Bremen und seine Bauten – Buch und Vernissage

Wie die Stadt Bremen sich in der Nachkriegszeit städtebaulich neu erfand und den modernen, sozialen Wohnungsbau im großen Stile betrieb, um der über alle Erwartungen wachsenden Zahl der Einwohner Wohnraum bieten zu können, dazu erscheint in Kürze das Werk „Bremen und seine Bauten 1950-1979“. Erst 25 Jahre nach Kriegsende gelang die Versorgung der Bevölkerung mit Wohnraum,  worin übrigens ein wesentlicher Grund für die Verstetigung des Wohnens auf der Parzelle zu finden ist – aber dazu später mehr.

Der Autor Eberhard Syring, ist Professor an der School of Architecture Hochschule Bremen und wissenschaftlicher Leiter des Bremer Zentrums für Baukultur. Er erarbeitete in den vergangenen 10 Jahren diesen umfangreichen Band. Heute wird dazu die Ausstellung „Architektur auf der Spur“ in der Bremischen Bürgerschaft eröffnet. Beginn: 17.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Haus der Bürgerschaft
Am Markt 20
28195 Bremen

6.10.2014 um 17.30 Uhr
Grußworte:
Christian Weber, Präsident der Bürgerschaft der Freien Hansestadt Bremen
Bianca Urban, Der Senator für Umwelt, Bau und Verkehr
Hermann Schünemann, Verleger Carl Schünemann Verlag Bremen
Danach erfolgt die Vorstellung des Buches und der Ausstellung durch den Autor Prof. Dr. Eberhard Syring.

Ankündigung aus dem Bremer Zentrum für Baukultur

Die dargestellte Architekturgeschichte überspannt einen Zeitraum von 30 Jahren, der in zwei Abschnitte unterteilt ist. Das erste Kapitel erörtert die Entwicklungen zwischen 1950 und 1964. Der Fokus ist auf den Wiederaufbau der zerstörten Stadt und den Bemühungen um erste Erweiterungen des Wohnraums für die schnell wachsenden Einwohnerzahl gerichtet. Auch kritischen Diskussionen rund um das Thema Architektur wurde Raum gelassen; als Beispiel sei an dieser Stelle die öffentliche Debatte um das Haus der Bürgerschaft Anfang der 1960er Jahre genannt.

Das darauf folgende zweite Kapitel hat den Zeitraum zwischen 1965 und 1979 zum Schwerpunkt, einer Phase, in der das Bevölkerungswachstum in Bremen ins Stocken geriet und auf Grund eines Paradigmenwechsels in Fragen der Architektur und Stadtplanung, die anfängliche Modernisierungseuphorie der Aufbaujahre deutlich nachließ.

Ausgestattet mit einer Fülle von Fotos und anderem Anschauungsmaterial, zeigen beide Kapitel jeweils eine ausführliche Übersicht über die, die architektonische Entwicklung betreffenden Fakten und Erklärungen zu architektonischen und städtebaulichen Entwürfen und Erläuterungen zu Fragestellungen und Ideen zum Wohnungsbau, Bauten für Industrie und Gewerbe, Schulen oder dem Verkehrswegebau.

In den zwei, sich an den jeweiligen Kapiteln anschließenden Katalogteilen, werden darüber hinaus in chronologischer Reihenfolge ihrer Fertigstellung, etwa 300 Bauwerke und Bauanlagen gesondert aufgeführt und in Kurzdarstellungen und mittels Abbildungen und/oder Planzeichnungen exemplarisch vorgestellt.

Der Autor, Prof. Dr. Eberhard Syring, lehrt an der „School of Architekture“ der Hochschule Bremen Architekturtheorie und Baugeschichte; außerdem ist er wissenschaftlicher Leiter des Bremer Zentrums für Baukultur (b.zb). Die Arbeit geht auf ein Forschungsprojekt des Instituts Architop zurück, das fachübergreifend an der Hochschule Bremen, an der Hochschule für Künste Bremen und an der Universität Bremen angesiedelt ist. Das Projekt „Bremen und seine Bauten“ ist ebenfalls in die wissenschaftliche Arbeit des b.zb integriert. In seiner Tätigkeit als Hochschullehrer hat Prof. Dr. Syring auch das mit der Buchveröffentlichung verbundene Ausstellungsprojekt „Architektur auf der Spur“ mit auf den Weg gebracht.

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