Frischer Wind auf der Juliushöhe/Stadtwerder

Zwei selbstgebackene Käsekuchen, 120 Schnipsel mit Zitaten von Austen, Cicero & Co sowie eine Sammlung löchriger Gartenhandschuhe bepflanzt mit Kapuzinerkresse, das alles und noch viel mehr stand vor einer Woche bei mir zum Transport bereit für Gärtners Glück. Die innovative Gartenaktion brachte frischen Wind auf die Juliushöhe auf dem Stadtwerder. Farbenfrohe Strickgraffitis von Die urbane Masche signalisierten am Vereinsheim des Kleingärtnervereins Juliushöhe mit seinen begehrten Parzellen neben der Umgekehrten Kommode bereits, dass etwas anders war an diesem Tag.

Handschuhe

Foto: Michael Rüppel

Aber was war anders als sonst? Am 31. Mai gab es statt des traditionellen Frühschoppens ein gartenkulturelles Angebot, mit dem wir „anderen“ Freizeitgärtner Vereinsheim und Gelände bespielten. Unsere Aktionen zogen mehr als 50 Menschen an. Die Hälfte von ihnen hat eine Parzelle auf der Juliushöhe, andere kamen aus der Stadt und manche sogar von auswärts. „Inspirierend und beglückend“ war die schönste Rückmeldung zu dem symphatischen Programm der Freizeitgärtner.

Foto: Michael Rüppel

Foto: Michael Rüppel

Unsere Gäste fischten sich verschiedene Zitate als ‚Gärtners geistiger Nahrung‘ aus einem alten, großen Einkochtopf und ließen sich von Spontisprüchen und anderen Weisheiten zu Natur und zum Gärtnern anregen. Als Gemeinschaftswerk schrieben viele an einem spannenden Gartenkrimi. Die Bremer Autorin Jutta Reichelt hatte hierfür die ersten Zeilen in ihrer kreativen „Schreibwerkstatt to-go“ vorgelegt.

Foto: Michael Rüppel

Foto: Michael Rüppel

In Hörweite zu Domglocken und Weserstadion schlenderten wir auf romantischen Heckenwegen zur Besichtigungstour durch das Gelände des Vereins. Mehrere Hobbygärtner öffneten uns ihre Gartenpforten und luden zur Besichtigung ihrer grünen Oasen ein.

Foto: Michael Rüppel

Foto: Michael Rüppel

Die Vielseitigkeit der Gartengestaltung überraschte die einen, ein verfallenes Kaisenhaus irritierte manche und einige alte Lauben beeindruckten andere. „Ihr seit hier mehr so Öko“, ist der Eindruck eines Kaisenhausbewohner aus der Waller Feldmark, der gemeinsam mit seiner Frau gekommen war. Tatsächlich kann man sagen, dass auf der Juliushöhe ein breites Spektrum an Gartenstilen nebeneinander Platz gefunden hat. Frei nach dem Motto „leben und leben lassen“ finden sich hier neben traditionell „ordentlich“ gestalteten Gärten auch Staudengärten und solche mit Permakultur.

Foto: Michael Rüppel

Foto: Michael Rüppel

Höhepunkt der Tour war die Besichtigung eines Luftschutzbunkers im Garten von Lene und Tom und deren selbstgemachtes Eis nach Rezept des italienischen Großvaters.

 

Köstlicher selbstgebackener Rhabarber- und Erdbeerkuchen, den einige Hobbygärtnerinnen und ein Hobbygärtner aus dem Kleingärtnerverein zum Fest beisteuerten, eine Fotoschau und ein Kurzfilm mit Interviews mit Parzellisten aller Generationen rundeten das Aktionsangebot ab. Nun wurde noch etwas geplaudert und nach den Sachen in der Givebox geschaut. Jetzt hatte ich Zeit, um noch etwas zu schnacken und endlich ein Stück des köstlichen Käsekuchens zu essen. Das war für mich der perfekte Abschluss für einen gelungenen Tag mit einer Fülle positiver Rückmeldungen.

Konzept & Organisation: Kirsten Tiedemann

Gärtners Glück dankt Lene & Tom, Carolin, Jutta & Ulrike, Barbara, Susan, Gisela, Ilonka, Christel, Renate, Dieter, Michael, Carsten, Hanna & Joachim, dem Kleingärtnerverin Juliushöhe und weiteren hilfreichen Geister.

Und so sah uns der Weser-Kurier:

WK_gluecklichgartnern

 

4 Gedanken zu „Frischer Wind auf der Juliushöhe/Stadtwerder

    • Du sagst es! Viele Menschen konnte ich gewinnen, die sich beteiligten. Viele, ganz unterschiedliche Menschen sind zusammengekommen und haben den Nachmittag sehr genossen. Dafür lohnt sich die arbeitsintensive Vorbereitung.

    • Der gelungene Nachmittag wirkt bei einigen Menschen, die dabei waren, positiv nach, wie ich höre. Das freut mich natürlich besonders. Danke für deinen schönen Beitrag, Jutta!

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