Grünen Wohnraum erhalten – Aktion der IG Parzellenbewohner

Kaisenhäuser-Flyer

Hinter den Kulissen wird um den Erhalt der letzten intakten Kaisenhäuser weiter diskutiert und debattiert. Argumente werden ausgetauscht. Einigkeit besteht darüber, dass echte Ruinen abgerissen werden müssen. Soll das ärmste Bundesland jedoch auch intakte Einfamilienhäuser, die aufgrund besonderer historischer Bedingungen in den Kleingartengebieten entstanden, zerstören – obwohl es rechtliche Möglichkeiten gibt, sie zu erhalten? Für jeden Abriss sind immerhin 10.000 bis 15.000 Euro aufzuwenden. Auf stattliche 5 Millionen Euro beziffert sich die Summe, die dafür im kommenden Jahrzehnt aufgebracht werden müßte, findet die IG Parzellenbewohner.

Mit ihrer neuesten Aktion will die Interessengemeinschaft der Parzellenbewohner Interessierte auf ihre Petition an den Bremer Bürgermeister aufmerksam machen und auf ein Urteil des Bundesverwaltungsgericht, das es in sich hat. Ihr Ziel ist es, die geschichtsträchtigen Wohnhäuser, die Bremens Kleingartengebieten seit 70 Jahren einen besonderen Charakter geben, zu erhalten.

Kaisenhäuser-Flyer

„Bewohner schützen, nicht nur Häuser“ Ein Beitrag von DIE LINKE zur Debatte

„Trotz einiger vorsichtiger Lockerungsübungen drückt sich der Senat weiterhin vor der Aufgabe, das Wohnen in Kaisenhäusern endlich in vernünftiger Weise rechtlich abzusichern“, so Claudia Bernhard, wohnungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, zu den neuen Überlegungen des Bauressorts. „Es kann nicht das Ziel sein, Häuser zu dulden, aber weiterhin gegen ihre Bewohner vorzugehen. Es sind die Menschen und ihr Wunsch nach einer außergewöhnlichen, aber in Bremen historisch verwurzelten Wohntradition, die geschützt werden müssen. Das mögliche Instrumentarium ist da: Duldungen, Ausnahmeregelungen, Einzelfestsetzungen, inhaltliche Gestaltung von Sondergebieten – alles, was man braucht, damit Menschen dort wohnen bleiben können, wo sie wohnen; auf einer Quadratmeterzahl, die der heutigen Zeit angepasst ist. Das hat das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom Juli letzten Jahres klargestellt. Mit seinen Behauptungen, das ginge alles nicht, lag der Senat falsch. Es ist Zeit, das einzugestehen und endlich ein abgewogenes und bewohnerfreundliches Kaisenhäuser-Recht zu schaffen.“

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http://www.dielinke-bremen.de/politik/presse/detail/zurueck/presse/artikel/debatte-um-umgang-mit-kaisenhaeusern-bewohner-schuetzen-nicht-nur-haeuser/fraktion/