Planierte Parzellen heute

Wie geht es eigentlich mit den Parzellen nach dem Abriss von Kaisenhäusern weiter? Wie sehen die frisch planierten Parzellen, die ich vor sechs Monaten fotografiert habe, heute aus? Ich mache mich auf den Weg in die Waller Feldmark. Es ist erstaunlich, welche Kraft die Natur hat und welche Samenschätze in der Erde vorhanden sind: Die Flächen sind inzwischen bewachsen, aber gärtnerisch ungenutzt. An meinem ersten Halt habe ich den Eindruck als wäre die Parzelle einmal gemäht worden. Alle anderen scheinen sich selbst überlassen, die Natur erobert sie sich. Manchmal überzeugt nur die charakteristische Form der Bäume auf den Fotos, dass es sich um dieselbe Parzelle handelt.

PlaniertBaum

28. August 2015 – Diese Parzelle scheint einmal gemäht worden zu sein, eine Ausnahme bei den vor einem halben Jahr planierten Flächen.

Die folgende Fläche wächst langsam zu, Brombeeren schieben sich von der langen Grenze kommend vor. An den kurzen Seiten gibt es verpachtete Gärten.

planierte Parzelle 2/2015

19. Februar 2015

P-weg

28. August 2015

Auf folgender Parzelle haben Brombeeren ihre Tentakel innerhalb kurzer Zeit raumgreifend ausgebreitet. Köstliche Früchte übrigens. Erst der Vergleich der Form der Baumstämme auf beiden Bildern hat mich davon überzeugt, dass es dieselbe Parzelle ist.

planierte Parzelle 2/2015

19. Februar 2015

planiert

28. August 2015

Einige der im vergangenen Winter planierten Parzellen sind in öffentlicher Hand und sollen perspektivisch Teil des öffentlichen Naherholungsgebiets werden, andere sind in Privatbesitz und weitere gehören zu verschiedenen Kleingartenvereinen. Wer also eine Parzelle sucht, um sie vollkommen neu zu gestalten, der wird in Walle und Findorff fündig.

Besser scheint es da allemal, Parzellen mit intakten Kaisenhäusern nahtlos als Gartenhäuser weiter zu nutzen, statt sie über Jahre zuwachsen und das Gebäude verrotten zu lassen.

Im kommenden Sommer gehe ich dort wieder vorbei, lasse ich mich von den Veränderungen überraschen – ich erwarte mehr Brombeeren – und werde dabei süße, saftige Früchte pflücken.

Fotos: Kirsten Tiedemann

ergänzt am 24.9.2015

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