Herrenlose Tasche in Waller Feldmark: Polizeieinsatz

Keine Ruhe im Parzellengebiet: Eine herrenlose Tasche sorgte laut Weser-Kurier heute in den frühen Morgenstunden in der Waller Feldmark für einen Polizeieinsatz. Nachdem die Meldung der BSAG über die Tasche, die an der Bushaltestelle Hohweg stehen würde, kurz vor sechs Uhr bei der Polizei eintraf, rückte eine Spezialteam aus und sperrte vorsichtshalber das umliegende Parzellengebiet. Um 10 Uhr wurde die Sperrung aufgehoben.

Die Polizei teilte mit, dass sich in der Tasche Spielzeugautos befunden haben.

Die Nachricht schrieb Kristin Hermann im Weser-Kurier online am 3.6.2017

 

Einbrecher auf Parzelle gefaßt

Am Montag meldete der Weser-Kurier, dass ein Einbrecher von der Polizei nachts noch während der Tat in einer Laube auf einer Parzelle in der Vahr festgenommen werden konnte. Ein aufmerksamer Zeitgenosse hatte Fensterglas klirren gehört, einen Einbruch vermutet und daraufhin die Polizei informiert.

Weser-Kurier am 27. März 2017

Kaisenhausbewohner vertreiben Einbrecher in Gartenlauben

In der Nacht zu Montag konnten im Parzellengebiet in Walle Einbrüche in Gartenlauben durch Anwohner verhindert werden, das berichtet der Weser-Kurier im Stadtteilkurier. Im Hertaweg und im Hoffnungsweg wurden die Anwohner von Geräuschen geweckt und schauten, woher diese stammten. Das Einschalten des Lichts vertrieb die Einbrecher. Fußabdrücke im Schnee führten die gerufene Polizei zu einem der mutmaßlichen Täter.

Die Polizei bittet Zeugen, die auch am Tierheim Hemmstraße verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich zu melden. Telefon 0421/362-3888

Die Nachricht liest sich hier klicken.

 

Was wird aus der Fleetkirche? Ein Beitrag im Weser-Kurier

„Was wird aus der Fleetkirche?“ titelt ein unbedingt lesenswerter Artikel von Anne Gerling im Stadtteil-Kurier (West) des Weser-Kuriers am 18. Juli 2016. Darin gibt Gerling einen informativen Überblick zu Entstehung und Geschichte dieses besonderen Bauwerks in der Waller Feldmark, dessen Ursprung im massenhaften Wohnen auf der Parzelle in Kaisenhäusern* in der Nachkriegszeit zu finden ist. Die Bedeutung, die die Kirche in früheren Zeiten für die Kaisenhausbewohner hatte, schildert der Architekt Uwe Siemann eindrücklich. Erfreulich ist die Nachricht aus der Bremischen Evangelischen Kirche (BEK) zur Zukunft des einmaligen Gebäudes. Von Frau Sabine Hatscher, Sprecherin der BEK, ist zu erfahren, dass die BEK die Fleetkirche zwar nicht weiter selbst unterhalten werde, aber offen für Ideen einer Weiternutzung sei. Hatscher erklärt außerdem, dass auch die Abgabe des Gebäudes für einen symbolischen Preis möglich sei. Ich meine, mit einer „Stiftung Fleetkirche“ kann das Gebäude langfristig als kultureller Treffpunkt mit Sommercafé und angeschlossenem ganzjährigem „Draußen-Kindergarten“ erhalten werden und das Naherholungsgebiet Waller Feldmark bereichern.

* Die im Artikel genannte Zahl von bis zu 4.000 Parzellenbewohnern in den 1960er Jahren in der Waller Feldmark kann Seit der Vorlage meines Buches „MEHR ALS EIN DACH ÜBER DEM KOPF – BREMENS KAISENHÄUSER“ mindestens auf das vierfache nach oben korrigiert werden.

