Mitmachen: Öffne deine Gartenpforte zum Frühsommerfest im Grünen Bremer Westen! Jetzt anmelden.


Das außergewöhnliche Frühsommerfest im Grünen Bremer Westen lockte im vergangenen Sommer viele Menschen in das vielfältige Naherholungsgebiet und begeisterte mit seinem bunten Programm. Ich freue mich sehr darüber, dass es in diesem Jahr am Sonntag, 23. Juni, als Höhepunkt der ersten Woche des Gartens in Bremen gefeiert werden wird. Erneut sind viele Vereine (Kleingärtnervereine), Initiativen (z.B. Internationale Gärten Walle / WUPP / Kaisenhausmuseum), interessierte Einzelpersonen und engagierte Kleingärtner*innen dabei, die gemeinsam ein verlockendes Programm gestalten. Ich biete beispielsweise eine Radtour an und werde anschließend neue Erkenntnisse zur Entwicklung einzelner Kleingärtnervereinen im Gebiet vorstellen. Initiative und Koordination für das große Fest liegen in den bewährten Händen der Projektleiterin des Modellprojekts „Green Urban Labs“ – Grüner Bremer Westen, beim Senator für Umwelt, Bau und Verkehr, Lisa Hübotter.
Du hast selbst einen Garten, den du anderen zeigen möchtest? Du willst deine Freude an deinem Garten mit anderen teieln? Am 23. Juno hast du die Gelegenheit, die Pforte deiner Parzelle im Rahmen des Frühsommerfestes für interessiert Besucher*innen zu öffnen! Melde dich bis zum 15. März bei der Koordinatorin Lisa Hübotter und lasse deinen Garten in das Programmheft für das Fest aufnehmen.
Kontakt: lisa.huebotter@umwelt.bremen.de
Für das Programmheft benötigt sie den Namen sowie die Adresse des Gartens, eine Telefonnummer, Datum und Uhrzeit der Gartenöffnung sowie eine kurze Beschreibung des Gartens. Wünschenswert wäre auch ein Foto des Gartens.

In diesem Jahr findet das spannende Gartenfestival in Kooperation mit dem Landesverbands für Gartenfreunde Bremen e.V. statt.

Chance für Neuanfang – Reaktionen auf Wechsel im Landesverband der Gartenfreunde Bremen

Weser-Kurier: Kritiker sehen Chance auf einen Neuanfang

Frank Hethey 18.08.2018 im Weser-Kurier online 

Erst der angekündigte Rückzug des Landesvorsitzenden August Judel, nun die Trennung von Geschäftsführerin Birgit Drechsler – bei den Gartenfreunden zeichnet sich nach den Querelen um die neue Gartenordnung ein personeller Umbruch ab. Nicht nur die grüne Fraktionschefin Maike Schaefer sieht jetzt „die Chance für einen Neuanfang“. Auch Claudia Bernhard (Linke) setzt darauf, dass mit „personellen Veränderungen an der Spitze ein Umdenken“ beginnt. Einer der schärfsten Kritiker der bisherigen Führungsriege, Carsten Siemering von den „Kleingartenrebellen“, sieht bereits eine Kurskorrektur im Landesvorstand. Man sei miteinander im Gespräch über eine Neuausrichtung. Sein Eindruck: „Allen Beteiligten ist klar, dass sich etwas verändern muss.“

Keinerlei Genugtuung ist vonseiten der SPD zu hören. Als „engagierte und energische Vertreterin der Interessen ihres Arbeitgebers“ bezeichnet Fraktionschef Björn Tschöpe die freigestellte Geschäftsführerin. Das Ziel seiner Partei bleibe die Weiterentwicklung des Kleingartenwesens unter Mitwirkung der Kleingärtner. „Dazu erwarten wir vom Umweltressort die Vorlage eines Kleingartenentwicklungsplans, der mit dem Landesverband abgestimmt ist.“

Mit Bedauern reagierte die FDP auf das „Zerwürfnis“ zwischen dem Landesverband und seiner Geschäftsführerin. Birgit Drechsler sei für die Liberalen stets eine kompetente und vertrauenswürdige Ansprechpartnerin gewesen, sagt der umweltpolitische Sprecher Rainer Buchholz. Gleichwohl äußert er Verständnis. „Wenn es an diesen Komponenten im internen Bereich beim Landesverband gehakt hat, blieb leider keine andere Lösung als die der Vertragsauflösung.“

