„Es gärt an der Basis“, sagen die Kleingartenrebellen dem Weser-Kurier

„Es gärt an der Basis“, sagen die „Kleingartenrebellen“. Entzündet hat sich der Unmut am Entwurf des Verbands der Bremer Gartenfreunde für eine Gartenordnung, die auch ein Trampolin-Verbot vorsieht.

Aktueller Artikel im Weser-Kurier vom 13.4.2018 von Frank Hethey, der hier zu lesen ist: Klicke und du kommst zum Beitrag.

Kleingartenrebellen Bremen – Neue Website will Bremens Kleingärtner informieren

www.kleingartenrebellen.de-bremen (Ansicht am 13.2.2018)

Ein Paukenschlag: Hartmut Clemen sei vom Posten des Landesfachberaters im Landesverband der Gartenfreunde Bremen zurückgetreten, diese Information las ich mit Bedauern auf der neue Internetseite Kleingartenrebellen Bremen/Aktuelles. Das wäre ein empfindlicher Verlust für den Landesverband, wie ich finde. Über die Gründe für seinen Rücktritt können wir nur spekulieren. Sind es persönliche Gründe, gab es Differenzen mit Geschäftsführung oder mit dem Vorstand des Landesverbands? Wer wird ihm nachfolgen können? Es sind große Schuhe, die so schnell niemandem passen werden. Dem FlorAtrium soll Clemen mit seiner engagierten Art, seinem fundierten Wissen und vorausschauendem Tätigkeitsprinzip offenbar glücklicherweise als Leiter des Beratungszentrums weiterhin erhalten bleiben.

Diese Gelegenheit möchte ich nutzen, um euch noch einmal auf die Internetseite Kleingartenrebellen Bremen aufmerksam zu machen. Inspiriert von den Schreberrebellen in Hamburg ist diese Website vor einer Woche frisch geschlüpft. Eine Gruppe engagierter Kleingärtner will unabhängige Informationen zu verschiedenen Fragen und Problemen des Kleingartenwesens in Bremen geben, um so die freie Meinungsbildung zu fördern. Die Haltung, die der Landesverband der Gartenfreunde Bremen e.V. im vergangenen Jahr gezeigt hat, z.B. mit dem Vorstoß, die Bebauung von Teilen des grünen Bremer Westens zu begrüßen, obwohl es von Seiten der Senators für Umwelt ein Projekt zur Belebung freier Parzellen genau in diesem Gebiet gibt (Green Urban Labs). Z.B. mit der geplanten Verschärfung der Landesgartenordnung. Z.B. der Umgang der Geschäfststelle mit kritischen Stimmen innerhalb des Verbands, das scheint den Kleingartenrebellen keine ausreichende Haltung einer Interessenvertretung der Kleingärtner zu sein. Zum Auftakt hat sich die Gruppe den Entwurf zur neuen Gartenordnung vorgenommen, fundiert durchgearbeitet und ihn an vielen Stellen kommentiert, die für Kleingartenfuntkionäre und Mitgllieder von Interesse sein sollten.

Das sagt die Gruppe selbst über ihre Absichten, die sie mit ihrer Seite verfolgen:

„Unsere Informationen sollen Ihnen helfen sich unabhängig von Verband und Funktionären ein Bild vom Kleingartenwesen in Bremen zu machen. Wir werden versuchen die verschiedenen Themen rund um Parzelle & Co aus unterschiedlichsten Sichtweisen zu beleuchten und möchten Ihnen in Zukunft auch ein Forum zur Diskussion bieten. Wir wollen keine Konkurrenz zum Landesverband der Gartenfreunde sein; jedoch ein kritischer Begleiter in strittigen Fragen.
Wir sind keine geschlossene Gruppe und freuen uns über weitere engagierte Kleingärtner. Anregungen und Kritik sind uns jederzeit willkommen.
Kontakt bitte per Mail über: kleingartenrebellen@web.de

Die Situation in Bremen

Das letzte Gartenjahr (2017) war belebt durch eine öffentliche Diskussion über eine Bebauung von Kleingartengebieten, insbesondere vom Bremer Westen. Der Landesverband der Gartenfreunde Bremen hat in der Presse ein diffuses Bild abgegeben und Aussagen der Geschäftsführung haben für Irritationen in der bremischen Verwaltung gesorgt. Inzwischen hat sich der Landesverband sogar für eine Bebauung ausgesprochen. Ob dies im Interesse der Pächter ist? Bisher wurden noch keine nennenswerten Anstrengungen unternommen, die Meinung der Basis zu erfahren, als deren Sprachrohr sich der Landerverband versteht!“

         Auszug vom 13.2.2018   Kleingartenrebellen.de-Bremen  

Gartenordnungs-Zwang? Auch in Bremen?!