Weser-Kurier, Stadtteil Kurier West 18.7.2016

Weser-Kurier, Stadtteil-Kurier (West) 18.7.2016

Eigenwillig gestaltetes Kaisenhaus

Dieses aussagekräftige Beispiel für die eigenwillige Gestaltung beim Bau von Kaisenhäusern sendete mir eine passionierte Freizeitgärtnerin freundlicherweise zu. Herzlichen Dank dafür. Das kleine Häuschen mit Satteldach nebst Anbau befindet sich nicht in Findorff/Walle, was auf eine Verbreitung des Wohnens auf der Parzelle in der Nachkriegszeit in den meisten Kleingartengebieten der Stadt hinweist. An dem mit roten Dachschindeln eingedeckten Gebäude sind zwei Anbauten erkennbar: Zum einen gibt es einen Windfang und des weitere befindet sich ein Anbau an der Rückseite des Häuschens einschließlich Obergeschoss, der anders als das „Hauptgebäude“ mit einem Pultdach versehen wurde. Dieser Bereich scheint mit Dachpappe gedeckt zu sein. Die hier gewählte Dachform ermöglicht es, die gesamte Grundfläche der ersten Etage in diesem kleinen Teil des Hauses vollumfänglich nutzen zu können. Das ovale Fenster im Anbau fällt ins Auge. Das selbst gebaute Häuschen, das früher nach Notwendigkeiten, Möglichkeiten und Bedürfnissen der Bewohner vergrößert worden ist, erhält damit ein wunderbares i-Tüpfelchen. Es amüsiert die Betrachter*in (und verärgert mache andere) auch, weil es komplett aus der Reihe der gängigen Gestaltungslogik tanzt.

Das an die Hauswand angelehnte Fahrrad gibt einen hilfreichen Anhaltspunkt zur Schätzung der Grundfläche des ursprünglichen Gebäudes. Das kleine Gebäude mit Satteldach wird in etwa eine Grundfläche von 6×6 Meter haben; dazu kommt der Anbau mit etwa 2,50×6 Meter.

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Foto: privat

Wer mehr über die Geschichte des Wohnens auf der Parzelle in Bremen erfahren möchte, und dessen Entwicklung von den 1920er Jahren bis 2002, dem möchte ich mein Buch „Mehr als ein Dach über dem Kopf – Bremens Kaisenhäuser“ ans Herz legen. Das reich bebilderte Buch beleuchtet die Gründe für die eigenwillige Gartenwohnkultur, es läßt engagierte Zeitzeugen zu Wort kommen, zeigt viele Dokumente sowie Bau- und Flächennutzungspläne und gibt interessante Einblicke in die wechselvolle Geschichte aus Sicht der Bewohner*innen sowie von Verwaltung und Politik (Bürgermeister Wilhelm Kaisen und Hans Koschnik u.a.). Es ist beim Weser-Kurier, im Pressehaus in der Martinistraße erhältlich und im Buchhandel bestellbar.

ISBN 978-3-938795-39-2, Preis: 16,90 €.

Foto: privat

Schenke dieses Buch! [Tipp]

Ja! Pfiffige Menschen pachten Parzellen, für die sie andere Pläne entwickeln als städtische Planer und Politiker. Kreative Reaktionen auf wiederkehrende Konflikte. So viele Menschen, so viele Jahre! Die Geschichte vom Wohnen auf der Parzellen in Bremen ist mehr als die Geschichte vom illegalen Bauen im Kleingarten. Sie ist mehr als eine Notlösung, mehr als improvisiertes Bauen und weit mehr als nur die individuelle Lösung eines Wohnproblems. Und: Sie ist auch ein prima Weihnachtsgeschenk! In meinem Buch „Mehr als ein Dach über dem Kopf – Bremens Kaisenhäuser“ widme ich mich dieser Geschichte, die davon erzählt, wie Menschen ihre Geschicke in einer Krisenzeit in die eigenen Hände nahmen, sich ein Dach über dem Kopf bauten, eigene Quartiere schufen und wichtige Verbesserungen für ihr Lebensqualität erreichten. Es ist die Generation unserer Ur-Großeltern. Ganz nebenbei entwickelten sie ein städtisches Gebiet so von unten. Mit langem Atem setzten sich einige der etwa 80.000 Menschen, die um 1960 in den Kleingartengebieten lebten, für den dauerhaften Erhalt ihrer selbst geschaffenen Gartenwohnkultur ein – und konnten dabei langfristige Teilerfolge erzielen. Es ist ein bemerkenswerter, beachtlicher Teil bremischer Geschichte. Und: Es ist ein prima Weihnachtsgeschenk.