Eklatanten Reformbedarf konstatieren indessen die Grünen. Eine neue Kleingartenordnung müsse ökologischer, nachhaltiger, familienfreundlicher und zukunftsfähig sein, sagt Schaefer. „Die Kleingärtner wollen Spaß am Gärtnern haben, sie haben keine Lust mehr auf endlose Formalitäten und rigorose Gartenordnungen.“ Der Wunsch nach mehr Flexibilität und mehr Gestaltungsfreiheit sei nicht zu überhören gewesen. Den Hinweis auf strikte Vorgaben durch das Bundeskleingartengesetz will Schaefer nicht gelten lassen. Andere Kommunen hätten viel liberalere Kleingartenordnungen. Soll heißen: Auch der Bremer Landesverband habe ausreichend Spielraum für eine „Flexibilisierung vieler veralteter Regelungen“.   Hier zum Artikel im Weser-Kurier online 18.8.2018

 

Überarbeitung der Gartenordnung hat begonnen

[Kurzinfo] Offenbar hat die Überarbeitung der Gartenordnung im Landesverband der Gartenfreunde Bremen e.V. begonnen. Das war nötig geworden, nachdem ein vorgetragener Entwurf auf der diesjährigen Landesdelegiertenversammlung mit großer Mehrheit abgelehnt worden war. Auf dem Facebook-Account vom Landesverband liest man von einer „total erfolgreichen“ ersten Sitzung mit Vereinsvorständen und Fachberatern. (Stand 4.7.2018) Für wen war die Sitzung erfolgreich? Welche Punkte wurden behandelt? Wie groß ist das Gremium eigentlich und wie setzt es sich genau zusammen? Nähere Informationen werden nicht genannt.

 

Leserbrief zur Entwicklung einer neuen Gartenordnung

Es ist eindeutig entschieden worden: Auf ihrer Jahreshauptversammlung haben die organisierten Bremischen Gartenfreunde beschlossen, dass der Entwurf zur Gartenordnung für Bremen überarbeitet werden wird. Viele gute Leute mit umfangreicher Sachkenntnis werden daran mitwirken. Ein Leserbrief erreicht mich, der einen Beitrag zur anstehenden Diskussion an der neuen Gartenordnung darstellen kann und grundsätzliche Fragen aufwirft.

„Liebe Gartenfreunde
Die rege Diskussion über unsere Gartenordnung erfüllt mich mit Hoffnung. Selbst bin ich seit einigen Jahren Vorsitzender eines KV und hatte bis jetzt die Befürchtung, dass gewisse Leute beim Landesverband machen können was sie gerne wollen und die Kleingärtnergemeinde stimmt ohnmächtig und ohne großen Widerstand zu.
Das breite Interesse und vor allem die Ablehnung des Entwurfes des LV haben mich eines Besseren belehrt. Darüber bin ich sehr froh, zeigt es doch, dass sich die Kleingärtner nicht so einfach übergehen lassen und, wenn es darauf ankommt, immer noch mit Herz und Verstand bei der Sache sind. Nun sollten wir daraus aber auch eine kleine Verpflichtung ableiten. Auf breiter Basis sollten nun möglichst viele unserer Gartenfreunde an der Neugestaltung einer modernen Landesgartenordnung mitarbeiten. Denkt darüber nach was für Euch wichtig ist, redet und diskutiert in der Familie und mit Freunden darüber und tragt euren Vorständen wichtige Dinge vor. Es könnten daraus Eingaben an die einzusetzende Arbeitsgruppe entstehen, die dann letztlich von der Delegierten-Versammlung beschlossen werden könnten. Ich bin überzeugt, auf diese Weise können und sollten wir alle an der neuen Gartenordnung mitgestalten. Letztlich muss aber klar sein, dass auch eine neue, gewissenhaft ausgearbeitete Gartenordnung immer einen Mehrheitsbeschluss darstellen wird, der nicht jedem von uns zu 100% gerecht werden kann.
Persönlich bin ich deshalb der Meinung, dass eine Landesgartenordnung sich natürlich zuallererst an bestehende gesetzliche Vorschriften halten muss. Genauso wichtig (das verlangt auch das Bundeskleingartengesetz ausdrücklich) ist dann, dass in ihr regionale Unterschiede in den einzelnen Kleingartengebieten Berücksichtigung finden. Außerdem sollten gesellschaftliche „Kernentwicklungen“ in eine neue Gartenordnung einfließen.
Die jüngere Entwicklung unserer Gesellschaft in Bremen (und um die geht es uns doch hier) war, ist und wird auch noch lange Zeit vom allgemeinen demographischem Wandel, der radikalen Veränderung in der Arbeitswelt (Jobs die vielfach eben nicht von 8 bis 16 Uhr stattfinden, sondern teilweise weit davor oder danach anliegen), der signifikanten und sehr begrüßenswerten Zunahme von Geburten in Bremen und dem Zuzug von tausenden von Flüchtlingen geprägt sein. Das sind die Eckpunkte und diese müssen – wollen wir eine zukunftsfähige Gartenordnung entwickeln – unbedingt mit einfließen.
Wir wissen doch alle, tausende von Flüchtlingen werden auf Dauer hier bei uns bleiben. Nun was tun diese lieben Leute? Als erstes suchen sie eine Wohnung. Als zweites suchen Sie einen Job und als drittes – da bin ich mir ziemlich sicher – werden sie sich einen Garten suchen, um aus ihren Mietskasernen in die Natur zu kommen und um das zu tun, was in ihren Heimatländern für die Mehrzahl von ihnen selbstverständlich war – nämlich zu gärtnern!

