Unerwartetes Kaisenhaus

Das Thema ist immer wieder für eine Überraschung gut und sei es „nur“ die Entdeckung eines weiteren intakten Kaisenhauses mit Gemüsegarten und Bienenhaltung in einem großen Parzellengebiet mitten in der Stadt. Dieses Dach schob sich kürzlich auf einem Spaziergang in mein Blickfeld. Seine Dachform irritierte mich – es ist fast ein Mansarddach, wie ich es gelegentlich auf alten Fotos von einigen Kaisenhäusern gesehen hatte. Etwas verdutzt schaute ich genauer hin: Ein Kaisenhaus? Und tatsächlich. Es läßt sich in einem großen Parzellengebiet finden, von dem ich dachte, dass es nur noch drei Kaisenhäuser beherbergt, von denen zwei bereits seit einiger Zeit leer stehen und eines über 60 Jahre bewohnt wird. Der Gemüsegarten ist für die kommende Saison vorbereitet, Vergißmeinnicht und Obstbäume beginnen zu blühen. An einer geschützten Seite des gepflegten Wohngebäudes summen Bienen in ihrem Kasten. Die Besitzer freuen sich vermutlich über die positive politische Entwicklung zugunsten ihres Hauses, die es im letzten Jahr gegeben hat. Seit März gibt es eine neue Dienstanweisung, die bisher eine Übergangsregelung ist und, wie ich hoffe, als dauerhafte Lösung in den Kleingartenplan 2025 übernommen wird. Intakte Kaisenhäuser dürfen als Gartenhäuser genutzt werden, wenn das Wohnrecht nicht mehr besteht.

Kaisenhaus

Bienenhaltung

Fotos: Kirsten Tiedemann

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