Zitate von Kaisenhauserbauern, einige ihrer Familiengeschichten und die Positionen von Bügermeistern (W. Kaisen, H. Koschnik, H. Seifriz) zur Sache, viele historische Fotos sowie Kartenmaterial und Baupläne sind in meinen Buch „Mehr als ein Dach über dem Kopf – Bremens Kaisenhäuser“ erstmals veröffentlicht.

Es gibt noch ein paar Exemplare im Pressehaus in der Martinistraße. Online kann es zum Preis von 16,90 € beim Weser-Kurier-Shop und auch im Buchhandel bestellt. Hier die ISBN-Nummer 978-3-938795-39-2. bzb_Mehr als ein Dach über dem Kopf_Innen_Druckvorlage.indd

Offene Gartentore – Gärtnern für Flüchtlinge

In diesem Sommer laden der Internationale Garten Walle e.V. und das Gartenprojekt am Übergangswohnheim Überseetor ein und halten ihre Gartentore einmal wöchentlich für alle Interessierten offen. Sie bieten den „eingesessenen“ Bremerinnen und Bremer und den in unserer Stadt Schutz suchenden Menschen Freiraum, um gemeinsam zu gärtnern, auszuspannen und in entspannter Atmosphäre neue Kontakt zu knüpfen.

Der International Garten Walle e.V. hat sich mit seinen 2.300 Quadratmetern Gartenfläche in der vorderen Waller Feldmark am Hagenweg angesiedelt. Seit 2011 bereichert er das große Kleingartengebiet, das reich an Tradition ist, zu der übrigens auch Einwanderung gehört. Die Lust am gemeinsamen Gärtnern führt hier Menschen aus aller Welt zusammen. Wann: Jeden ersten Samstag im Monat. Wo: Hagenweg Ecke Fleetstraße beim WUPP-Schild  Zur Wegbeschreibung geht es hier.

Der ganz junge, mobile Garten in Kisten am Übergangswohnheim Überseetor 1 ist im April diesen Jahres für die Bewohner eröffnet worden. Er bietet Platz für Salat und Blumen und die Chance, miteinander und mit den Nachbarn in Kontakt zu treten. Wann: Die Gartentore sind hier jeden Dienstagnachmittag mit Gartenbetreuer für alle Interessierte geöffnet. Wo: Überseetor 1, Überseestadt . Ein informativer Artikel zur Eröffnung des Kistengartens findet sich im Weser-Kurier hier.

Kontakte: graca@internationaler-garten-walle.de; markus@internationaler-garten-walle.de, offgt@internationaler-garten-walle.de

Offen Gartentore ist ein Projekt des Internationalen Garten Walle e.V. in Kooperation mit der Gemüsewerft Bremen und wird gefördert vom Senator für Umwelt, Bau und Verkehr der Freien Hansestadt Bremen, der Inneren Mission in Bremen und einer großzügigen Spende. Es richtet sich speziell an Menschen, die aus ihrer Heimat fliehen mussten. Dahinter steht die Idee, dass ein Gemeinschaftsgarten Menschen die Möglichkeit gibt, etwas Sinnvolles und Selbstbestimmtes in der Natur zu tun, auszuspannen, in lockerer Atmosphäre mit anderen Menschen in Kontakt zu treten und Sprachkenntnisse zu erwerben und zu festigen. Solch ein Garten kann ein wohltuender Freiraum sein für Schutz suchende Menschen, die oft monate- oder sogar jahrelang in einer Übergangsphase mit vielen Unsicherheiten und unklarer Zukunft leben müssen.

Ein Garten ist ein prima Ort der Begegnung.

InternationalerGarten

Foto: Internationaler Garten Walle e.V.