Mitmachen! Umfrage ‚Gärtnern als Hobby‘

Mitmachen!

Gärtnern wird immer populärer und so wundert es nicht, dass sich dem Thema auch Wissenschaftler der verschiedenen Fachrichtungen mit unterschiedlichsten Blickwinkeln widmen. An der Uni Bremen wird aktuell die Motivation von Freizeitgärtnerinnen und -gärtnern erfragt. Daraus soll ein weiteres Forschungsvorhaben entstehen. Je mehr Leute sich beteiligen, desto größer ist die Aussagekraft der Studie. Das Vorhaben unterstütze ich gerne und habe den Bogen hier bereits ausgefüllt.

Welche Einrichtung? KNI Uni Bremen – Kognitive Neuroinformatik ist eine Arbeitsgruppe im Fachbereich 03 Mathematik/Informatik der Universität Bremen

Worum geht es? Einen Garten zu bewirtschaften ist ein populäres Hobby. Die AG KNI untersucht die Motivationen von Menschen, sich für oder gegen dieses Hobby zu entscheiden und den Zusammenhang, den diese Entscheidung mit anderen Lebensbereichen hat.

Wofür werden die Infos gebraucht? Diese Befragung gehört zu einer Studie in Vorbereitung für ein Forschungsvorhaben, in dem technische Assistenzsysteme entwickelt werden wollen, die in „Smart Homes“ eingebettet sind und Menschen bei der Gartenarbeit unterstützen.

Wer arbeitet eigentlich mit den Angaben? Claudia Zschippig/Systemingenieurin und Thorsten Kluß/Psychologe, haben die Umfrage als wissenschaftliche Mitarbeitende der Arbeitsgruppe KNI entwickelt. Beide freuen sich ausgesprochen, wenn sich viele Menschen 10-15 Minuten Zeit nehmen und den Fragebogen anonym ausfüllen – ganz unabhängig davon, ob oder wie gerne sie gärtnern.

Zum Fragebogen hier klicken: https://www.soscisurvey.de/SmartGardens/

Und dann? Die Daten werden anonym erfasst und für rein wissenschaftliche, nicht-kommerzielle Forschungszwecke ausgewertet.

Das Ergebnis lesen! Wer Interesse am Ergebnis der Studie hat, kann es im Internet auf folgender website hier klicken lesen.

Dario Fo – Bezahlt wird nicht [Gärten in der Literatur]

„MARGHERITA Ich will endlich die Pakete und Tüten loswerden … Oder denkst du, ich will das Zeug mein Leben lang unter dem Mantel haben?

ANTONIA  Ja, aber nicht hier: Wir bringen sie in unseren Schuppen in den Garten hinter der Eisenbahn. Da bringen wir alles hin, auch die Sachen unter dem Bett. Ich mache mir auch einen schönen dicken Bauch. Komm, hilf mir. Mit zwei oder dreimal Gehen ist alles weg.

Sie entnimmt einer Schublade zwei Kopfkissenbezüge, Bänder und Sicherheitsnadeln und macht zwei Säcke, die sie sich um den Hals hängt.

MARGHERITA Was ist das für ein Schuppen?

ANTONIA Gleich hinter der Eisenbahn. Nur über die Straße. Mein Schwiegervater hat da ein Gärtchen … höchstens zehn Meter im Quadrat … grad für ein paar Köpfe Salat. Das ist ein sicheres Versteck.“

In: Dario Fo, Bezahlt wird nicht, Eine Farce, Rotbuchverlag Hamburg Ausgabe 1997 (EA 1974), Seite 48f

Als diese Zeilen beim Lesen dieses turbulenten Theaterstücks des italienischen Dramatikers und Literaturnobelpreisträgers Dario Fo auftauchten, war ich einen Moment lang verblüfft. Italien steht für weite Landschaft, das neue und das alte Rom, Venedig, Ravenna, Michelangelo, Sonne, Zitronenblüte und das Mittelmeer, Fiat, Korsika und Mafia – aber für einen Kleingarten? Ganz offensichtlich kennt man auch in Italien Kleingärten; nicht nur das, sie sind auch als Versteck gebräuchlich [in der Literatur zumindest], was beispielsweise auch während des Nationalsozialismus in Bremen und anderen Städten von politisch und rassisch verfolgten Menschen und ihren Freunden praktiziert wurde, und finden sogar Eingang in ein Theaterstück. Wenn man genauer darüber nachdenkt, eigentlich nicht so überraschend, dass sie in Italien üblich und Dario Fo bekannt sind, denn Parzellen gehörten über ein Jahrhundert und mehr zur Alltagskultur von Arbeiterfamilien.

In jedem Fall ist das Zitat ein schöner Anlass, um hier eine lose Reihe von Auszügen aus der schönen Literatur zu beginnen, die sich im engeren oder weitesten Sinne auf (Klein)Gärten beziehen. Was meint ihr dazu? Sind euch selbst auch schon einmal solche Passagen aufgefallen? In welchem Buch? Wer schreibt davon? Macht mich gerne darauf aufmerksam! Ich bin gespannt.