Die engagierten Hamburger Schreberrebellen sind auf die frischen Bremer Kleingartenrebellen aufmerksam geworden und rücken Bremens kommende Gartenordnung in ein neues Licht:

„Im Bremer Kleingartenwesen läuft anscheinend (fast) ebenso viel quer wie im Hamburger Pendant dazu! Liest man sich durch entsprechende Internetseiten aus Bremen, dann kommt einem doch so einiges verdächtig bekannt vor. Soll das unsägliche „Hamburger Modell“ der „Nachverdichtung im Bestand“ bald auch nach Bremen getragen werden?“

Die Bremer Kleingärtner-Vereine werden auf den letzten Drücker über das wichtige Papier informiert, „dürfen“ in kürzester Frist im Winter, wenn kaum Mitglieder anzutreffen sind, Rückmeldung geben und Vorschläge machen. Mit dieser Strategie kann man den demokratischen Schein wahren, der echte demokratische Prozess und die offene Diskussion werden so jedoch wesentlich beschränkt.

Ähnliches erlebten die Hamburger Gartenfreunde:

Man kennt das aus Hamburg und es ist KEIN Zufall, sondern es hat System! So werden die Verbandsmitglieder überrumpelt und veräppelt. So sollen vermeintlich „demokratische“ Beschlüsse eingeholt werden. Oder besser: So versucht man die Mitglieder zu übertölpeln, damit sie ihren Segen geben zu der Suppe, die man ihnen einbrocken möchte.“

Und die Hamburger rufen uns Bremerinnen und Bremern zu:

Liebe Bremerinnen und Bremer, bitte hört auf eure leidgeprüften Gartenfreunde aus Hamburg: Lasst euch das nicht gefallen, lasst euch nicht über den Tisch ziehen. Unterscheidet bitte klar zwischen Interessenvertretern und Interessenverrätern.

  Das ganze Vorgehen ist höchst undemokratisch und wird absichtlich so gemacht, damit ihr schön vereinzelt seid und keine Fragen stellen könnt. Es würde uns nicht wundern, wenn auf der nächsten Verbandsversammlung ein Gast aus Hamburg dabei wäre…

Eure Vorstände und Delegierten sind jetzt gefragt und müssen sich grade machen, müssen ihre Rechte und eine anständige Behandlung einfordern. Und ihr müsst dies von euren Vorständen und Delegierten einfordern. Sie brauchen euren Zuspruch und eure Unterstützung.

Wir wissen, wie diese Versammlungen beim Landesbund ablaufen. Wer da ein kritisches Wort verliert, den versucht man, als „sonderbaren Abweichler“ darzustellen.

Pustekuchen, nehmt eure Rechte wahr! Bei uns hat es einige Zeit gedauert. Noch nie gab es so viel klare Kritik wie auf unserer letzten Landesbundversammlung. Delegierte, macht den Mund auf, tut es für euren Verein, für eure Mitglieder! Kämpft für sie und seid für sie stark.

Wenn es wie in HH läuft, dann ist das nur der Anfang und hinter all den vorbereiteten Papieren steckt nur eines: Mat will an eure Flächen, will kündigen, nachverdichten, will am liebsten Leerstand.

Seid auf der Hut. Die Kleingartenflächen sind bei „Investoren“ sehr beliebt. Dazwischen steht ihr und das Bundeskleingartengesetz. In HH haben wir einige Erfahrungen damit, wie versucht wird, dies mithilfe von Zwangssatzungen, -gartenordnungen und dergleichen auszuhebeln.

SchreberRebellen Hamburg, 6.2.2018

Wer kommentierte Informationen zur Poltik des Landesverbands der Gartenfreunde Bremen sucht, wird sie auf der Website der ganz frisch gesprossenen Bremer Kleingartenrebellen finden. Das jedenfalls ist die erklärte Absicht einer Gruppe engagierter Kleingärtner, die sich für folgende Ziele einsetzt:

1. Transparenz und Mitbestimmung in Kleingartenfragen für Alle
2. Bestandssicherung für Grünflächen und Kleingärten in Bremen
3. Naturgemäßes Gärtnern im Einklang mit der Natur

Mehr findet ihr auf der Homepage Kleingartenrebellen.de-Bremen.de.

Die Links zu den Internetseiten findet ihr ab sofort in meiner Linkliste.