„Unser Gartenblatt“ [Netzwerken]

UnserGartenblatt_Header

Vom Feuerchen für das Brot im neuen Backhaus – von Mitgliedern gebaut, dem Bienengarten der Imkerin Petra im Dorotheenweg und dem Mann für (fast) alle Fälle im Verein – viele Infos rund ums Gärtnern im Kleingärtnerverein Beim Kuhhirten e.V. auf dem Stadtwerder sammelt das generationsübergreifende Redaktionsteam. Werner Runge (Redaktion), Mette Asmussen (Redaktion) und Jan Hermannsen (Gestaltung & Herausgeber) haben ihrem Newsletter von Mitgliedern für Mitglieder den Titel „Unser Gartenblatt“ gegeben. Das informative, abwechslunsgreiche und luftig gestaltete Magazin ist das Ergebnis des persönlichen Engagements der drei Freizeitgärtner; es wird mit flotter Feder & ehrenamtlich gemacht. Weiterlesen

Schwarzbauten können in Bestandsschutz hineinwachsen

Von großem Interesse für die Sache der Kaisenhäuser kann ein rechtlichen Passus zum erweiterten Bestandsschutz sein, der besagt, dass

„auch nicht rechtmäßig errichtete bauliche Anlagen … in einen den Bestandsschutz vergleichbaren Rechtsstatus hinweinwachsen [können], wenn die zuständige Behörde den illegalen Zustand wissentlich über einen längeren Zeitraum geduldet hat (OVG Berlin, MDR 1983; LG Hannover, ZMR 1987, 23 f). Als längerer Zeitraum nennt das OVG Berlin ene Dauer von etwa 25 Jahren. In solchen Fällen hat sich die Behörde in einer Weise gebunden, die es ihr aus Vertrauensschutzgründen unmöglich macht, die Beseitigung des Bauwerks zu verlangen.“

aus: Baurechtlicher Bestandsschutz im Kleingartenrecht von Ministrialrat a.D. Dr. Lorenz Mainczyk, Bonn, in: Neue Justiz 7 0/2003, S. 518-520, S. 518

Der vollständige Kommentar ist hier als pdf-Datei einsehbar: BKleingG-NJ_03_10

Kaisenhäuser sind komplette Wohnhäuser

Ich muss gestehen, dass ich reichlich verblüfft war, als die erste eMail aus einem Kaisenhaus in meinem Postfach lag. Damit hatte ich 2007, als ich mit meiner historischen Forschung begann, nicht gerechnet. Warum eigentlich nicht? Es lag wohl daran, dass ich diesen kleinen Wohnhäusern, die verstreut in den Parzellengebieten der Stadt stehen, eine technische Ausstattung am Puls der Zeit nicht zugetraut hatte. Inzwischen bin ich eines Besseren belehrt worden.
Die letzten bewohnten Kaisenhäuser sind bis auf wenige Ausnahmen zeitgemäß ausgestattet. Durch einen Windfang oder einen kleinen Flur sind die Wohnräume erreichbar. Neben einer Küche, an die sich häufig eine kleine Speisekammer anschließt, gibt es das Wohnzimmer und den Schlafraum. Ein Arbeits- oder Gästezimmer ist im ausgediehnten Kinderzimmer eingerichtet worden. Je nach Größe sind auch Eßzimmer oder weitere Funktionsräume zu finden. Zur baulichen Ausstattung gehören natürlich auch sanitäre Anlagen mit Dusche und WC und eine Heizung, meist eine Zentralheizung, die die Winterkälte vergessen macht. Häufig lassen sich doppelt verglaste Fenster finden. Rolläden oder Fensterläden, die in der kalten Jahreszeit vor Wärmeverlust schützen, gibt es. Warum soll man auch zum Fenster hinaus heizen? Die anfallenden Abwässer werden in geschlossenen Gruben gesammelt und regelmäßig von den Stadtwerken abgefahren. (Vgl. Rollende Kanalisation). Weiterlesen

Sympathien für Kaisenhäuser als Teil Bremer Geschichte [Leserbrief]

Viele Bremerinnen und Bremer haben große Sympathien für die Bewohner der kleinen Eigenheime mit ihrer besonderen Gartenwohnkultur und für deren Geschichte, die bereits weit über ein halbes Jahrhundert reicht und eng der Arbeiterbewegung und Sozialdemokratie in Bremen verknüpft ist. Das zeigt sich am großen Interesse an der Aktion „Brief an den Bürgermeister“ , an der man sich weiterhin beteiligen kann. Die große Mehrheit der Leserbriefe, die der Weser-Kurier erhält, sind ebenfalls von dieser Sympathie getragen.

Weser-Kurier 2.8.2014

Weser-Kurier 2.8.2014

Leidenszeit ist zu Ende [Leserbrief]

Mit der Entscheidung zum Erhalt der Kaisenhäuser wird Nachkriegsgeschichte geschrieben, schreibt der Leser vom Weser-Kurier Peter Stolz in seiner Reaktion auf die Nachricht „Toleranz im Umgang mit Kaisenhäusern“ von Bausenator Lohse. Im Moment gibt es noch Streit in der Sache zwischen den Koalitionspartnern SPD und Grüne. Eine politische Entscheidung, wie der zukünftige Umgang mit den Kaisenhäusern sein wird, wird voraussichtlich im September fallen. In der Sache kann man sich an einer Briefaktion beteiligen und sich für den Erhalt der individuellen Häuser, von denen viele bereits 70 Jahre zur Geschichte Bremens gehören, einsetzen. Infos zur Aktion gibt es hier.

Weser-Kurier_21_6_14

Weser-Kurier 21.6.2014