Lust auf Laube im Bremer Westen – Radtour

OettinghausenHausWyte

Von Findorff durch die Waller Feldmark führt diese Radtour. Wir halten an markanten Punkten in den Parzellengebieten, die wir durchfahren. Unterwegs können Sie sich ein Bild von den Vorzügen und Besonderheiten der verschiedenen Kleingartengebiete machen: Parzellen mit hohem Freizeitwert, Kaisenhäuser, Brachen mit wild rankenden Brombeeren und die einzigartige Fleetkirche säumen unseren Weg. Von dieser Notkirche, den Menschen, die hier gärtnern und leben, und über ganz aktuelle Gartenprojekte erfahren Sie mehr.

10. Mai 2014 – Lust auf Laube im Bremer Westen! Radtour durch die Parzellengebiete Findorff und Walle, Treffpunkt: Recyclng-Hof Findorff, 14.00 – 17.00 Uhr. Dies ist ein Angebot von der Volkshochschule Bremen, Angebot Nr. 94-031-M/ Fahrradexkursion. Anmelden unter Tel. 0421-12345

Die Tour endet links vom Fleet.   Foto: Angie Oettingshausen

„…wie ich. Ist er auch ein Fremder?“ Ausstellung in der Stadtbibliothek

Für die Ausstellung …wie ich. Ist er auch ein Fremder? sammelte Heide Marie Voigt Erinnerungen von Menschen an ihre Erlebnisse von Flucht und Ankunft in ihrer neuen Heimat Bremen. Ganz bewußt suchte die Künstlerin und Lyrikerin Voigt dabei nach Lebensgeschichten aus der Nachkriegszeit und aus der Gegenwart. Damals kamen viele heutige Bremerinnen und Bremer als Kriegsvertriebene und Flüchtlinge in unsere Stadt und bauten sich hier ein neues Zuhause auf. Auch heute sind Krieg, Not oder Verfolgung wesentliche Gründe, warum Menschen in Bremen eine neue Heimat suchen.

Dass in der Schau auch Kaisenhäuser eine Rolle spielen, mag manche verwundern. Die Auflösung ist einfach: In meiner Forschung konnte ich feststellen, dass etwa 25 Prozent der Bauherren und Bewohnerinnen und Bewohner dieser Eigenheime in den Parzellengebieten Flüchtlinge und Vertriebene waren. Beeindruckende Selbstzeugnisse aus den 1950er Jahren recherchierte ich dazu in verschiedenen Archiven.

Vernissage mit Lesung am Dienstag, 25. März um 18.00 Uhr im Wall-Saal der Stadtbibliothek Bremen. Der Eintritt ist frei.

Zur Vernissage lesen Martin Heck und Heide Marie Voigt Texte von Bremern und Bremerinnen aus verschiedenen Nationen, die sich an die eigene Flucht und ihre Ankunft in der neuen Heimat erinnern. Das Duo Daf mit Mohsen Nejadi an der Trommel und Miriam Schulze an der Geige begleitet die Lesung.

Die Ausstellung gehört zur vielbeachteten Reihe Zwiesprache Lyrik, die Heide Marie Voigt in diesem Jahr zum fünften und letzten Mal organisiert.

…im Spiegel/Spaziergang Kaisenhäuser – Fleetkirche

Dieser umfunktionierte Rasierspiegel gibt an der Ausfahrt einer Parzelle zweckdienlich den Blick in den Weg frei. Hier spiegeln sich einige Frauen auf meinem VHS-Spaziergang durch das Parzellengebiet Waller Feldmark.                               Fotos: Kirsten TiedemannSpiegelgruppe

An diesem einzigartigen Haus kamen wir auf unserer Tour vorbei. haus

Kaisenhäuser auf Reisen – Leipzig

Die Tournee geht weiter. Nach Wien, Köln, Venedig, Aarhus und Bremen gastiert die Schau „Hands-on Urbanism 1850-2012. Vom Recht auf Grün“ von Elke Krasny nun in Leipzig. Mein Beitrag zu Bremens Kaisenhäusern ist eines von 19 internationalen Beispielen zur informellen Stadtentwicklung in Gegenwart und Vergangenheit. Vom 08.06.2013 bis 08.09.2013 ist die Schau in der Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig/ GfZK-2 zu sehen. Näheres zum Programm findet sich hier.

