Gartenordung – tabellarischer Vergleich von Entwurf und bestehender Fassung

Ein Kollege aus einem Kleingarten hat sich die Mühe gemacht, die aktuelle bremische Gartenordnung 2001 mit dem zur Diskussion stehenden Entwurf tabellarisch darzustellen – eine Art Synopse, die ich hier veröffentlichen darf. Herzlichen Dank dafür! Die Tabelle ist als weiterer Beitrag zur aktuellen Diskussion zu verstehen. Von den geplanten Änderungen können sie sich/könnt ihr euch selbst einen Eindruck verschaffen, sie sind anhand der farblichen Hervorhebung leicht erkennbar. In einer dritten Spalte sind die persönlichen Kommentare und Einschätzungen des Kollegen, der sich in seinem Verein auch für die Gemeinschaft, Organisation und Verwaltung engagiert, verzeichnet. Manche Änderungen scheinen unspektakulär, sie betreffen einzelne Worte oder Auslassungen, können jedoch weitreichende Konsequenzen haben. Z.B. wenn aus einer Empfehlung, auf einen Rat zu hören, die Pflicht wird, Folge zu leisten (siehe aktuell Punkt 9; neu Punkt 8). Oder wenn eine angemessene Frist zur Behebung von Verstößen gegen die Gartenordnung gestrichen wird. Bedeutet das dann die fristlose Kündigung? (siehe aktuell Punkt 8; neu Punkt 9)  Das ökologische Gärtnern will der Verband klugerweise fördern, man fragt sich aber, warum in einzelnen Gärten keine Totholzhaufen gestattet werden sollen. Solche Haufen sind in vielerlei Hinsicht wertvoll für Insekten, Amphibien und Vögel. Und diesbezüglich weist der Bremer Senat auf eine kleine Anfrage (hier mehr dazu) ausdrücklich auf die gute Zusammenarbeit mit dem LV Gartenfreunde hin, denn der fördere, dass auch in Kleingärten diverse Möglichkeiten für Insekten/Wildbienen geschaffen werden.

Als Fotos stehe ich hier einige, wie ich finde, zentrale Auszüge des Vergleichs zur Ansicht vor. Das gesamte Dokument kann als pdf-Datei geöffnet und heruntergeladen werden: Gartenordnung Fassung 2001+ Entwurf 2018 mit Kommentaren

Eure Aufmerksamkeit möchte ich auch auf die einleitenden Sätze und auf den Unterschied in der ausgedrückten Haltung lenken.

Und schließlich stelle ich einen erfreulichen Beitrag auf dieser Seite in Aussicht. Es gibt eine, wie ich finde, gute Nachricht, die hier in der kommenden Woche erscheinen wird!

4 Gedanken zu „Gartenordung – tabellarischer Vergleich von Entwurf und bestehender Fassung

  1. Ein Gartenfreund, der sich Gedanken und viel Mühe gemacht hat, den Entwurf der neuen Gartenordnung zu verstehen.
    Viele Änderungen sind zu verstehen, wen man zusätzlich die Vereinssatzung, Pachtvertrag, Bundeskleingartengesetz und öffentliche Anordnung Land Bremen durchforstet.
    Somit war es dringlich erforderlich, die Gartenordnung auf einen neuen Stand zu bringen.
    Das kann jeder Fachberater der Vereine ihnen sagen:
    Chemietoiletten, Totholzhecken , Antennenanlagen gehören mit Recht nicht in den Kleingarten.
    Gartenfreund Wolff

    • Hallo Wolff,
      eine konkrete Begründung für deine Anmerkung wären hilfreich. Chemietoiletten sind laut Entwurf in der kommenden Ordnung gestattet. Antennenanlagen werden ebenfalls nicht mehr erwähnt. Nach welchem Recht sind Totholzhecken im Kleingarten verboten? Danke für deine Einlassungen, leider kann ich sie ohne Begründung erst einmal nicht nachvollziehen.

      • Hallo, lieber unbekannte Gartenfreund.
        Zu den Chemietoiletten ist nur zu sagen, das die Entsorgung im Garten , sowie in der heimischen Toilette, umweltmäßig problematisch, bedenklich ist. Aus diesem Grund steht in dem neuem Vorschlag zur Gartenordnung 4.6 nur das Wort Toiletten und der Vorschlag: Einstreu- oder Verdunstungstoiletten. Das heißt also nicht die Gestattung von Chemie !!

        Antennenanlagen locken Einbrecher an, Außerdem ist doch jedem bekannt, das mit der heutigen fortgeschrittenen Technik Antennen nicht mehr erforderlich sind. Oder nicht??

        Totholzhecken sind aus kranken, abgestorbenen Holzresten. In Freiflächen des öffentlichen Grün
        macht es Sinn, solche Holzablagerungen zu haben, in einem Kleingarten von etwa 400 m² macht es auch kein Sinn, da Insektenvielfalt und andere Tierarten sich in diesem Umfeld (Kleingarten) nicht wohlfühlen könnten. Es stört der Pächter, der mag keine Kohlfresser.
        Holzreste sollte der Kleingärtner lieber als Hochbeetfüllmaterial nutzen, Bauanleitungen gibt es auch bei Landesverband der Gartenfreunde Bremen. Gartenreste gehören in den Kompost oder auf die Deponie.
        Ich kenne viele Gärten in Bremen von meinen Spaziergängen, sehe über Zäune und erkenne, das leider viele Kleingärtner den Begriff Totholzablagerung als Entsorgungshaufen im Garten und außerhalb im Gemeinschaftsgrün entsorgen.

        Ich hoffe, das ich die richtige Begründung gegeben habe.
        Mit freundlichen Grüßen
        Gartenfreund Wolff (der Name ist echt)

        • Hallo Gartenfreund Wolff,
          auf diesem Blog schreibt die Bloggerin die meisten Beiträge und alle Kommentare. Der freundliche Gartenkollege, der die Tabelle angefertigt hat, hat sie freundlicherweise für die Diskussion frei gegeben. Er kommentiert hier auf dem Blog nicht, sondern die Bloggerin Kirsten Tiedemann ist es.
          Zum Totholz: Wie wäre es, wenn der LV Gartenfreunde eine gute Anleitung für Totholzhaufen gibt? Eine Frage stellt sich mir: Ist es nicht so, dass kranke Bäume generell nicht in Totholzhaufen, Kompost oder Hochbeetfüllungen gehören? So wie ich Sie verstehe, nehmen Sie an, dass ein Verbot von Totholzhaufen die Ablagerung von privaten Gartenabfällen in Gemeinschaftsflächen zukünftig verhindern wird. Das halte ich für unwahrscheinlich.
          Das Antennenverbot, dass sie sehen, finde ich im aktuellen Entwurf nicht mehr. Die Chemietoilette ist bisher ausdrücklich verboten, wird es aber mit der geplanten Ordnung nicht mehr.
          Vielen Dank für Ihre Rückmeldung, wie sie sehen bin ich nicht von der Argumentation überzeugt. Beste Grüße Kirsten Tiedemann

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