Abriss für Oktober angekündigt: Auch intakte Wohnhäuser dabei

Trotz der aktuellen Debatte kündigt die Baubehörde für Oktober 2014 wieder Abrisse von verlassenen Kaisenhäusern an. Die hier gezeigten Häuser sollen dazu gehören, wie Kleingartenvereine bzw. frühere Besitzer erzählen. Es sind zwei intakte Wohn- häuser dabei.                                                                      Fotos: Kirsten Tiedemann

Nachtrag 18.00 Uhr:

1. Es sind leere Wohnhäuser.

2. Mit wurde inzwischen gesagt, dass die Abrisspause nur für bewohnte Kaisenhäuser gilt.

3. Außerdem habe ich die Information erhalten, dass in der zuständigen Verwaltung eine Vereinbarung bestehe, dass die Besitzer der verlassenen Kaisenhäuser zu fragen sind, ob sie dem Abriss zustimmen, trotz der aktuellen Debatte, die möglicherweise zu einer zukünftigen Regelung der Duldung führen kann.

Verlassenes Haus

Seit mehreren Jahren verlassen.

verlassenes Kaisenhaus

Seit circa 6 Jahren verlassen

verlassenes Kaisenhaus

Unbekannt, wie lange es verlassen steht.

Verlassenes Kaisenhaus

Seit 8 Jahren verlassen.

 

 

 

 

 

 

 

Kaisenhaus heute

Seit mehreren Jahren nicht bewohnt.

Advertisements

5 Gedanken zu „Abriss für Oktober angekündigt: Auch intakte Wohnhäuser dabei

  1. Dass man in Zeiten leerer Kassen dazu übergeht, Steuergelder derart zu verschwenden, finde ich mehr als schade. Hier handelt es sich um lebendige Geschichte, Wohnkultur. Es gäbe viele Wege, diese Gebäude kostengünstig zu erhalten und einer sinnvollen Nutzung zuzuführen. Das „Reinemachen“ des deutschen Spießbürgers siegt hier gegen intelligente, kreative Konzepte.

    • Danke für deinen Einschätzung Beke,
      inzwischen wurde mir von verantwortlicher Seite gesagt, dass Ruinen auch weiterhin abgerissen werden. Es sei aber abgemacht, dass die Besitzer vor dem Abriss befragt werden sollen, ob
      sie trotz der möglichen zukünftigen Regelung der Duldung, dem Abriss zustimmen wollen oder nicht.

      • Bei den extrem verfallenen Häusern stimme ich Dir zu. Ansonsten finde ich aber, dass man die hohen Kosten für Abriss ebenso in eine einfache Sanierung stecken könnte, um die Häuser samt Grundstück dann einkommensschwachen Familien oder Migranten zur Verfügung zu stellen – selbstverständlich mit der Auflage der gärtnerischen Nutzung. Ich denke, es gäbe in der Bevölkerung durchaus Potential, man muss es nur mit gezielten Aktivitäten verstehen, zu wecken. Umsonst ist das nicht zu haben, aber kein funktionierendes Gemeinwesen ist umsonst.

        • Allemal gibt es eine Fülle sinnvoller und nachhaltiger Investitionsmöglichkeiten, die alle besser sind als Mittel beim Abriss intakter Bauten zu verpulvern. Mehrere alt eingesessene Kaisenbewohner erzählten, dass die Häuser, die noch recht gut in Schuss seien, meist als vorrangig abgerissen werden würden. Die echten Ruinen, und davon gibt es auch einige, würden hingegen stehen gelassen. Bei diesem Vorgehen wird die Strategie vermutet, dass die Verwaltung so versuchen würde, weitere „schwarznutzung“ zu verhindern.

          Beim Erhalt intakter Häuser einschließlich Dauerwohnrecht geht es mir darum, dass deren Besitzer sie nutzen und vererben können. Für „herrenlose“ Häuser klingt die von dir vorgeschlagene Investition sinnvoll.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s