„Wohnen auf der Parzelle“ Podiumsdiskussion von 2013

Vor einem Jahr flammte die Diskussion um das Wohnen auf der Parzelle erneut auf, denn der rot-grüne Senat hatte im Januar 2013 ein bewohntes Kaisenhaus zwangsgeräumt und abreißen lassen. Aus Prinzip, wie der Senat erläuterte. Über dieses drastische Vorgehen berichteten regionale und überregionale Medien. Mehrer als fünfhundert dieser Einfamilienhäuser in Kleingartengebieten Bremens sollen, wenn die sogenannten Auswohner diese verlassen haben, abgerissen werden. Es folgten in der Sache unter anderem eine Petition an die Bremische Bürgerschaft und verschiedene Veranstaltungen.

Die Linksfraktion der Bremischen Bürgerschaft lud in diesem Zusammenhang zu einer Podiumsdiskussion „Wohnen auf der Parzelle: Ein Auslaufmodell?“ ans Waller Fleet, wo viele Interssierte am 22. Februar 2013 zusammen kamen. Der Videomitschnitt des Abends gibt spannende Eindrücke von der gut besuchten, lebhaften Diskussion. Auf dem Podium diskutierten Ralf Schumann, Fachmann aus der Wohnungswirtschaft, Mario Winkler, Kleingärtnerverein ‚Min Land‘ und Harry Geiger, vom Abriss Betroffener. Es moderierte Claudia Bernhard, MdBB, die Begrüßung übernahm Kristina Vogt, MdBB. Gekommen waren viele Bewohnerinnen und Bewohner von Kaisenhäusern und Vertreter der Interessengemeinschaft der Parzellenbewohner und Grundstückseigentümer e.V. sowie des Vereins Gartenwohnkultur e.V. Ein Ziel verband die meisten Anwesenden: Die komplette und dauerhafte rechtliche Anerkennung der letzten Kaisenhäuser bei Erhalt der bremischen Kleingartengebiete.Dazu wurden unterschiedliche Positionen vorgestellt und Lösungsmodelle vorgeschlagen, wie die Legalisierung vorhandener Häuser bei parzellenscharfer Abgrenzung von bewohnten und kleingärtnerisch genutzten Parzellen oder die Umwandung von einzelnen Kleingartengebieten in Wochenendhausgebiete.

Auf YouTube kann der Videomitschnitt vollständig angesehen werden.

In der Einladung der Linksfraktion heißt es: „Wohnen auf der Parzelle: Ein Auslaufmodell?Wir laden ein, mit uns zu diskutieren: Wie erreicht man ein Abriss-Moratorium und Bestandsschutz? Wie lässt sich die Situation in den Parzellen-Gebieten wieder verbessern? Wie erreichet man eine dauerhafte Anerkennung von alternativen Wohnformen?“

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s