seitenwege der Vereine Union e.V. und Walle e.V. mit belebten und auch verlassenen Gärten. Letzere sind oft auch wertvolle ökologische Habitate, merkt eine Mitfahrerin an. Diese Gebiete sind keine „geleckten“ Kleingartenanlagen, es ist auch Natur pur, woran sich ein Bekannter besonders freut. Hätte er noch keinen Garten, hier würde er sich gerne eine Parzelle pachten. Unterschiedliche Lauben, intakte und verfallene Kaisenhausgärten mit knorrigen alten Obstbäumen, verrumpelte Flächen sowie Vogelschuztgebiete säumen unseren Weg. Es sind einige Radfahrer unterwegs. Jemand fragt: Seid ihr die Radtour, kann ich noch mitkommen? Na klar! Wir überqueren den Wasserlauf Waller Fleet und später die Autobahn, baden nicht im Waller Feldmarksee, sondern halten am Kleingartenpark „In den Wischen“, wo es einiges über den gelingenden Zusammenschluss dreier Kleingartenvereine namens Blüh auf e.V., Mittelwischweg e.V. und Morgenland e.V. zu berichten gibt. An unserem Ziel im Blocklandgarten, dem Beschäftigungsprojekt des Förderwerks Bremen in der ehemaligen JVA Oslebshausen, erwartet uns eine gute Tasse Kaffee, Gegrilltes, Führungen durch Gewächshäuser und Gemüsegärten. Bänke unter einer alten Eiche laden zur Entspannung im Schatten ein. Kinder spielen auf dem Rasen mit bereit gestellten Spielzeug. Informationen zum Projekt Green Urban Labs, von der Interessengemeinschaft der Parzellenbewohner und anderen Initiativen können eingeholt werden, auf einer kleinen Bühne gab es verschiedene Vorstellungen, man kann sein Fahrrad registrieren lassen und vieles mehr. Ganz herzlich bedanken möchte ich mich bei allen Interessierten. Es war ein Vergnügen mit euch!

Der Ort ist beeindruckend, hat ein großes Potential und bietet Space für viele kreative Köpfe und handwerklich geschickte Menschen, die Lust haben gemeinsam etwas zu entwickeln. Man müsste mal fragen, was Immobilien Bremen dort plant.

Von der guten Atmosphäre und den anregenden, informativen Austausch bei meinem zweiten Angebot des Tages „Laube-Liebe-Hoffnung“ und dem Film zu den Anfängen der Kaisenhäuser sowie dem anschließenden Gespräch mit Marianne Berger, die ihre Kindheit im Kaisenhaus mit ihren Eltern verbracht hat, werdet ihr hier bald Näheres von mir lesen.

Persönlich danken möchte ich besonders der Umweltplanerin Lisa Hübotter, die gemeinsam mit Thomas Knode beim Senator für Umwelt das Projekt Green Urban Labs / Grüner Bremer Westen leitet. Sie hat dieses Fest gleich nach Antritt ihres Jobs initiiert und sich neben ihrer Kerntätigkeit kompetent für dessen Realisierung engagiert. Merci.

* Wer eine Parzelle sucht findet hier eine Karten und Kontaktdaten zu (fast) allen Kleingärtnervereine in Bremen.

Foto: Kirsten Tiedemann