‚Leben 4.0 – höher, schneller, weiter?‘ Internationaler Frauentag 2017 [Tipp]

„Leben 4.0“ – mit dem Motto wagen die Veranstalterinnen des Internationalen Frauentags in Bremen und Bremerhaven in diesem Jahr auch einen Blick in die Zukunft: Was bedeuten Beschleunigung, zunehmende Technisierung und Digitalisierung der Arbeitswelt für Frauen? Wie werden die Schnittstelle zwischen Arbeit und Leben, zwischen Lebensentwurf und Realität gestaltet? Und zurück in der Gegenwart: Warum werden überwunden geglaubte Geschlechterklischees plötzlich wieder salonfähig?

60 Veranstaltungsangebote in Bremen und 20 in Bremerhaven verschiedener Initiativen, Gruppen, Institutionen und Vereine beschäftigen sich heute und in den kommenden Wochen mit unterschiedlichsten Aspekten der Thematik. Ausstellungen, Filme, Vorträge, Demo – heute laden zahlreiche Initiativen und Einrichtungen zu Veranstaltungen rund um den Bremer Marktplatz ein. Auch in der Bürgerschaft wird es um die Situation von Frauen im Land Bremen gehen. Und die ZGF – Bremische Zentralstelle für die Verwirklichung der Gleichberechtigung der Frau stellt sich und ihre Arbeit vor.

Ich empfehle euch die festliche Ehrung der Bremer Frau des Jahres, zu der die ZGF um 16.30 Uhr in die Obere Halle des Bremer Rathauses einlädt.

Das umfangreiche Programm findet ihr hier als .pdf zum Weltfrauentag 2017.

See you!

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by the way: Wer es nicht zu einer Veranstaltung schafft hat die Möglichkeit, sich im Fernsehen (besonders 3 SAT & ARTE) und im Radio (z.B. Deutschlandradio Kultur) zahlreiche spannende Beiträge zum Weltfrauentag anzusehen oder zu hören.

 

Als der Krieg zu Ende ging. Bremen und Bremerhaven 1944 und 1945. [Filmveranstaltung]

Die Anzahl von Kleingärten der Städte wuchs in früheren Notzeiten rasant, denn sie besaßen eine außerordentlich hohe Bedeutung für das Krisenmanagement von unten. Hier gab es die praktische Möglichkeit, einen Teil der täglichen Nahrung zu ziehen. Hier fand sich ein Dach über dem Kopf. Das massenhafte Wohnen auf der Parzelle in Bremen hatte seinen Ursprung in der großflächigen Zerstörung der Stadt durch den zweiten Weltkrieg, einem Krieg, der von deutschem Boden ausging, in kurzer Zeit ganz Europa mit Zerstörung überzogen und bald die Welt einbezogen hatte. Vor 70 Jahren endete dieser grausame Krieg für Deutschland und Europa.

Gerne möchte ich auf selten gezeigte historische Filmaufnahmen von unserer Stadt aufmerksam machen, die das City 46 (Birkenstraße 1) am 29. September 2015 um 20.00 Uhr zeigen wird:

Als der Krieg zu Ende ging. Bremen und Bremerhaven 1944 und 1945. Weiterlesen

Kleingartenstatus sicher auch mit Kaisenhäusern

Bei der Diskussion um den Erhalt der Kaisenhäuser hat der Landesverband der Gartenfreunde Bremen e.V. Sorge, dass der besondere rechtliche Schutz* der kleingärtnerischen Gemeinnützigkeit (Kündigungsschutz/Pachtpreisbindung), durch den weiteren Bestand der geschichtsträchtigen Häuser verloren gehen könnte. Die dazugehörigen Bestimmungen beschäftigen mich hier.

Zu welchen Bedingungen erhält ein Verein die kleingärtnerische Gemeinnützigkeit? Zentral für diesen besonderen rechtlichen Schutz ist die Erfüllung von bestimmten Bedingungen, die im Bundeskleingartengesetz (BKleinG) festgeschrieben sind: Es sind die kleingärtnerische Nutzung für den Eigenbedarf, die Nutzung der Parzelle zur Erholung (§ 1 Abs. 1 Nr. 1). Darüber hinaus muss sich der Verein ausschließlich oder überwiegend die Förderung des Kleingartenwesens sowie der fachlichen Betreuung seiner Mitglieder verpflichten (§ 2 Abs. 1).

Wann kann sie entzogen werden? Die gewerbliche Nutzung für den Gemüseanbau, eine überwiegende Wohnbebauung und eine Wohnnutzung sehr vieler Parzellen in einer Kleingartenanlage stehen dem entgegen.

Gibt es Ausnahmen? Das Gesetz beinhaltet eine ausdrücklich Ausnahme vom Wohnverbot. Menschen, die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens des Gesetzes befugt waren, ihr Haus im Garten zu Wohnzwecken zu nutzen, dürfen das bis zu ihrem Lebensende weiterhin tun (§ 18 Abs. 2 Satz 1). Damit trägt das Gesetz den besonderen historischen Bedingungen der Nachkriegszeit Rechnung, die einige Menschen in vielen Städten dazu veranlaßte sich im Kleingarten anzusiedeln. Wer am 1.4.1983 eine Erlaubnis zum Wohnen auf seiner Parzelle besaß, ist befugt weiterhin auf seiner Parzelle zu wohnen. Weiterlesen