Moderne Ruinen

Was passiert eigentlich mit einem Haus, das nicht mehr bewohnt oder anderweitig genutzt also aufgegeben wird? Mit einem Haus, das sich selbst überlassen bleibt?

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In Bremens größtem Parzellengebiet, in der Waller Feldmark, können aufschlussreiche Beobachtungen über den Verlauf vom einfachen Wohnhaus zur modernen Ruine angestellt werden. Der sukzessive Verfall einiger Einfamilienhäuser („Kaisenhäuser„), die meist aus den 1950er Jahren stammen, ist dort inzwischen über ein Jahrzehnt und länger erkennbar.

Rasch wird eine verlassene Parzelle von Brombeerranken erobert. Büsche, Rosen oder Zwiebelblumen lassen sich bald nur noch vereinzelt finden. Diese werden meist noch vom Besitzer weitergegeben oder von aufmerksamen Zeitgenossen aus dem verlassenen Kleingarten geholt. Die Ranke der Brombeeren finden ihren Weg durch Spalten auch in das Haus hinein. Nach etwa sechs Jahre ist im sich selbst überlassenen Garten ein Grad an „Wildnis“ erreicht, der vielen Tieren Unterschlupf bietet. Wollen Menschen hindurch gehen, müssen sie für ein kleines „Abenteuer“ bereit sein.

Vom baulichen Gesamtzustand des Gebäudes hängt der Verlauf des Verfalls ab. Bietet das Haus den Stürmen keine Angriffsfläche und kann kein Wasser eindringen, dauert es eine ganz Weile, d.h. Jahre, bis es zur modernen Ruine wird. Hier gebe ich einige Eindrücke vom 6.12.2013.

Fotos Kirsten Tiedemann

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