In diesem Zusammenhang möchte ich noch einmal auf den immer wieder eingebrachten Hinweis auf brachliegende und angeblich nicht verpachtbare Kleingärten eingehen:
Die Aussage, es gäbe zu viele Parzellen in Bremen und deswegen könnten wir beruhigt Flächen für irgendwelche anderen Nutzungen freigeben ist schlichtweg falsch und berücksichtigt das eben gesagte nicht. Es gibt nicht zu viele Parzellen. Sondern es gibt lediglich Verpachtungs-Hindernisse!! Bei uns im Verein ist die Nachfrage nach Gärten so groß, dass wir sie nicht befriedigen können. Auch bei uns gab es […] vermüllte oder brachliegende Parzellen. Dass solche natürlich keiner so ohne Weiteres freiwillig übernehmen will, ist doch völlig klar. Nun was haben wir getan um das zu ändern. Wir haben die Situation den Mitgliedern ausführlich dargestellt, diskutiert und ihnen auch vorgerechnet, wohin das auf Dauer führt – nämlich letztlich in die Insolvenz und damit der Auflösung des Vereins, weil Pachten vom Verein an die Landbesitzer gezahlt werden müssen. Der Verein aber weder Pacht noch Mitgliedsbeiträge einnimmt. Das führt zu einer Schere von Unterdeckungen in der Vereinskasse, die ständig und immer schneller am Bestehen des Vereins nagt. Danach gab es eine breite Zustimmung diese Situation zu ändern. Mit großer Mehrheit haben wir beschlossen, dass der zu leistende Gemeinschaftsdienst bis von jährlich 3 auf aktuell 6 Stunden (!) erhöht wurde. Die dadurch verfügbar gewordenen Ressourcen wurden eingesetzt, um alle diese Parzellen aufzuräumen und verpachtbar zu machen. Heute hat unser Verein alle diese Parzellen wieder verpachtet. Das bedeutet mehr Einnahmen für den Verein (und natürlich auch für den LV).
[…]

Nun hilft alle Kritik wenig – es muss nach vorn geschaut und klug darüber nachgedacht werden, wie wir es besser machen können. Nur meckern geht sowieso gar nicht – anpacken ist angesagt!
Grundsätzlich trete ich für eine weitestgehende Beibehaltung der Autonomie der Vereinsvorstände ein. Der LV hat mit seinem Entwurf versucht, dies heimlich still und leise zu ändern. Diesen „Machtstreben“ […] muss entschieden entgegen getreten werden. Der LV ist nicht die disziplinarisch vorgesetzte Dienststelle der KV und deren Vorstände. Der LV wird von uns am Leben gehalten, finanziert und gewählt. Er soll uns [gemeint sind die Kleingartenvereine, KT] und unsere Mitglieder unterstützen und beraten, unsere Interessen gegenüber der Politik und Gesellschaft wahrnehmen und sich ansonsten um die in seiner Satzung genau festgelegten und beschriebenen Aufgaben kümmern. Nicht mehr aber auch nicht weniger.

