Ein Unikat – DIY Schuppen mit Anbauten

Anbauschuppen Ein typisches Beispiel für die alte Bauweise in den Kleingärten Bremens stellt dieser Schuppen dar. Ein Gebäude, egal ob illegal errichtetes Wohnhaus oder Schuppen, wurde meist Stück für Stück erweitert. Dieser Schuppen auf dem Bild läßt mindestens drei Bauabschnitte erkennen. Ursprünglich gab es eine Laube aus Holz, an die mehrere weitere Abschnitte zur Seite und nach hinten angefügt wurden.

Foto: Kirsten Tiedemann

Baumerhaltend bauen

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Erst auf den zweiten Blick gibt diese alte Laube ein ganz besonderes Detail preis. Sie zeigt den kreativen Umgang mit einem Hindernis, das einer baulichen Erweiterung buchstäblich im Wege stand. Als Hausbaum war eine Birne gepflanzt worden, die inzwischen groß geworden war und köstliche Früchte trug. Dann entstand bei den Parzellisten offenbar der Wunsch nach einem Regenschutz über der Eingangstür der Laube. Auf den Obstbaum wollte man allerdings nicht verzichten. Plietsch wie sie waren, vergrößerten die Gartenpächter die Dachfläche zwar, ließen aber für den Stamm ausreichend Raum frei. Der Stamm wurde also kurzerhand umbaut, sodass sich beide Wünsche erfüllten: Die Früchte konnten von diesem Zeitpunkt an vom Dach aus geerntet werden und die Überdachung bietet einen Regenschutz.

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Fotos: Kirsten Tiedemann

Gärtnern in Bremen – Warum der neue Name?

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Auf meiner Website „Kirsten Tiedemann“ habe ich in den vergangenen Monaten immer mehr Fotos und Beiträge zur Parzellenkultur in Bremen veröffentlicht. Ich poste mit Vergnügen besondere Eindrücke meiner Streifzügen durch die vielfältige Parzellenlandschaft unserer Stadt. Historische und aktuelle Fragen greife ich als Expertin für die Geschichte des Wohnens auf der Parzelle in Kaisenhäusern auf. Und ich oute mich als Liebhaberin einer „durchgrünten“ Stadt“. Die Resonanz auf meine Beiträge ist erfreulich positiv, das Interesse wächst stetig.

Die Homepage hat sich ungeplant zu einem Blog entwickelt. Nun wird es Zeit, den Namen dieser Realität anzupassen: Aus der Website Kirsten Tiedemann wird daher der Blog Gärtnern in Bremen mit dem Untertitel Kirsten Tiedemann sieht Parzellenkultur, Kaisenhäuser und Gartenprojekte.

Auf Gärtnern in Bremen gibt es auch weiterhin Ankündigungen meiner Veranstaltungen mit den Terminen meiner Vorträge, Spaziergänge und Bildungsurlaube, die ich bei der Volkshochschule Bremen und gemeinsam mit anderen Trägern anbiete. Eine Vorschau auf diese Veranstaltungen bietet die Rubrik Aktuelle Termine. Die Informationen zu meinem gesamten freiberuflichen Angebot sind weiterhin in der gleichnamigen Rubrik zu finden. Im Mittelpunkt dieses Internettagebuchs stehen in Zukunft jedoch Fotos und Beiträge zur wachsenden Vielfalt bremischer Gärten in Kleingartenparks, allgemeinen Grünanlagen und urbanen Gartenprojekten und der Menschen, die darin gärtnern. Gelegentlich werde ich auch andere Bremensien aufgreifen, dazu gehören historische Themen, allgemeine Veranstaltungshinweise und Buchbesprechungen.

Meinen Leserinnen und Lesern wünsche ich vergnügliche, anregende und informative Lektüre.

Ich freue mich über Kommentare und Rückmeldungen.

Kleingarten today

Lust auf Laube im Bremer Westen – Radtour

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Von Findorff durch die Waller Feldmark führt diese Radtour. Wir halten an markanten Punkten in den Parzellengebieten, die wir durchfahren. Unterwegs können Sie sich ein Bild von den Vorzügen und Besonderheiten der verschiedenen Kleingartengebiete machen: Parzellen mit hohem Freizeitwert, Kaisenhäuser, Brachen mit wild rankenden Brombeeren und die einzigartige Fleetkirche säumen unseren Weg. Von dieser Notkirche, den Menschen, die hier gärtnern und leben, und über ganz aktuelle Gartenprojekte erfahren Sie mehr.

10. Mai 2014 – Lust auf Laube im Bremer Westen! Radtour durch die Parzellengebiete Findorff und Walle, Treffpunkt: Recyclng-Hof Findorff, 14.00 – 17.00 Uhr. Dies ist ein Angebot von der Volkshochschule Bremen, Angebot Nr. 94-031-M/ Fahrradexkursion. Anmelden unter Tel. 0421-12345

Die Tour endet links vom Fleet.   Foto: Angie Oettingshausen