Tiny Houses für Waller Kleingartengebiet? [buten und binnen]

Knapper Wohnraum spornt den Erfindungsgeist an und gibt Anlass zur Demonstration für Wohnen als Menschenrecht am morgigen Samstag in Bremen und anderswo. buten und binnen hat sich aufgemacht und am 22.3.2019 fünf Vorschläge für alternative Wohnformen vorgestellt: In der verlassenen Kirche, auf dem Wasser, in Containern, auf dem Parkhausdach kann gewohnt werden und … im Tiny House. Im Mini-Haus. In einem kleine Haus. Ressourcen sparen, naturnah leben und ökologische Selbstverpflichtung gehen häufig mit diesem Modell einher. Es gibt in Bremen neben anderen (z.B. Wagencrew Ölhafen) das Projekt „Tiny House Kultur“ für diese kleinen Häuser, deren Mitglieder Grundstücke zur Realisierung suchen und mit ihrem Anliegen an die Baubehörde herangetreten sind. Herr Tittmann, Sprecher der Baubehörde, gibt im Beitrag Auskunft:

„In Bremen fokussiert sich das Projekt „Tiny-House-Kultur“ auf günstigen Wohnraum und Nachhaltigkeit.“Momentan ist man in Gespräch wegen der Kleingartengebiete in Walle“, sagt Bauressort-Sprecher Tittmann. Dort seien mehrere Kleingärten nicht verpachtet worden, da das Interesse an den Parzellen sinke. Das Ziel ist es, dass die Tiny Houses nicht über die ganze Stadt verstreut werden.“

Tiny-Houses zum dauerhaften Wohnen könnten in freien Kleingärten Walles angesiedelt werden und es beleben, so die Überlegungen in der Baubehörde. Kenner des Gebiets wissen, dass es dort bereits viel Erfahrung mit kleinen Häusern gibt.

Ich finde, im Zuge der Belebung des Gebiets können endlich auch Wochenendhausgebiete realisiert werden, die seit langem von einzelnen Kleingärtnervereinen gewünscht werden. Auch die Festschreibung des Bestandsschutzes für die letzten Kaisenhäuser wird eine win-win-Situation für das Gebiet, die Kleingärtnervereine und die Stadtgemeinde sein. Es gibt übrigens eine Bremer Variante der Tiny Houses, das sind Kaisenhäuser, kleine Wohnhäuser in Kleingärten. Diese kleinen Häuser dürfen langfristig als große Gartenhäuser genutzt werden. Auch sie haben ihren Ursprung in einer massiven Wohnungskrise.

buten und binnen, 22.3.2019, 5 alternative Wohnformen / Screenshot

Quelle: buten und binnen – „5 alternative Wohnformen: Auch Modelle für Bremen?“ von Serena Bilanceri, Sendung vom 22.3.2019

„Die Stadt muss allen gehören“ – Demo für das Menschenrecht auf Wohnen am Samstag, 23. März 2019 um 11.00 Uhr. Treffpunkt Bahnhofsplatz

Aktualisiert am 22.3.2019 um 11:40 Uhr.

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