April! April! Kaisenhäuser kein Weltkulturerbe

Es ist schade, Kaisenhäuser werden kein Weltkulturerbe der UNESCO. Es ist kein entsprechender Antrag auf Aufnahme in die Liste als immaterielles Weltkulturerbe bei Politik und Verwaltung in Vorbereitung. Dort wird höchst wahrscheinlich nicht einmal daran gedacht. Kommt jetzt vielleicht jemand auf den Gedanken? Auch der Landesverband der Gartenfreunde Bremen e.V. unterstützt solch ein Vorhaben nicht. Ja, es ist ein Aprilscherz, den ich mir hier mit dem gestrigen Beitrag „Kaisenhäuser werden Weltkulturerbe der UNESCO“ erlaubt habe.

Manches in dem Beitrag entspricht jedoch der Wahrheit: Tatsächlich wahr ist das bestehende wissenschaftliche Interesse an der Geschichte und der Entwicklung von Kaisenhäusern der Kulturtheoretikerin Dr. Elke Krasny/Wien und der Stadtplanerin Andrea Kleist/Melbourne. Zur Ausstellung „Hands-on Urbanism“ und dem begleitendem Buch von Elke Krasny durfte ich einen Beitrag „Leben auf der Parzelle“ leisten. Die Schau wurde mit meinem Beitrag Kaisenhäuser im Architekturzentrum Wien 2012 gezeigt und war auf der Biennale für Architektur in Venedig desselben Jahres vertreten. Nun tourt sie als Wanderausstellung durch verschiedene Städte/Länder und war bereits zweimal in Bremen zu sehen. Wahr ist auch das Interesse und der Besuch der Stadtplanerin Andrea Kleist/Melbourne (Senior Urban Strategist/ Fishermans Bend Task Force). Im Frühjahr 2015 durfte ich Andrea Kleist auf einem informativen Spaziergang zu Kaisenhäusern in Findorff und Walle vor Ort Eindrücke dieser Stadtentwicklung von unten geben. Der Realität entsprechen auch die Kriterien, die für eine Anerkennung als immaterielles Weltkulturerbe angegeben wurden.

Einige der im Beitrag aufgezeigten Vorteile sehe ich persönlich tatsächlich als Profite an, die durch den Erhalt von Kaisenhäuser als Gartenhäuser entstehen werden. Es ist nachhaltig, bestehende intakte Gebäude zu erhalten und weiterhin zu nutzen. Sie können noch viele Jahrzehnte dienlich sein. Es können gesellschaftlich, sozial und ökologisch wertvolle Projekte und Vorhaben in Gärten mit Kaisenhaus verwirklicht werden, die Kleingartenvereinen und deren Landesverband Anerkennung bringen würden. Solche Projekte und auch die private Nutzung können die strukturschwache Kleingartengebiete beleben und dazu beitragen, ihre finanzielle Situation zu verbessern. Nicht zuletzt können Kaisenhäuser als Gartenhäuser eine Bereicherung für viele Menschen darstellen, von denen einige in den Erhalt eines solchen Hauses investieren würden. Über einige positive, bereits existierende Beispiele habe ich bereits berichtet.

Unzutreffend ist hingegen die Behauptung im gestrigen Beitrag, dass der Landesverband der Gartenfreunde Bremen e.V. seine Meinung geändert habe und die hohe Bedeutung der Kaisenhäuser nun anerkenne. Ebenfalls unzutreffend ist die Behauptung in dem Beitrag, dass ein Vorstandsmitglied auf der Landesdelegiertenversammlung des Landesverbands der Gartenfreunde Bremen e.V. eine Anerkennung von Kaisenhäusern als Weltkulturerbe befürwortet haben soll. Diese Behauptungen sind ebenso wie jene, dass die Bremer Landesregierung einen Antrag auf Anerkennung als immaterielles UNESCO-Weltkulturerbe auf den Weg gebracht habe, schlicht von mir erfunden und als Aprilscherz zu verstehen.

Ich wünsche allen ein feines Frühlingswochenende!

 

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