„…wie ich. Ist er auch ein Fremder?“ Ausstellung in der Stadtbibliothek

Für die Ausstellung …wie ich. Ist er auch ein Fremder? sammelte Heide Marie Voigt Erinnerungen von Menschen an ihre Erlebnisse von Flucht und Ankunft in ihrer neuen Heimat Bremen. Ganz bewußt suchte die Künstlerin und Lyrikerin Voigt dabei nach Lebensgeschichten aus der Nachkriegszeit und aus der Gegenwart. Damals kamen viele heutige Bremerinnen und Bremer als Kriegsvertriebene und Flüchtlinge in unsere Stadt und bauten sich hier ein neues Zuhause auf. Auch heute sind Krieg, Not oder Verfolgung wesentliche Gründe, warum Menschen in Bremen eine neue Heimat suchen.

Dass in der Schau auch Kaisenhäuser eine Rolle spielen, mag manche verwundern. Die Auflösung ist einfach: In meiner Forschung konnte ich feststellen, dass etwa 25 Prozent der Bauherren und Bewohnerinnen und Bewohner dieser Eigenheime in den Parzellengebieten Flüchtlinge und Vertriebene waren. Beeindruckende Selbstzeugnisse aus den 1950er Jahren recherchierte ich dazu in verschiedenen Archiven.

Vernissage mit Lesung am Dienstag, 25. März um 18.00 Uhr im Wall-Saal der Stadtbibliothek Bremen. Der Eintritt ist frei.

Zur Vernissage lesen Martin Heck und Heide Marie Voigt Texte von Bremern und Bremerinnen aus verschiedenen Nationen, die sich an die eigene Flucht und ihre Ankunft in der neuen Heimat erinnern. Das Duo Daf mit Mohsen Nejadi an der Trommel und Miriam Schulze an der Geige begleitet die Lesung.

Die Ausstellung gehört zur vielbeachteten Reihe Zwiesprache Lyrik, die Heide Marie Voigt in diesem Jahr zum fünften und letzten Mal organisiert.

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