Die Leipziger Präsentation von „Hands-on Urbanism“ ist als Teil des Leipziger Gartenprogramms 2013 (www.garten-leipzig.net), eine Kooperation mit der Stiftung Bürger für Leipzig. Sie wird gefördert durch die Heinrich-Böll-Stiftung und durch Weiterdenken – Heinrich Böll Stiftung Sachsen.

Hands-on Urbanism im Wintergarten der Botanika Bremen

FamWyte_botanika1Kinder und Enkel von Marta und Fritz Wyte in der Schau „Hands-on Urbanism 1850-2013. Vom Recht auf Grün“ vor dem Banner „Leben auf der Parzelle in Bremen“, auf dem auch das Kaisenhaus von Wytes abgebildet ist.                                    Foto: Kirsten Tiedemann

AusstellunsggruppeBotanikaRalfSiebe

Ein informativer Nachmittag in der Schau „Hands-on Urbanism“, Stadtentwicklung von unten international, mit Kaisenhausbewohnern, den letzten beiden Küsterinnen der Fleetkirche/ Waller Feldmark Bremen und weiteren Interessierten.       Foto: Ralf Siebe

Termine aktualisiert

Anstehende Termine für Spaziergänge, Vorträge, Bildungsurlaub und Projekte zu den Themen Kaisenhäuser und Kleingartengeschichte in Bremen, Urban Gardening, Guerilla Knitting und Nordwolle Delmenhorst – Nordwestdeutsches Museum für Industriekultur sind jetzt auf der Seite Termine aktualisiert.

Ausstellungstipp: Hands-on Urbanism in der botanika – Sonderführungen

 Kaisenhäuser auf Reisen

Eine besondere Ausstellung erwartet Bremen in der Botanika Bremen! Vom 1. bis 15. Juni zeigt die Schau „Hands-on Urbanism 1850-2012. Vom Recht auf Grün“ von Elke Krasny/Wien wie sich Frauen und Männer in Städten aus eigener Initiative in Zeiten von Wirtschaftskrisen und Wohnungsnot aus Armut und Obdachlosigkeit heraus helfen. 19 Beispielen aus aller Welt zeigen, mit welcher Initiativkraft und Kreativität ganze Stadtteile so entwickelt wurden und auch heute noch werden. Die Beispiele kommen aus Bremen, Wien, New York, Kuba, Quito/ Ecuador, Istanbul, Hong-Kong und vielen anderen Städten. 

Do-it-yourself Baukultur und Stadtentwicklung von unten sind zentrale Elemente der gezeigten Strategien, Krisen zu bewältigen. Dazu passt der Beitrag zum Wohnen auf der Parzelle in Bremen, zu dem mich die Kuratorin Elke Krasny eingeladen hat, ideal. Erstaunliche Parallelen zum Beispiel zwischen Bremens Kaisenhäusern und Istanbuls Gecekondus werden in der Schau sichtbar. 


Mit der Ausstellung sind Bremens Kaisenhäuser auf Reisen gegangen, denn sie startete im vergangenen Jahr im nationalen Architekturzentrum in Wien. Inzwischen war die modifizierte kleine, feine Wanderausstellung auch in Köln (plan 12) und im Herbst auf der Architekturbiennale in Venedig 2012. In Bremen wird die Schau im Rahmen der Tagung Urban Gardening und Markt der grünen Branche gezeigt.

Ich biete zwei Sonderführungen durch die Schau an und lade herzlich dazu ein.
Am Sonntag, 9. Juni, und Donnerstag, 13. Juni, jeweils um 15.00 Uhr
stelle ich in der Ausstellung ausgewählte Beispiele näher vor.

Treffpunkt ist die Botanika (Eingang) im Rhododendronpark, Deliusweg 40, Bremen-Horn. 

Dazu gibt es einen Beitrag in dieGlucke hier.

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