Hierzu nur eine Kernfrage: Warum betreibt der LV keine Lösungsfindung in Sachen nicht verpachteter/verpachtbarer Parzellen und warum betreibt der LV keinerlei Marketing zur Förderung von Verpachtungen?? Viele Mitbürger wissen schlicht gar nicht, wie günstig man an einen schönenGarten kommen kann.
Um eine moderne, zukunftsfähige bremische LGO [Landesgartenordnung, KT] zu entwickeln, ist, meiner bescheidenen Ansicht nach, eine zwingende Voraussetzung noch nicht erfüllt: Es gibt keine „Vision“! Eine Vision davon, wie das Kleingartenwesen der Zukunft (Kaisenhäuser u.v.a.) aussehen soll.
Der LV hat dazu keine Ideen, man hört sogar, dass Vertreter des LV einer Sitzung der Politiker zu diesem Thema trotz Einladung ferngeblieben sind. Diese Vision sollten wir gemeinsam entwickeln, dann wird das auch was mit den „…blühenden Gärten“!
Macht Euch bitte Gedanken und helft alle mit – ich bin sicher, dann wird das was!
Herzliche Grüße an alle Gartenfreunde und die die es noch werden wollen.
Euer U. Stuckenbrock“

Provisorische Hummel- und Bienentränke

Die liebe Blogger-Kollegin StadtLandFrau hat heute einen prima Tipp zur Unterstützung einiger geflügelter Wesen im Garten und auf dem Balkon, den ich sehr gerne mit euch teilen möchte. Danke liebe Corinna Köhler!

StadtLandfrau

An den Insektenhotels herrscht bereits reges Treiben. Nur leider blht aufgrund des langen Winters noch nichts, sie finden keine Nahrung. Eine Schssel mit Zuckerwasser und Landesteinen kann da aushelfen. Guten Appetit an alle beflgelten Gartenhelfer. 🙂

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Kleine grüne Archen [Buchtipp]

978393689665Alte Fenster sollen zu einem neuen Gewächshaus in meinem Kleingarten werden. Das für den Bau notwendige Hintergrundwissen finde ich in dem Buch „Kleine grüne Archen“ von Claudia Lorenz-Ladener. Sie schreibt konkret, kompakt und kompetent:

„Mit einem Gewächshaus im Garten ist es möglich, auf kleiner Fläche viel Gemüse und Obst anzubauen, da die Wachstumsperiode im Vergleich zum Freiland viel länger ist.
Passivsolare [Erd-]Gewächshäuser sind eine gute Alternative zum transparenten Standardgewächshaus, dessen Innentemperaturen im Sommer für die Pflanzen meist viel zu hoch und in der kalten Jahreszeit wiederum viel zu niedrig sind.
In diesem Buch wird ausführlich und praxisnah beschrieben, wie Solargewächshäuser freistehend, angelehnt oder teilweise in die Erde versenkt für den Hausgarten selbst gebaut werden können, in denen es möglich ist, (fast) ganzjährig Gemüse, Salat und Obst zu ernten – ohne zusätzliche Heizung. Auch wenn die zahlreichen Beispiele selbstgebauter Gewächshäuser auf den ersten Blick recht unterschiedlich erscheinen, haben sie doch alle bestimmte bauliche Merkmale gemeinsam. Davon handelt dieses Buch.
Die gute Botschaft: Auch die transparenten Gewächshäuser von der Stange lassen sich ohne allzu großen Aufwand so umrüsten, dass die Strahlungsenergie der Sonne für die Pflanzen besser verfügbar ist.“

Claudia Lorenz-Ladener, Kleine grüne Archen, Passivsolare [Erd-]Gewächshäuser im Garten, 3. Auflage 2014 ökobuch Verlag GmbH
142 Seiten, mit vielen farb. Abb.
ISBN 978-3-936896-65-7
22,90 €

Das Buch ist auch in der Stadtbibliothek Bremen ausleihbar.